The Refuzors

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The Refuzors
The Refuzors ca. 1980(v.l. Mike Refuzor, Roach Refuzor, Danny Refuzor)
The Refuzors ca. 1980
(v.l. Mike Refuzor, Roach Refuzor, Danny Refuzor)
Herkunft: Seattle, Washington, USA
Aktiver Zeitraum: 19781989, 1993, seot 2008
Genres: Punk
Labels: Bag of Hammers
Homepage: Blogeintrag über die Refuzors
Line-Up:
Mike "Mike Refuzor" Lambert: Gesang, Bass
Danny "Danny Refuzor" Barton: Gesang, Gitarre
Dan "Roach Refuzor" Bradshaw: Schlagzeug, Gesang
Ehemalige Mitglieder:
Al Dams: Gitarre
Renee Refuzor: Gesang (1984)
Ward Nelson: Gitarre (1984)

The Refuzors waren eine Band aus Seattle, die zu den ersten Punkrock-Gruppen der Stadt zählte. Die Refuzors existierten von 1978 bis etwa 1989, veröffentlichten ihren ersten und einzigen Tonträger jedoch erst 1993, um sich danach erneut aufzulösen. Ende der 2000er reformierte sich die Band erneut; 2015 starb Schlagzeuger Roach Refuzor.

Bandgeschichte

The Refuzors gehörten zur ersten Garde der Punkrockbands aus Seattle, die im Gefolge der Sex Pistols und Ramones den dreckigen Drei-Akkord-Rock'n'Roll für sich entdeckten. Ende der 1970er Jahre kamen die programmatisch künstlerbenamsten Mike Refuzor (bürgerlich Mike Lambert) (Bass), Danny Refuzor (Gitarre, geboren als Danny Barton) und Roach Refuzor (alias Dan Bradshaw, Schlagzeug) zu einem Trio zusammen und schleuderten ihren dreckigen Straßenrock der im Entstehen begriffenen Punkszene von Seattle entgegen. Die Bühne teilten sie sich dabei unter anderem mit anderen frühen und heute längst vergessenen Punkbands wie The Dils, Negative Trend, Short Sirkit oder Solger. 1981 steuerten die Refuzors das Stück White Pride zur ersten Seattle-Punk-Kompilation "Seattle Syndrome Vol. 1" bei, das textlich Bezug auf eine Anklage eines Kritikers nahm, welcher der Band und insbesondere "Lead"sänger Mike Refuzor wegen des Tragens einer schwarzen Lederjacke (!) faschistische Tendenzen vorwarf.[1] 1984 erweiterte sich das Lineup der Band um die Sängerin und Schwester des Garagenrock-Kings Rob Vasquez (u.a. The Nights and Days), Renee Vasquez (standesgemäß unter Renee Refuzor firmierend) sowie den zweiten Gitarristen Ward Nelson (später bei Crisis Party).

Trotz ihrer energetischen bis skandalumwitterten Liveshows – bei denen zum Fan-Lieblingssong Splat Goes the Cat (!) auch schon mal eine tote Katze geschwungen wurde[2] – gingen die Refuzors Ende der 1980er ihrer Auflösung entgegen, wobei unter anderem Drogen, Alkohol sowie der allmähliche Wandel des Seattle-Undergrounds in Richtung Grunge eine Rolle spielten. 1993 reformierte Mike Refuzor seine Band jedoch noch einmal, um für das Kleinlabel Bag of Hammers endlich die erste (und einzige) Single mit den Tracks I Think I Lost My Faith und Jim Jones einzuspielen. Von den alten Bandkollegen war nun allerdings nur noch Danny Refuzor dabei, ansonsten halfen anderen Szeneveteranen (u.a. von The Accüsed) aus.[3]

Nach dem Release lösten sich The Refuzors recht schnell wieder auf. Auf dem Label Idol Records erschien zudem im Jahr 1997 die Kompilation "Flashback", auf der zehn Tracks der Band versammelt waren. Mike Refuzor erlitt Anfang der 2000er einen Schlaganfall, ist mittlerweile aber wieder genesen.[1] Seit etwa 2008 war die Band auch wieder live aktiv. Allerdings starb Drummer Roach Refuzor im Februar 2015.

Diskographie

Singles/EPs
Sonstige

Kompilationsbeiträge

Trivia

  • Die Walkabouts hatten ihren ersten Auftritt im Vorprogramm der Refuzors, für den sie 35 Dollar Gage erhielten.

Referenzbands

Weblinks

Quellen

  1. 1,0 1,1 "The Refuzors Find Their Faith", Blog-Eintrag vom 17. März 2009
  2. Zeitungsartikel über eine Refuzors-Show
  3. Details zur Single bei discogs.com