Thin Lizzy

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Thin Lizzy
Thin Lizzy noch mit Phil Lynott (m.)
Thin Lizzy noch mit Phil Lynott (m.)
Herkunft: Dublin, Irland
Aktiver Zeitraum: 19691984, 19962001, seit 2004
Genres: Hardrock, Folkrock
Labels: Decca, Vertigo Records, Mercury, BMG, EMI, Deram, Warner Bros.
Homepage: ThinLizzyOnline.com
Line-Up:
Brian Downey: Schlagzeug (1969–83, 1996–98, seit 2010)
Scott Gorham: Gitarre, Gesang (1974–83, 1996–2001, seit 2004)
Darren Wharton: Keyboards, Gesang (1981–83, 1996–2001, seit 2010)
Marco Mendoza: Bass, Gesang (1996–2001, 2005–07, seit 2010)
Ricky Warwick: Gesang (seit 2010)
Damon Johnson: Gitarre (seit 2011)
Ehemalige Mitglieder:
Phil Lynott: Gesang, Bass (1969–1983)
Eric Bell: Gitarre, Gesang (1969–1973)
Gary Moore: Gitarre, Gesang (1974, 1977, 1978–1979)
Brian Robertson: Gitarre, Gesang (1974–1978)
Snowy White: Gitarre, Gesang (1980–1982)
John Sykes: Gesang, Gitarre (1982–1983, 1996–2001, 2004–2009)
Tommy Aldridge: Schlagzeug (1998–2001, 2007–2009)
Randy Gregg: B, Gesang (2004–2005)
Michael Lee: Schlagzeug (2004–2007)
Francesco DiCosmo: Bass, Gesang (2007–2009)
Vivian Campbell: Gitarre, Gesang (2010–2011)
Richard Fortus: Gitarre, Gesang (2011)

Thin Lizzy sind eine Hardrockband aus Dublin, die in den 1970er Jahren mit Hits wie Jailbreak oder The Boys Are Back in Town berühmt wurde und stilprägend auf viele weitere Rockbands wirkte. Ihr Frontmann und Gründungsmitglied Phil Lynott starb 1986, die Band macht seitdem mit wechselndem Lineup weiter.

Bandgeschichte

Thin Lizzy waren nach Them eine der ersten irischen Rockbands, die über die "Grüne Insel" hinaus Erfolg hatten. Gegründet Ende 1969 unter dem Einfluss besagter Garagenrocker um Van Morrison und mit Gitarrist Eric Bell und Organist Eric Wrixon sogar mit zwei ehemaligen Them-Mitgliedern in ihren Reihen machte sich die Band um Bassist, Sänger und Hauptkomponist Phil Lynott sowie dem noch heute amtierenden Drummer Brian Downey auf, dem aufblühenden Hardrock Großbritanniens eine eigene Note hinzuzufügen. Die ersten Releases hinterließen jedoch noch keinen bleibenden Eindruck und waren auch stilistisch noch unausgegoren, allerdings spielte der irische Folk schon eine wichtige Rolle, was sich 1972 auch im ersten großen Hit für Thin Lizzy äußern sollte: eine moderne Version des Irish Folk-Klassikers Whiskey in the Jar, den später auch Metallica noch covern sollten. Allerdings litt die Band unter einem instabilen Lineup (zwischendurch war auch mal Gary Moore als Interimsgitarrist dabei) und weiterhin schwachen Albenverkäufen, bis 1975 die Zeichen endlich günstig für Thin Lizzy standen: Mit den zwei neuen Gitarristen Brian Robertson und Scott Gorham wurde nicht nur das Thin Lizzy-Trademark des Gitarren-Duos etabliert, sondern es erschien auch das Album "Fighting", das die Iren erstmals britische Albumchartluft schnuppern ließ und den Boden für ihre Durchbruchs-LP "Jailbreak" im folgenden Jahr bereitete. Diese brachte mit The Boys Are Back in Town und dem Titeltrack zwei Klassiker im Bandrepertoire hervor und machte Thin Lizzy zu einer der erfolgreichsten britischen Hardrockbands der Siebzigerjahre.

Allerdings hielt der bandinterne Frieden nicht lange, obwohl mit dem noch 1976 erschienenen "Johnny the Fox" und "Bad Reputation" (1977) weitere Erfolgsalben erschienen und die Live-LP "Live and Dangerous" von 1978 fast die UK-Pole Position erreichte. Drogen lähmten die Band zusehends, und immer wieder zerstritt sich vor allem Lynott mit den nun wieder häufiger wechselnden Gitarristen (darunter erneut Gary Moore und Midge Ure von Ultravox). Neben der Veröffentlichung von Soloalben näherte sich Phil Lynott mit der Supergroup The Greedy Bastards aber auch dem neu aufgekommenen Punk-Lager an, da die Gruppe mit Steve Jones und Paul Cook gleich zwei Sex Pistols im Lineup hatte. Bis 1983 kennzeichneten weitere Ups and Downs den Weg von Thin Lizzy, dann löste sich die Band nach einem letzten Auftritt in Nürnberg auf. Ihr zuletzt immer Metal-lastigerer Sound hatte jedoch schon damals großen Eindruck auf die New Wave of British Heavy Metal gemacht und Thin Lizzy als einflussreiche Band etabliert.

Einer Reunion waren die Mitglieder danach trotzdem nicht abgeneigt gewesen, doch der Tod von Phil Lynott (Ursache war multiples Organversagen aufgrund der Drogensucht des Musikers) im Jahr 1986 machte diesen Plänen vorerst einen Strich durch die Rechnung. Erst zehn Jahre später machte ein aus Gründungs-, Langzeit- und anderen Mitgliedern bestehendes Lineup mit der Wiederbelebung von Thin Lizzy Ernst, wenn auch seitens der Band stets klargestellt wurde, dass man ohne Lynott kein neues Material unter dem alten Bandnamen schreiben wolle und lediglich dem Erbe der Band Tribut zollen werde. Unter diesem Vorsatz treten Thin Lizzy mit wechselnden Sängern (derzeit vertritt Ricky Warwick von The Almighty Lynott am Mikrofon) weiterhin live auf und haben 2000 auch ein Livealbum veröffentlicht.

Diskographie

Alben
  • 1971 Thin Lizzy
  • 1972 Shades of a Blue Orphanage
  • 1973 Vagabonds of the Western World
  • 1974 Nightlife
  • 1975 Fighting
  • 1976 Jailbreak
  • 1976 Johnny the Fox
  • 1977 Bad Reputation
  • 1978 Live and Dangerous
  • 1979 Black Rose: A Rock Legend
  • 1980 Chinatown
  • 1981 Renegade
  • 1983 Thunder and Lightning
  • 1983 Life
  • 2000 One Night Only

Referenzbands

Weblinks