Townes Van Zandt

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Townes Van Zandt
Herkunft: Fort Worth, Texas, USA
Geboren: 7. März 1944
Gestorben: 1. Januar 1997 (52 Jahre)
Aktiver Zeitraum: 19651996
Genres: Country, Alt.Country, Americana
Instrumente: Gesang, Gitarre
Labels: Poppy Records, Tomato Records, Sugar Hill Records, TVZ Records, Fat Possum Records
Homepage: TownesVanZandt.com

Townes Van Zandt war ein US-amerikanischer Countrymusiker, der als eine der tragischsten, aber auch einflussreichsten Gestalten des "Outsider Country" gilt und zahlreiche andere Künstler beeinflusste. Er starb am Neujahrstag 1997 im Alter von 52 Jahren an den Folgen seiner Drogensucht.

Biografie

Fragt man einen Anhänger oder Vertreter des sogenannten "Alt.Country" nach den Gründervätern und Vorbildern des Genres, so wird neben den Namen Johnny Cash und Willie Nelson auch unweigerlich sein Name fallen: Townes Van Zandt, geboren 1944 im texanischen Fort Worth mit einem IQ weit jenseits des Normalwerts, hatte als Zwölfjähriger Elvis Presley im Fernsehen gesehen und war von dort an entschlossen, selbst Musiker zu werden. Seine manische Depression sorgte tragischerweise aber dafür, dass er mit einer Insulinschocktherapie behandelt wurde, worauf er einen Großteil seines Langzeitgedächtnisses verlor und zudem Alkohol und Drogen heftig zusprach. Mit 23 Jahren kehrte Van Zandt Schule und Universität endgültig den Rücken und begann als Singer-Songwriter durch die Bars von Texas zu tingeln. Dabei lernte er auch Weggefährten wie Lightnin' Hopkins oder Doc Watson kennen und begann ab 1968 auch mit eigenen Studioaufnahmen. Daraus resultierten Alben wie "Delta Momma Blues" oder "The Late Great Townes Van Zandt" mit Song-Meilensteinen der Marke Pancho and Lefty (das später, von Willie Nelson und Merle Haggard gecovert, zum Hit werden sollte) oder Tecumseh Valley, die den Sänger und Gitarristen in der Songwritingszene zum Kult werden ließen. Kommerziell konnte Van Zandt allerdings keinen Erfolg landen und lebte in ärmlichen Verhältnissen in einem Trailer. In den 1970er Jahren breitete sich sein Underground-Ruhm international aus, seine Songs wurden in Coverversionen zu Hits, und sogar Van Zandts erklärtes Vorbild Bob Dylan ließ um eine Zusammenarbeit mit dem Texaner bitten, was dieser jedoch ablehnte, um stattdessen weiterhin vor Kleinstpublikum zu spielen. Zudem nahm der Musiker weiterhin diverse Drogen und Antidepressiva sowie Mengen von Alkohol zu sich, die seine Gesundheit langfristig schwächten und ihn mehrmals erfolglos in den Entzug brachten.

in den 1990er Jahren entdeckte dann der musikalische Nachwuchs die Qualitäten Van Zandts, und der Sänger ging mit den Cowboy Junkies auf Tour und kam 1996 gar mit seinen großen Fans von Sonic Youth überein, gemeinsam eine Platte aufzunehmen. Bevor dies jedoch realisiert werden konnte, hatte Van Zandt einen Unfall und verstarb an dessen Folgen am Neujahrstag 1997, geschwächt vom jahrelangen Drogen- und Alkoholkonsum, im Alter von 52 Jahren.

Erst nach Townes Van Zandts Tod wurden Medien und Plattenkäufer auf ihn aufmerksam, zumal von Bob Dylan über Neil Young, Lyle Lovett und Steve Earle bis zu Conor Oberst, Caleb Followill und Devendra Banhart den Texaner als nahezu ehrfurchtgebietende Referenz in Sachen Songwriting priesen. Auch heute noch gilt Van Zandts Musik in ihrer Melancholie, Poesie und Klarheit als eines der einflussreichsten Werke in der US-Songwritinggeschichte.

Solo-Diskografie

  • 1968 For the Sake of the Song
  • 1969 Our Mother the Mountain
  • 1969 Townes Van Zandt
  • 1971 Delta Momma Blues
  • 1972 High, Low and in Between
  • 1972 The Late Great Townes Van Zandt
  • 1978 Flyin' Shoes
  • 1987 At My Window
  • 1993 The Nashville Sessions (Aufnahmen aus den Sessions zun nicht veröffentlichten Album "Seven Come Eleven" von 1972)
  • 1994 No Deeper Blue
  • 1999 A Far Cry from Dead
  • 2001 Texas Rain: The Texas Hill Country Recordings
  • 2003 In the Beginning (Demos von 1966)

Trivia

Referenzbands

Weblinks