The Prodigy

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
The Prodigy
Maxim Reality und Keith Flint von The Prodigybei Rock im Park 2008
Maxim Reality und Keith Flint von The Prodigy
bei Rock im Park 2008
Herkunft: Braintree, Essex, England
Aktiver Zeitraum: seit 1990
Genres: Big Beat, Rave, Drum'n'Bass, Electronica
Labels: XL Recordings
Take Me to the Hospital
Homepage: TheProdigy.com
Line-Up:
Liam Howlett: Keyboard, Programmierung
Keith Flint: Gesang, Tanz
Maxim Reality (alias Keeti Palmer): Gesang (offiziell seit 1993)
Ehemalige Mitglieder:
Leeroy Thornhill: Tanz (bis 2000)
Sharky: Gesang (bis 1991)

Die 1990 gegründeten The Prodigy waren einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Rave- und Big Beat-Acts der 1990er Jahre. Mit Alben wie "Music for the Jilted Generation" und "The Fat of the Land" sowie Singles wie Firestarter und Smack My Bitch Up verknüpfte die Band um ihren künstlerischen Kopf Liam Howlett Einflüsse aus HipHop, Techno, Rave, Rock, Drum'n'Bass und orientalischen Sounds, die sich stilprägend auf die elektronische Musik seit den Neunzigerjahren auswirkten.

Bandgeschichte

Liam Howlett, das kreative Zentrum der Band, wächst in Braintree auf, lernt früh Klavier spielen und interessiert sich ab Mitte der 1980er für Hip Hop. Nach Erfahrungen als DJ wechselt sein Musikinteresse zur elektronischen Musik, und er beginnt ab 1988 selbst Stücke zu produzieren. 1990 entsteht seine erste EP What Evil Lurks, die 1991 nochmals veröffentlicht wird, nachdem Howlett Keith Flint und Leeroy Thornhill getroffen hat und mit ihnen The Prodigy als Band gründet. Sie kommen bei XL Recordings unter, und die zweite Single Charly wird schon ein richtiger Hit und erreicht Platz 3 der UK-Charts. Die nächsten beiden Singles werden Top-10-Hits und 1992 erscheint (für Ravemusik-Verhältnisse ungewöhnlich) das Album "Experience", das es auf Platz 12 der Albumcharts schafft.

1993 kommt Maxim Reality, der schon seit 1990 The Prodigy gelegentlich live als MC unterstützte, als viertes Bandmitglied hinzu, und 1994 erscheint die nächste Single No Good (Start the Dance), die schon die erste Stiländerung in der Musik der Band ankündigt, welche sich dann mit dem folgenden Album "Music for the Jilted Generation" vollzieht. Die Musik geht deutlich einen Schritt weiter als die übliche Ravemusik in Richtung Drum'n'Bass, was deutlich an der nächsten, von einem Gitarrensound geprägten Single Voodoo People zu sehen ist. Das Album wird die erste Nummer 1 für die Band, nach dem Erfolg folgt eine Welttournee, welche die Band auch als Liveact etabliert. In Folge dieser Entwicklung tritt Keith Flint immer deutlicher als Frontmann in Erscheinung, was mit der 1996 erscheinenden Single Firestarter den ersten Höhepunkt erreicht. Obwohl Howlett immer noch für die Musik verantwortlich ist, liegt das Augenmerk nun auf Flint's exzentrischem Auftreten und Gesang, sein furchteinflössender Auftritt im Firestarter-Clip zur Single (die es auf Platz 1 schafft) führt fast dazu, dass das Video nicht mehr gezeigt wird.

Mit Firestarter erreicht die Band nun auch zum ersten Mal die USA und als 1997 das Album "The Fat of the Land" erscheint, sind The Prodigy zum internationalen Phänomen geworden: Platz 1 in der UK, USA und Deutschland, das am schnellsten verkaufte Album in Großbritannien und sogar eine Grammy-Nominierung. Die nächste Single Smack My Bitch Up wird wegen ihres Textes kontrovers aufgenommen, das Video von Jonas Åkerlund macht den Skandal nur noch größer und wird, wenn überhaupt, nur nachts gezeigt.

Nach all dem Erfolg und Aufsehen wird es danach sehr ruhig um die Band. 1999 erscheint The Dirtchamber Sessions unter dem Namen der Band, obwohl nur Liam Howlett eine Ansammlung von Remixes zusammengestellt hat. Außer Gerüchten passiert jahrelang nichts, 2002 erscheint plötzlich die Single Baby's Got a Temper, von der sich Howlett aber später distanziert. Leeroy Thornhill steigt kurz darauf aus und obwohl Maxim und Keith Flint noch als Mitglieder gelten, sind sie auf dem 2004 erscheinenden Album "Always Outnumbered, Never Outgunned" nicht dabei. Das Album wird von Kritikern verrissen und kann, trotz einer kurzen Nr.1-Platzierung, auch nicht an den kommerziellen Erfolg des Vorgängers anknüpfen. 2005 erscheint die Single-Compilation "Their Law: Singles" mit beachtlichem Erfolg. Im Januar 2007 gründet die Band ihr eigenes Label Take Me to the Hospital, auf dem auch 2009 das nächste Album "Invaders Must Die" erscheint. Das gerät zum erneuten Nr.1-Hit und die Single Omen wird dabei zur erfolgreichsten Single der Band seit Breathe (1996).

Kollaborationen

Diskographie

Alben

Singles/EPs

Sonstiges

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH S F NOR FIN NZ
1992 Experience 75 12 - - - - - - - -
1994 Music for the Jilted Generation 11
1
198 7 9 4 - 12 - -
1997 The Fat of the Land
1
1
1
1
1
1
2
1
1
-
1999 The Dirtchamber Sessions Vol.1 - - - - - 35 - - 24 -
2004 Always Outnumbered, Never Outgunned 6
1
62 8 3 34 17 2 7 20
2005 Their Law: Singles 1990-2005 45
1
- 34 40 - - 26 38 11
2009 Invaders Must Die 3
1
58 5
1
23 22 10 9 4
Singles
1991 Charly - 3 - - - - - - - -
1991 Everybody in the Place - 2 - - - - - - - -
1992 Fire / Jericho - 11 - - - - - - - -
1992 Out Of Space 15 5 - - 30 24 - - - -
1993 Wind It Up (Rewound) - 11 - - 16 - - - - -
1993 One Love - 8 - - 30 28 - - - -
1994 No Good (Start The Dance) 4 4 - 6 8 22 - 7 - -
1994 Voodoo People - 13 - - 36 32 - - - -
1995 Poison - 15 - - 23 24 - 5 - -
1996 Firestarter 6
1
30 8 11 2 -
1
1
-
1996 Breathe 8
1
- 6 5
1
26
1
1
-
1997 Smack My Bitch Up 51 8 89 - - 13 - 8
1
-
2002 Baby's Got a Temper 37 5 - 35 31 33 73 13 7 50
2004 Girls - 19 - - - - - - 18 -
2009 Omen 28 4 - 22 4 - 61 - - -
2009 Invaders Must Die - 49 - - 62 - - - - -
2009 Warrior's Dance 63 9 - 54 - - - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
Spex NME Musikexpress Spex Musikexpress Rolling Stone Visions Les Inrocks
1994 Music for the Jilted Generation
-
9
33
- - - - -
1997 The Fat of the Land
-
17
1
- 3 15 2 -
Singles
1996 Firestarter
9
4
-
6 - - 2 -
1997 Breathe
-
23
-
9 9 9 11 10
1997 Smack My Bitch Up
-
-
-
- - - 2 -

All-Time-Charts

Music for the Jilted Generation
The Fat of the Land

Kompilationsbeiträge

Referenzbands

Coverversionen

The Prodigy covern...

The Prodigy werden gecovert von...

Videoclips

Weblinks

Siehe auch