The Who

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Genre

Line-Up

Bandgeschichte

1961 gründete Roger Daltrey die Band The Detours in London, zu der später noch John Entwistle, Pete Townshend, Doug Sandom und Colin Dawson dazu stießen. Dawson stieg bald als Sänger aus und Daltrey übernahm diesen Part. 1964 benennt sich die Band in The Who um, nachdem sie feststellen, dass es schon eine Band names The Detours gibt. Kurz darauf ersetzt Keith Moon Doug Sandom am Schlagzeug. Kurzzeitig nennen sie sich The High Numbers und bringen eine erfolglose Single heraus, nach der sie wieder The Who werden. Sie lernen Kit Lambert und Chris Stamp kennen, die einen Film über eine Band machen wollen und von nun an als Manager die Gruppe unter ihre Fittiche nehmen. Nach erfolgreichen Liveauftritten in London, gewinnen sie Shel Talmy (The Kinks) als Produzent. Ende 1965 haben sie mit My Generation ihren ersten Hit, müssen jedoch mit Roger Daltreys Ego kämpfen und werfen ihn kurzzeitig aus der Band. Nach einigen Vertragsstreitereien mit Decca Records und Produzent Talmy, müssen sie nach außergerichtlichen Einigungen viel Geld an Talmy bezahlen, was ihnen hohe Schulden einbringt. Auf das Debütalbum My Generation folgt A Quick One für das jedes der Bandmitglieder Songs beisteuert. Auf der folgenden USA-Tour erregen sie mit der (dato unüblichen) Angewohnheit ihre Instrumente auf der Bühne zu zertrümmern und Hotelzimmer zu verwüsten Aufsehen und erlangen einen gewissen Kultstatus.

Während der Erfolg in den USA anhält, bleibt er in der UK weitgehend aus. Das dritte Album The Who Sell Out ist auch weniger erfolgreich als die beiden vorherigen. Pete Townshend wendet sich indischer Mystik zu und kommt bald auf die Idee eine Art Rockoper zu schreiben, die von einem taubstummen und blinden Jungen handelt, der zu einem Messias wird. Tommy wird 1968 als Versuch produziert, die Band wieder nach oben zu bringen, obwohl das niemand wirklich erwartet. Beim ersten Erscheinen ist das Album dann auch kein großer Erfolg, wird jedoch live zu einer Sensation und beim Auftritt 1969 in Woodstock wird die Band mit den Songs von Tommy auf der ganzen Welt berühmt. Zusätzlich tritt die Band mit dem Album auch in Opernhäusern auf und das Werk wird auch als Musical so berühmt, dass es für immer als Markenzeichen für The Who gilt. Doch auch die nächste Platte, das Livealbum Live At Leeds wird ein großer Erfolg. Ende 1970 wird von Pete Townshend ein Filmprojekt geplant und in Angriff genommen, bei dem es um einen Jungen geht, der ein nicht endendes Konzert gibt und der Menschheit mit dem Entdecken des fehlenden Akkords ins Nirvana führt. Das Ganze soll live mit echtem Publikum umgesetzt werden, jedoch erweist sich die Idee als Flop, weil die Zuschauer nur die bekannten Songs hören wollen und das Konzept nicht aufgeht. Stattdessen nimmt die Band mit den Songs des Projekts das Album Who's Next auf und ist damit erfolgreich, Songs wie Behind Blue Eyes werden Hits. Mit dem anhaltenden Ruhm versuchen die Bandmitglied aus Pete Townshends Schatten zu treten und wagen sich an Soloprojekte, was sich zumindest für Roger Daltrey als erfolgreich erweist. Gleichzeitig findet er heraus, dass Kit Lambert und Chris Stamp die Finanzen Geschäfte der Band jahrelang missbraucht haben. Er will sie als Manager feuern, doch Pete Townshend ist dagegen, was zu Streitigkeiten innerhalb der Band führt.

Nichtsdestotrotz arbeitet Townshend am nächsten Album, einer weiteren Rockoper über einen Motorradfahrer, dessen Persönlichkeit sich nach zu viel Speed in vier Teile splittet, die dann jeweils ein Bandmitglied von The Who repräsentieren. Was als Quadrophenia konzipiert ist, führt bei den Aufnahmen zu erheblichen technischen Problemen. Gleichzeitig leidet Keith Moon unter der Trennung von seiner Frau und seiner Tochter, ertrinkt seine Sorgen in Alkohol und bricht zu Beginn der US-Tour während des ersten Konzerts in San Francisco zusammen. Das Erscheinen der Filmversion von Tommy macht alles noch schwieriger, weil Townshend nicht zufrieden mit dem Ergebnis ist, während Daltrey sich im neuen Ruhm sonnt, den er durch die Hauptrolle im Film erlangt hat. Townshend greift zum Alkohol und verliert die Motivation für die Band, er streitet sich öffentlich ständig mit Daltrey und das Erscheinen des Albums The Who By Numbers wird von diesen Problemen überschattet. Nach zwei erfolgreichen Touren 1975 und 1976 muss die Band das Touren aufgeben, da man bei Pete Townshend Tinnitus diagnostiziert. 1977 trennen sie sich endgültig von ihren Managern und Townshend scheint am Ende zu sein. Trotzdem macht die Band weiter und 1978 erscheinen das Album Who Are You und der Dokumentarfilm The Kids Are Alright, beide sehr erfolgreich. Im September desselben Jahres stirbt Keith Moon an einer Überdosis Pillen. Auch wenn sein Tod zunächst als das Ende von The Who erscheint, machen sie weiter. Der Film Quadrophenia erscheint, Kenney Jones wird als neuer Schlagzeuger angeheuert und John Bundrick kommt am Keyboard dazu. Auch wenn die darauf folgende Tour erfolgreich ist, kommt sofort der nächste Schicksalsschlag: im Dezember 1979 werden bei einem Konzert elf Fans zu Tode getrampelt.

Pete Townshend veröffentlicht 1980 ein Soloalbum, fällt aber gleichzeitig durch seinen übermäßigen Alkohol-, Kokain- und schließlich Heroinkonsum auf. Das The Who-Album Face Dances wird von der Kritik zerissen und nach einer fast tödlichen Überdosis Heroin geht Townshend auf Entzug. Danach erscheint das politisch motivierte Album It's Hard, dem jedoch auch kein Erfolg gegönnt ist. 1982 bahnt sich das Ende der Band an, die US-Tour in diesem Jahr gilt als Abschiedstour, das Album Siege wird nicht mehr vollendet, weil Townshend sich davon überfordert füllt. Im Dezember 1983 wird die Auflösung der Band bekannt gegeben. Nur zwei Jahre und einige Solowege später findet sich die Band 1985 für einen Auftritt bei Live Aid wieder zusammen, ebenso 1988 als sie den BPI Life Achievement Award erhalten. Für ein Musikprojekt von Pete Townshend nehmen sie zwei Songs als The Who auf und 1989 gehen sie schließlich wieder auf Tour, die als Jubiläumstour gehandelt wird. Danach wird es wieder ruhig um die Band, Daltrey und Townshend gehen wieder getrennte Wege, 1996 jedoch führen sie Quadrophenia gemeinsam auf und gehen wieder eine Zeitlang auf Tour, 2004 werden nochmal zwei Songs veröffentlicht und ein Album wird angekündigt, dann jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben. 2006 gibt es weitere Auftritte, ein Minialbum erscheint im Sommer und bei der ersten Welttournee der Band seit Jahren sind neben Daltrey, Townshend und Bundrick auch Zak Starkey, Simon Townshend und Pino Palladino dabei. Im Oktober desselben Jahres erscheint dann tatsächlich mit Endless Wire ein komplett neues Album, das von den Kritiken meist verhalten aufgenommen wird, sich aber in den Charts durchaus behaupten kann (in England und den USA gelangt es in die Top 10).

Diskographie

Singles/EPs

Live

  • 1970 Live At Leeds
  • 1984 Who's Last
  • 1989 Join Together
  • 2003 Live At The Royal Albert Hall

Compilations

  • 1968 Direct Hits
  • 1968 Magic Bus
  • 1971 Meaty, Beaty, Big And Bouncy
  • 1974 Odds and Sods
  • 1975 Tommy (Soundtrack)
  • 1976 The Story Of The Who
  • 1979 The Kids Are Alright (Soundtrack)
  • 1979 Quadrophenia (Soundtrack)
  • 1982 Hooligans
  • 1983 Greatest Hits
  • 1985 Who's Missing
  • 1987 Two's Missing
  • 1988 Who's Better, Who's Best
  • 1994 30 Years Of Maximum R&B
  • 1996 My Generation: The Very Best Of The Who
  • 2000 BBC Sessions
  • 2002 The Ultimate Collection
  • 2004 The Who: Then And Now
DVDs

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH S F NOR FIN NZ
1965 My Generation 14 5 - - - - - 2 - -
1966 A Quick One - 4 - - - - - 19 - -
1967 The Who Sell Out 15 13 48 - - - - - - -
1969 Tommy - 2 4 - - - - - - -
1970 Live At Leeds 8 3 4 - - - - 13 - -
1971 Who's Next 18
1
4 - - - - 6 - -
1971 Meaty, Beaty, Big And Bouncy - 9 11 - - - - - - -
1973 Quadrophenia 7 2 2 8 - - - - - -
1974 Odds And Sods 46 10 15 - - - - - - -
1975 Tommy (Soundtrack) 50 30 - - - - - - - -
1975 The Who By Numbers - 7 8 - - - - - - -
1976 The Story Of The Who - 2 - - - - - - - -
1978 Who Are You 49 6 2 - - 27 - 21 - -
1979 The Kids Are Alright (Soundtrack) - 26 8 - - - - - - -
1979 Quadrophenia (Soundtrack) - 23 46 - - - - - - -
1981 Face Dances 29 2 4 - - 17 - 19 - -
1983 It's Hard - 11 8 - - 47 - 28 - -
1988 Who's Better, Who's Best - 10 - - - - - - - -
1989 Join Together - - 188 - - - - - - -
1996 My Generation: The Very Best Of - 11 - - - - - - - -
2000 BBC Sessions - 24 101 - - - - - - -
2002 The Ultimate Collection - 17 31 - - - - - - -
2003 Live At The Royal Albert Hall 43 - - - - - - - - -
2004 The Who: Then And Now - - 57 - - - - - - -
2006 Endless Wire 34 9 7 28 51 - 62 23 - -
2007 The Who: Then And Now - 9 - - - - - - - -
Singles
1965 I Can't Explain - 8 93 - - - - - - -
1965 Anyway, Anyhow, Anywhere - 10 - - - - - - - -
1965 My Generation 6 10 74 - - - - - - -
1966 Substitute 13 5 - - - - - - - -
1966 A Legal Matter - 32 - - - - - - - -
1966 I'm A Boy 10 2 - - - - - 4 - -
1966 Ready Steady Who EP -
1
- - - - - - - -
1966 Happy Jack 4 3 24 - - - - 4 - -
1966 A Quick One - 4 - - - - - - - -
1967 Pictures Of Lily 5 4 51 - - - - - - -
1967 I Can See For Miles 37 10 9 - - - - - - -
1968 Dogs 40 25 - - - - - - - -
1968 Magic Bus 20 26 25 - - - - - - -
1969 Pinball Wizard 25 4 19 - - - - - - -
1969 I'm Free 18 - - - - - - - - -
1970 The Seeker 18 19 44 - - - - - - -
1970 Summertime Blues 19 38 27 - - - - - - -
1971 Won't Get Fooled Again 27 9 15 - - - - - - -
1971 Let's See Action 43 16 - - - - - - - -
1972 Join Together 23 9 17 - 9 - - - - -
1972 The Relay 28 21 39 - - - - - - -
1973 5:15 46 20 - - - - - - - -
1975 Squeeze Box - 10 16 - - - - - - -
1978 Who Are You - 18 14 - - - - - - -
1981 You Better You Bet - 9 18 - - - - - - -
1982 Athena - 40 28 - - - - - - -
1983 Eminence Front - - 68 - - - - - - -
2006 Wire And Glass 58 - - 31 83 - - - - 39

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts
NME
1974 Odds And Sods
19
1975 The Who By Numbers
10
1978 Who Are You
17

All-Time-Charts

My Generation
A Quick One (Happy Jack)
The Who Sell Out
Tommy
Live at Leeds
Who's Next
Quadrophenia
I Can't Explain (Song)
The Kids Are Alright (Song)
Substitute (Song)
I Can See For Miles (Song)
My Generation (Song)

Kompilationsbeiträge

  • Baba O'Riley auf den Soundtracks zu Summer Of Sam, Prefontaine und The Girl Next Door
  • A Quick One While He's Away' auf dem Soundtrack zu Rushmore
  • Bell Boy auf dem Soundtrack zu Bringing Out The Dead
  • Getting In Tune auf dem Soundtrack zu Jerry Maguire
  • I Can See For Miles auf dem Soundtrack zu Apollo 13
  • Magic Bus auf dem Soundtrack zu Goodfellas und Jerry Maguire
  • My Generation auf dem Soundtrack zu Austin Powers: The Spy Who Shagged Me
  • Sparks auf dem Soundtrack zu Almost Famous
  • Substitute'' auf dem Soundtrack zu School Of Rock
  • The Seeker auf dem Soundtrack zu The Limey
  • Who Are You auf dem Soundtrack zu Bad Timing und Charlie's Angels: Full Throttle
  • Won't Get Fooled Again auf dem Soundtrack zu Summer Of Sam, Outside Providence und Bewitched
  • 1999 The Seeker auf American Beauty (O.S.T.)
  • 2004 Won't Get Fooled Again auf C.S.I.: Miami (O.S.T.)

Trivia

  • Für alle drei C.S.I.-Serien werden Songs von The Who als Titelsong verwendet: Who Are You für C.S.I., Won't Get Fooled Again für C.S.I.: Miami und Baba O'Riley für C.S.I.: NY

Referenzbands

Coverversionen

Videoclips

Weblinks