Tom Waits

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Tom Waits
Tom Waits 2008
Tom Waits 2008
Herkunft: Pomona, Kalifornien, USA
Geboren: 7. Dezember 1949 (68 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1973
Genres: Blues, Singer-Songwriter, Experimental
Instrumente: Gesang, Tasteninstrumente, Gitarre
Labels: Asylum, Island Records, ANTI-
Homepage: TomWaits.com

Thomas Alan Waits begann seine Karriere in den 1970er Jahren als Singer-Songwriter mit Blues-Einflüssen und etablierte sich in den folgenden Jahrzehnten als einer der eigenständigsten und unabhängigsten Künstler zwischen klassischem und modernem Independent-Songwriting.

Biographie

Tom Waits ist mit seiner einzigartigen musikalischen Melange aus Blues, Singer/Songwriter, Beatnik-Poesie, experimentellen und Indierocksounds einer der eigenständigsten Künstler der letzten Jahrzehnte. Vergleichbar mit anderen großen Outsidern wie Johnny Cash, Scott Walker, Frank Zappa und Neil Young hat er auf verschiedensten künstlerischen Plattformen gearbeitet und sich auch einen Ruf als Schauspieler und Theaterautor gemacht. Waits' Laufbahn als Musiker kam zu Beginn der 1970er Jahre ins Rollen, als Asylum u.a. seine gefeierten Alben Closing Time (1973), Small Change (1976) und Blue Valentine (1978) veröffentlichte. Auf ihnen präsentierte der Multiinstrumentalist in erster Linie klavierdominierte Loser-Balladen, die durch seine heisere, brüchige und förmlich nach Alkoholkonsum klingende Stimme sehr authentisch wirkten. In den 80ern verlegte sich Waits auf zunehmend experimentellere Musik, wie sie auf den Alben Swordfishtrombones (1983) und Rain Dogs (1985) zu hören ist; zugleich war dies auch die Dekade, in der er verstärkt in Filmproduktionen als Komponist wie auch als Schauspieler tätig war. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören Rumble Fish von Francis Ford Coppola (1982), Down By Law von Jim Jarmusch (1987), König der Fischer von Terry Gilliam (1991) und Short Cuts von Robert Altman (1993). Die 90er waren plattentechnisch zwar eine eher ruhige Phase für Waits, doch mit dem Album Bone Machine von 1992 gelang dem damals immerhin schon 43 Jahre alten Musiker der Anschluss an die neue Indie- und Alternative-Szene, so dass selbst Beavis & Butt-Head die Videoauskopplung I Don't Wanna Grow Up für "cool" befanden. Viele Indie-Künstler zählten Waits zu ihren Einflüssen, und selbst bei den Grunge-Rockern Pearl Jam war auf deren Album ""Vitalogy" von 1994 der Geist des Mannes mit der rauhen Stimme zu verspüren. Mule Variations, der Nachfolger zu Bone Machine, erschien dann wiederum erst sieben Jahre später, doch dafür auf ANTI-, einem Sublabel von Epitaph, und wurde zudem mit einem Grammy als Best Alternative Music Album ausgezeichnet. Seitdem veröffentlicht Tom Waits wieder in regelmäßigen Abständen neue Alben, die sich besser verkaufen denn je, ohne dabei konventioneller geworden zu sein. Auf dem jüngsten Studioalbum Real Gone (2004) verzichtete er sogar auf seine klassische Klavierbegleitung und arbeitete mit einer Reihe Gaststars.

Diskographie

Alben
Singles/EPs
Soundtracks
Best-Ofs/Livealben

Kollaborationen

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH SV F NOR FIN NZ
1983 Swordfishtrombones - - 167 - - - - 18 - -
1985 Rain Dogs - 29 188 26 - 5 - 12 - -
1987 Frank's Wild Years 49 20 115 24 14 17 - 13 - -
1988 Big Time - - 152 - - 36 - - - -
1992 Bone Machine 42 26 176 22 21 38 - 15 - -
1993 The Black Rider - - 130 - - - - - - -
1998 Beautiful Maladies 83-93 - - - - - - - 18 - -
1999 Asylum Years - - - - - - - 40 - -
1999 Mule Variations 4 9 30 7 7 7 22
1
11 36
2002 Alice 10 20 33 3 24 13 27 3 27 48
2002 Used Songs (1973-1980) - - - 63 - - 18 - - -
2002 Blood Money 9 21 32 5 25 12 36 4 35 -
2004 Real Gone 19 16 28 11 16 9 39 2 23 -
2006 Orphans 26 - 74 15 22 6 46 4 18 -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
NME Musikexpress Intro Rolling Stone Pitchfork Les Inrocks Stereogum Spex Musikexpress Rolling Stone
1978 Blue Valentine 21
1979 Blue Valentine 34
1980 Heartattack and Vine 49
1983 Swordfishtrombones 2
1983 One From the Heart (O.S.T.) 14
1985 Rain Dogs 1 6
1987 Frank's Wild Years 5 ohne Rang
1988 Big Time 35
1992 Bone Machine 12 10 17
1999 Mule Variations 16 19 2 6 2
2002 Alice 45 48 43 21
2002 Blood Money 48 24
2004 Real Gone 41 21 29
2006 Orphans 19 4
2011 Bad As Me 11 6 21 50 4
Singles
1992 Goin' Out West 24

All-Time-Charts

Rain Dogs
Swordfishtrombones
Bone Machine
The Heart of Saturday Night
Mule Variations

Kompilationsbeiträge

Trivia

  • Tom Waits wurde mit dem Song „Kentucky Avenue“ von 1978 in die Liste 100 Great Voices des britischen Magazins Mojo gewählt (1994).

Referenzbands

Leonard Cohen, Neil Young, Johnny Cash, Bruce Springsteen, Daniel Johnston, Rickie Lee Jones, Kris Kristofferson

Coverversionen

Tom Waits covert...

Tom Waits wird gecovert von...

Tribute-Alben: Step Right Up: The Songs Of Tom Waits | New Coat of Paint: Songs of Tom Waits
Holly Cole – Temptation (Coveralbum mit 17 Songs)
John Hammond – Wicked Grin (Tribute-Album)
Scarlett JohanssonAnywhere I Lay My Head (Cover-Album)

Videoclips

Weblinks