Washington, D.C.

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Washington, D.C. (das D.C. steht für "District of Columbia") ist die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie hat ca. 588.000 Einwohner und bildet einen eigenen Verwaltungsdistrikt, welcher der Kontrolle der US-Bundesregierung direkt unterstellt ist, aber keinen eigenen Bundesstaat darstellt. Die Stadt liegt am Ostufer des Potomac River und ist auf dieser Seite vom Bundesstaat Maryland umschlossen, während auf dem westlichen Ufer der Staat Virginia liegt. In Washington, D.C. liegt mit dem Weißen Haus der Amtssitz des US-Präsidenten sowie mit dem Kongress und dem Kapitol die anderen Glieder der US-Regierung.

Musik

Denkt man an die Stadt Washington im (indie-)musikalischen Kontext, steht der Begriff des "DC Hardcore" an erster Stelle, doch gibt es auch hier diverse andere Entwicklungen, die Washington hervorgebracht hat. Auch und vor allem das Zusammenwirken der umgebenden Regionen von Maryland und Virginia ist stets ein Faktor in der Entwicklung der DC-Musikszene gewesen.

D.C.-Hardcore

Der Einfluss, den die DC-Szene auf die Entstehung und Entwicklung des Genres Hardcore hatte und hat, ist kaum zu überschätzen. Als Pioniere können hierbei die Bad Brains gelten, welche in den späten 70er Jahren damit begannen, Brit-Punk beeinflussten Hardcore zu spielen. Es folgte 1980 der Auftritt von Ian MacKaye in seinen Eigenschaften als Mitglied von Minor Threat sowie als Gründer des für die Szene äußerst wichtigen Labels Dischord. Weitere wichtige Hardcore-Bands der frühen 80er Jahre waren Teen Idles, S.O.A., Dag Nasty, Government Issue und Scream (deren Drummer Dave Grohl später Nirvana beitreten sollte). Die zweite Hälfte der 80er sollte dann das Hardcore-Subgenre Emo hervorbringen, wobei die DC-Bands Rites of Spring und Embrace (ebenfalls mit Ian MacKaye) den entscheidenden Impuls gaben. Mit Fugazi läutete MacKaye 1987 auch die Ära des Post-Hardcore mit ein, als der Stil Einflüsse aus anderen Genres aufzunehmen begann. Henry Rollins, zunächst Frontmann von Black Flag und später seiner eigenen Band, stammt ebenfalls aus Washington.

Andere Musikrichtungen

Der "Marschkönig" John Philip Sousa komponierte im 19. Jahrhundert diverse bekannte Hymnen (darunter den offiziellen Marsch der USA), in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert kamen Al Jolson, Jazz-Bandleader Duke Ellington und die Country-Legende Jimmie Rodgers hinzu. Ab den 1960er Jahren brachte Washington auch Popstars im heutigen Sinne hervor; dazu gehören die Soulsänger Marvin Gaye und Roberta Flack, Singer-Songwriter Tim Buckley (Vater von Jeff), Surf-Gitarrist Link Wray, Countrymusikerin Patsy Cline und Woodstock-Teilnehmer John Sebastian (The Lovin' Spoonful). Als spezifisch lokales Musikgenre hat Washington in den späten 70er Jahren den Go-Go hervorgebracht, eine Mischung aus einfachen Funk-Grooves, zu denen oft gerappt wurde. Die Exponenten dieses Sounds waren The Young Senators, The Soul Searchers und Trouble Funk. Durch die Rap-Elemente im Go-Go ist die HipHop-Szene von Washington im Vergleich auch stets recht klein geblieben, wenn auch Combos wie Rosetta Stoned die HipHop-Fahne tapfer hoch halten.

Bands und Künstler aus Washington, D.C.

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