Udo Lindenberg

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
Udo Lindenberg
Udo Lindenberg.jpg
Herkunft: Gronau, Westfalen, Deutschland
Geboren: 17. Mai 1946 (71 Jahre)
Aktiver Zeitraum: Ende der 1960er mit Schwerpunkt 1970er bis heute
Genres: Rock
Instrumente: Gesang, Schlagzeug
Homepage: udo-lindenberg.de

Der in Hamburg lebende Udo Lindenberg gilt als Vater und Wegbereiter deutschsprachiger Rockmusik. Außerdem ist er Schriftsteller und Maler.

Bandgeschichte

Udo wurde am 17. Mai 1946 in Gronau (Westphalen) als Sohn einer Klemptnermeisterfamilie geboren. Zu seinem 11. Geburtstag trommelt er bereits zum ersten Mal in der Border Town Jazzband und bekommt ein Jahr später von seinem Vater sein erstes eigenes Schlagzeug. 1958 erhält Udo einen Preis als bester Dixie Drummer beim norddeutschen Jazz Jamboree. Mit 13 Jahren spielte er in der Old Time Jazzband und darauf in der Schülerband "Dixie Devils". 1962 macht Udo seinen Realschulabschluß und begann danach in Düsseldorf eine Kellnerlehre, die er später wieder abbricht.

Udo tingelt durch die Düsseldorfer Jazz-Szene u.a. mit Günter Hampel Jazz Quintett und Mister Adam`s Jazzopaters und geht für ein Jahr auf Tour über Frankreich nach Nordafrika, wo er sich in Tripolis für die Unterhaltung der Soldaten einer US-Luftwaffenbasis verdingt. Wieder in Gronau spielt er bis 1968 bei den Mustangs, geht dann zum Bund, von wo er nach nur 4 Monaten mit einem Nervenzusammenbruch wieder entlassen wird.

1968 geht er dann nach Hamburg, wo er u.a. für den City Preachers, dem Michael-Naura Quartett und Kurt Kiesewetter trommelt. Mit seiner eigenen Band Free Orbit gelingt Udo dann der erste lokale Durchbruch und er nimmt 1971 sein erstes Album „Free Orbit“ in Englisch auf. Doch auch das zweite noch immer englische Album „Lindenberg“ verkauft sich mit ca. 1.200 Stück eher schlecht und Udo hält sich weiter mit Bands wie Klaus Doldinger und Inga Rumpf und "Atlantis" über Wasser. Sein 1972 komplett in Deutsch erscheinendes Album „Daumen im Wind“ verkauft sich nun schon fast 7.000 mal und Udo feiert allabendliche Erfolge im Onkel Pö, der Wiege seines großen Durchbruchs, der 1973 mit dem Panikorchester aufgenommenen und auf Anhieb über 100.000 Mal verkauften Album „Alles klar auf der Andrea Doria“ markiert wird.

Der Erfolg ist unaufhaltsam: Im Januar 1974 geht das Panikorchester mit "Ball Pompös" auf seine erste Deutschlandtournee, "Rudi Ratlos" wird zur Single und "Ball Pompös" LP des Jahres gewählt und 1975 bekommt Udo seine ersten Goldenen Schallplatten für jeweils 250.000 verkaufte "Votan Wahnwitz" und "Ball Pompös". Spätestens an dieser Stelle verlässt Udo das Indieimperium und der Autor schweigt über die kommenden Jahre, um ein Löschen dieses interessanten Artikels zu verhindern.

Line-Up

Udo Lindenberg und das Panikorchester:

  • Udo Lindenberg (Gesang, keine Panik), (Erstbesetzung)
  • Steffi Stephan (Bass, Gitarre), (Erstbesetzung)
  • Karl Allaut (Gitarre), (Erstbesetzung)
  • Gottfried Böttger (Erstbesetzung)
  • Backi Backhausen (Erstbesetzung)
  • Carl Carlton (Gitarre)
  • Hannes Bauer (Gitarre)
  • Bertram Engel (Schlagzeug)
  • Jean-Jaques Kravetz (Piano)
  • Paul Vincent (Gitarre) 1976-1980

Kollaborationen

Diskographie

Charts

Jahr Titel Charts
D A CH US UK S F NOR FIN NZ
1974 Alles klar auf der Andrea Doria 23 - - - - - - - - -
1974 Ball Pompös 3 - - - - - - - - -
1975 Votan Wahnwitz 3 - - - - - - - - -
1976 Galaxo Gang 4 - - - - - - - - -
1976 Panik Udo 34 - - - - - - - - -
1976 Sister King Kong 8 - - - - - - - - -
1977 Panische Nächte 31 - - - - - - - - -
1978 Lindenbergs Rock-Revue 15 - - - - - - - - -
1979 Dröhnland Symphonie 15 - - - - - - - - -
1979 Livehaftig 15 - - - - - - - - -
1979 Der Detektiv 22 - - - - - - - - -
1980 Panische Zeiten 12 - - - - - - - - -
1980 Meine Panik 17 - - - - - - - - -
1981 Utopia 5 - - - - - - - - -
1982 Intensivstationen 16 - - - - - - - - -
1982 Keule 3 - - - - - - - - -
1983 Odyssee 3 8 - - - - - - - -
1983 Lindstärke 10 21 - - - - - - - - -
1984 Götterhämmerung 3 - 10 - - - - - - -
1985 Sündenknall 11 - 22 - - - - - - -
1985 Radio Eriwahn präsentiert 17 - - - - - - - - -
1987 Feuerland 16 - - - - - - - - -
1987 Phönix 26 - - - - - - - - -
1988 Gänsehaut 5 7 - - - - - - - -
1988 Hermine 26 - - - - - - - - -
1988 Casanova 32 - - - - - - - - -
1989 Bunte Republik Deutschland 17 - - - - - - - - -
1991 Ich will dich haben - - 23 - - - - - - -
1992 Gustav 69 - - - - - - - - -
1992 Unter die Haut 42 - - - - - - - - -
1992 Panik-Panther 24 - - - - - - - - -
1993 Benjamin 49 - - - - - - - - -
1995 Kosmos 44 - - - - - - - - -
1996 Und ewig rauscht die Linde 39 - - - - - - - - -
1997 Belcanto 29 - - - - - - - - -
1998 Zeitmaschine 49 - - - - - - - - -
2000 Der Exzessor 40 - - - - - - - - -
2001 Ich schwöre: Das volle Programm 80 - - - - - - - - -
2001 Balladen 91 - - - - - - - - -
2002 Atlantic Affairs 76 - - - - - - - - -
2003 Der Panikpräsident 18 - - - - - - - - -
2005 Absolut 65 - - - - - - - - -
2008 Stark wie zwei
1
10 6 - - - - - - -
Singles
1981 Wozu sind Kriege da? 18 - - - - - - - - -
1983 Sonderzug nach Pankow 5 3 - - - - - - - -
1987 Horizont 18 - - - - - - - - -
1987 Der Generalsekretär 60 - - - - - - - - -
1988 Ich lieb dich überhaupt nicht mehr 33 3 - - - - - - - -
1989 Airport (Dich wiedersehn...) 49 - - - - - - - - -
1991 Ein Herz kann man nicht reparieren 29 - - - - - - - - -
1991 Geh nicht weg 90 - - - - - - - - -
1991 Club der Millionäre 39 - - - - - - - - -
1992 Panik-Panther 84 - - - - - - - - -
1999 You Can't Run Away (Freundeskreis feat. Udo Lindenberg) 74 - - - - - - - - -
2005 Hallo Angie, das merkel ich mir 100 - - - - - - - - -
2008 Wenn du durchhängst 10 71 41 - - - - - - -
2008 Ganz anders (mit Jan Delay) 28 - - - - - - - - -
2008 Was hat die Zeit mit uns gemacht 52 - - - - - - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
Musikexpress Sounds Rolling Stone
1978 Rock Revue 9
1987 Feuerland X
2011 Live aus dem Hotel Atlantic 21
Singles
2011 Cello (feat. Clueso) 23

All-Time-Charts

Alles klar auf der Andrea Doria
Ball Pompös

Kompilationsbeiträge

Trivia

  • Mit 5 Jahren hat Udo seinen ersten öffentlichen Auftritt in der väterlichen Stammkneipe mit einem auf dem Tisch stehend rezitierten Gedicht für die Gage einer Brause.
  • 1977 produziert er mit Ulla Meinecke ihr Debüt "Von toten Tigern und nassen Katzen", auf dem auch die meisten Texte von ihm stammen.
  • 1980 erscheint der Kinofilm "Panische Zeiten", in den Udo mehr als 2 Mio DM investiert.
  • 1981 schaltet der "Bayrische Rundfunk" bei der Fernsehübertragung zur LP "Udopia" beim Titel "Straßenfieber" den Sender ab.
  • Am 25. Oktober 1983 tritt Udo erstmalig in der DDR bei "Rock für den Frieden" im Ost-Berliner "Palast der Republik" auf.
  • 1987 beschenkt Udo in Wuppertal Erich Honnecker mit einer Lederjacke und bekommt im Gegenzug eine Schalmei.
  • 1989 erhält Udo das Bundesverdienstkreuz und äußert sich wie folgt dazu: "Ich hab`das Bundesverdienstkreuz dann als Wanderpokal an meine Kumpel auf dem Kiez in Hamburg weitergereicht".
  • 1998 weiht Udo im Weimarer Hotel Elephant die durch jedermann buchbare "Udo Lindenberg Suite" ein, in der neben 8 Lithografien nach Original-Likörellen auch Erich Honeckers Schalmei zu finden ist.
  • Für die seit 1970 laufende ARD-Serie Tatort spielte Udo Lindenberg das Schlagzeug in der berühmten Titelmelodie.

Coverversionen

Udo Lindenberg covert...

Weblinks