The White Stripes

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The White Stripes
The White Stripes live am 19. Juni 2007 in New York
The White Stripes live am 19. Juni 2007 in New York
Herkunft: Detroit, Michigan, USA
Aktiver Zeitraum: 1997-2011
Genres: Garage-Punk
Garage-Rock
Blues
Labels: Sympathy For The Record
V2 Records
XL Recordings
Homepage: whitestripes.com
Line-Up:
Jack White (Gesang & Gitarre)
Meg White (Schlagzeug)

The White Stripes waren eine der bekanntesten und erfolgreichsten Alternative-Rock-Bands aus den USA.

Bandgeschichte

Die Band wurde Gerüchten zufolge am 14. Juli 1997 gegründet. Ihren ersten Auftritt hatten sie auf einer Veranstaltung für Newcomer, bei der nur zehn bis fünfzehn Leute anwesend waren. Der Auftritt kam sehr gut an, was Jack vor allem auf Megs kindliches Schlagzeugspiel zurückführte. Zu dieser Zeit spielte Jack noch in zwei anderen Bands ("2 Star Tabernacle" und "The Go"), da die "White Stripes" jedoch in der Detroiter Szene immer bekannter wurden, entschloss sich Jack, die anderen beiden Bands zu verlassen, um sich vollends auf die "Stripes" zu konzentrieren. 1998 brachte die Band ihre ersten beiden Singles auf dem Independentlabel "Italy Records" heraus. In den Jahren 1999 und 2000 erschienen auf dem Label Sympathy For The Record Industry die Alben The White Stripes und De Stijl (angelehnt an eine niederländische Kunstrichtung), und zwar zunächst (bis 2002) ausschließlich auf Vinyl, sowie eine Reihe weiterer Vinyl-Singles.

Im Zuge der Hype-Welle um Retro-Bands im Jahre 2002 wurde das Ende 2001 veröffentlichte Album White Blood Cells ihr erster internationaler Erfolg. Der Nachfolger Elephant (2003) brachte den beiden nun den kommerziellen Durchbruch und wurde von den meisten Kritikern einhellig gelobt. Das Album schaffte es auf Anhieb auf Platz 1 der UK-Charts und erreichte Platz 6 der Billboard Album Charts in den USA. Die erste Single-Auskopplung "Seven Nation Army" mit dem genial simplen Riff wurde ihr bisher bekanntester Song. Die Melodie wird sogar in Fußballstadien von Fans (meist italienischen, jedoch auch von deutschen) angestimmt. Im selben Jahr erhielt die Band 2 Grammys in den Kategorien "Best Alternative Music Album" (Elephant) und "Best Rock Song" (Seven Nation Army). Am 22. November 2004 erschien mit "Under Blackpool Lights" eine Live-DVD der besonderen Art, komplett im Super8-Format gefilmt.

Get Behind Me Satan, das Folgealbum zum großen kommerziellen Durchbruch, erschien 2005 und erwies sich musikalisch als das vielseitigste White Stripes Werk: von reinen Klavierballaden bis zum Einsatz von Marimbas reichte das Spektrum. 2006 steht die Band vor Gericht, weil Produzent und Studiobesitzer Jim Diamond behauptet, er wäre mitverantwortlich für den Sound der ersten beiden Alben und, wegen mangelnder Anerkennung, Entschädigung verlangt. Die White Stripes gewinnen den Fall jedoch, nachdem sich die Jury nur zwanzig Minuten beraten muss.

2007 unterschreibt die Band einen neuen Vertrag bei Warner Bros. (nachdem V2 dichtgemacht hatte), wo im selben Jahr das sechste Album Icky Thump erscheint. Die gleichnamige Single wird zum bisher größten Erfolg der Band in den USA, ebenso wie in England, wo die Single zur erfolgreichsten Vinyl-Veröffentlichung überhaupt wird.

Nach einer längeren Ruhepause gibt die Band Anfang 2011 ihre Auflösung bekannt. In einem Statement heißt es, dass weder Konflikte noch gesundheitliche Gründe eine Rolle spielten, sondern dass "das Schöne und Besondere der Band erhalten bleiben soll".

Trivia

  • Jack und Megan Martha White betonen zwar immer, dass sie Geschwister sind, mehrere US-Zeitungen veröffentlichten jedoch Dokumente (u.a. die Scheidungspapiere), die belegen sollen, dass die beiden ein geschiedenes Ehepaar sind; außerdem beträgt ihr Altersunterschied nur sieben Monate.
  • Filmauftritte: Die White Stripes sind in einer Episode in Jim Jarmuschs Coffee and Cigarettes (2003) zu sehen, außerdem spielt Jack White einen Landstreicher/Musiker in dem US-Bürgerkriegsfilm Cold Mountain (2003). Im September 2006 sind die beiden auch in einer Folge der Simpsons zu sehen.
  • Das Design sämtlicher Veröffentlichungen, ihrer Website sowie ihrer Instrumente und ihrer Kleidung bei öffentlichen Auftritten besteht immer nur aus drei Farben: schwarz, rot und weiß.
  • Die b-Seite von Hardest Button To Button (St. Ides Of March) wurde im April 2003 während eines Soundchecks in Berlin aufgenommen.
  • In den letzten Jahren hat sich Jack White angewöhnt, als Single-b-Seiten Coverversionen der White Stripes-Support-Bands aufzunehmen (Bsp: Brendan Benson, The Greenhornes, Blanche)
  • Obwohl der berühmte Anfang von Seven Nation Army wie ein Basslauf klingt ist traditionell bei den White Stripes kein Bass verwendet worden.
  • Im Video zu The Hardest Button to Button hat Beck einen fünfsekündigen Gastauftritt.
  • XL Recordings-Gründer Richard Russell und Filmkomponistin Jody Talbot veröffentlichen 2006 ein Album mit orchestralen Versionen von zehn White Stripes-Songs unter dem Namen Aluminium. Die Stücke klingen dabei jedoch nicht nach reiner klassischer Musik, sondern werden mit den modernen Mitteln der Filmmusik umgesetzt. [1] [2]

Diskografie

Profil [3] bei Discogs

* für die Diskografie siehe den Artikel The-White-Stripes-Diskographie

Kollaborationen

Referenzkasten

The White Stripes

  • The Big Three Killed My Baby: die Big Three in dem Song sind die drei größten Autofirmen Amerikas GM, Ford und Chrysler.

De Stijl

White Blood Cells

  • Hotel Yorba: das Hotel Yorba steht in Detroit
  • Union Forever: Jack White zitiert eine Rede Orson Welles aus Citizen Kane (There is a man / A certain man / And for the poor you may be sure / That he'll do all he can / Who is this one? / Who's favourite son? / Just by his action has the traction / Magnets on the run / Who likes to smoke / Enjoys a joke / And wouldn't get a bit / Upset if he were really broke / With wealth and fame / He's still the same / I'll bet you five you're not alive / If you don't know his name). Auch der Anfang des Sure I'm C.F.K. / But you gotta love me bezieht sich auf Charles Foster Kane, die Hauptfigur in Citizen Kane

Referenzbands

Coverversionen & Remixe

siehe den Artikel The-White-Stripes-Coverversionen

MP3s

Literatur

  • Denise Sullivan: The White Stripes – Renitenz und Rock'n'Roll, 2005, Hannibal-Verlag, ISBN 3-85445-253-5

Weblinks