Tom Jones

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Tom Jones
Tom Jones
Tom Jones
Herkunft: Trefforest, Wales
Geboren: 7. Juni 1940 (80 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1963
Genres: Pop
Instrumente: Gesang
Homepage: TomJones.com

Tom Jones ist ein walisischer Popsänger, der seit den 1960er Jahren aktiv ist.

Biographie

Er verkörperte schon in den Sechzigern das, was einen Kontinent, zwei Jahrzehnte und mehrere Musikkulturen entfernt James Todd Smith dazu bringen sollte, sich "Ladies Love Cool James" als Pseudonym zu geben: Sir Thomas John Woodward, Officer of the Order of the British Empire, von Mainstream-Crooner über Country-Barde und Las Vegas-Hengst bis zur erstaunlich schmerzfreien Pop- und Alternative-Andockstation der Gegenwart: Tom Jones oder schlicht "Tiger Tom". Aus dem tiefsten Bergarbeiter-Wales versuchte sich der Sänger zunächst in einer Combo, die jedoch keine Hits landen konnte. Dann aber folgte die Solokarriere mit dem Erfolgsrezept Brust(behaarung) raus, massiver Baritoneinsatz, enge Hosen mit (chicem) Schlag, und die Hits purzelten ebenso wie die Höschen der Damen auf die Bühnen: What's New Pussycat?, It's Not Unusual, Delilah wurden zu Klassikern des testosterongetriebenen Gute-Laune-Pop, und selbst für James Bond durfte Jones einmal den Titelsong singen. Die Siebzigerjahre verbrachte Jones in guter Nachbarschaft zu seinem Idol Elvis Presley als artiste in residence im Rauschgoldparadies von Las Vegas, wo er auch den US-Markt für sich eroberte, allerdings auch mählich einem reiferen Publikum entgegensteuerte. In den Achtzigern schien Tom Jones dann endgültig dem Hipness-Fluidum entwachsen, doch meldete sich der Lockenkopf ausgerechnet mit einer Coverversion des Prince-Heulers Kiss zurück, bei dem ihm ausgerechnet die New Wave-Anarchisten Art of Noise zur Seite standen. Das waghalsige Kunststück funktionierte aber tatsächlich, und seine unbekümmerte, leicht augenzwinkernde Schamlosigkeit, sich mit der Pop-Generation der Neunziger einzulassen, bescherte Tom Jones dann auch ein fulminantes Comeback. Nach einem selbstironischen Auftritt in Tim Burtons SciFi-Groteske "Mars Attacks!" war es dann vor allem das Album "Reload" aus dem Jahre 1999, das mit Kollaborationen von Jones und u.a. den Cardigans, Manic Street Preachers, Stereophonics oder Robbie Williams nicht nur für Jones' Rückkehr an die Spitze der Charts sorgte, sondern den mitterweile Sechzigjährigen auch mit neuer Coolness versorgte.

2006 wurde Tom Jones dann zum OBE und konnte sich somit endgültig in die Reihe der nobilitierten Pop-Legenden einreihen, ohne jemals selbst als Songschreiber tätig gewesen zu sein. Das holte er schließlich auf seinem 25. Studioalbum namens "24 Hours" von 2008 nach, auf dem sich erstmals Eigenkompositionen des walisischen Sängers befanden.

Solo-Diskographie

  • 1965 Along Came Jones (USA: It's Not Unusual)
  • 1965 What's New, Pussycat?
  • 1966 From the Heart
  • 1967 Green, Green Grass of Home
  • 1968 Delilah
  • 1968 Help Yourself
  • 1969 This Is Tom Jones
  • 1969 The Tom Jones Fever Zone
  • 1970 Tom
  • 1970 I Who Have Nothing
  • 1971 She's a Lady
  • 1972 Close Up
  • 1973 The Body and Soul of Tom Jones
  • 1977 Say You'll Stay Until Tomorrow
  • 1978 I'm Coming Home
  • 1981 Darlin'
  • 1989 At This Moment
  • 1989 After Dark
  • 1991 Carrying a Torch
  • 1994 The Lead and How to Swing It
  • 1999 Reload
  • 2002 Mr. Jones
  • 2004 Tom Jones & Jools Holland
  • 2008 24 Hours
  • 2010 Praise & Blame

Kollaborationen

  • auf "Reload":
Burning Down the House mit The Cardigans
Mama Told Me Not to Come mit Stereophonics
Sex Bomb mit Mousse T.
Baby, It's Cold Outside mit Cerys Matthews
You Need Love Like I Do mit Heather Small

Referenzbands

Weblinks