The Meyce

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The Meyce
Herkunft: Seattle, Washington, USA
Aktiver Zeitraum: 19751977
Genres: Punkrock
Line-Up:
Jim Basnight: Gesang, Gitarre
Paul Hood: Bass
Pam Lillig: Gitarre (1977)
Lee Lumsden: Schlagzeug
Ehemalige Mitglieder:
Jennie Skirvin: Gesang (1975)

The Meyce waren neben The Telepaths und The Tupperwares eine der der allerersten Punkbands aus Seattle.

Bandgeschichte

Im Jahre 1975, bevor man in der verschlafenen nordwestamerikanischen Stadt Seattle überhaupt wusste, was unter dem Begriff Punk zu verstehen war, existierten bereits einige Bands, die zunächst einfach keine Lust auf das damals übliche Covern von Stadionrock-Hits hatten, sondern – als erste Vertreter des Do It Yourself – einfach Musik machen wollten, die ihnen Spaß machte. Dazu gehörten neben den Proto-Gothics The Tupperwares und den Art-Punks The Telepaths auch The Meyce (sprich: mice), die aus den New York Dolls-Glam-Freaks The Luvaboys hervorgegangen waren. Deren Frontmann war der gerade mal achtzehn Jahre alte Jim Basnight gewesen, der sich beim einzigen Auftritt der Band in der Roosevelt High School mit silberner Farbe übergoss und dafür von ortsansässigen Rednecks auch prompt verprügelt worden war. Mit seiner neuen Band arbeitete Basnight nun daran, seine unterschiedlichen Einflüsse aus Glamrock, Power-Pop, Sixties-Beat, Country und Garagenrock in einen neuen Sound zu übertragen. Mit dabei war sein Schulfreund Paul Hood am Bass (zuvor ebenfalls bei den Luvaboys) und Underground-Impresario Lee Lumsden, der zusammen mit Basnight das Fanzine "Chatterbox" ins Leben gerufen hatte und als eine der wichtigsten unbesungenen Figuren der Ur-Punk-Szene von Seattle gilt. Anfangs war auch noch Basnights Freundin Jennie Skirvin als zweite Sängerin mit dabei.

Zusammen mit den erwähnten Tupperwares und Telepaths waren The Meyce schließlich für den "Urknall des Punk" in Seattle verantwortlich, denn so wurde die nach den Anfangsbuchstaben der Bands benannte "TMT Show" vom 1. Mai 1976 genannt, bei der die drei Gruppen öffentlich zusammen auftraten und ein Zeichen für die noch unorganisierte Underground-Musikszene von Seattle setzten. Danach verschrieben sich die mittlerweile zum Trio aus Basnight, Hood und Lumsden geschrumpfte Gruppe ein hartes Arbeitspensum, so dass sie schließlich fünf Tage die Woche vier Stunden probten, schließlich über hundert Songs geschrieben und auch ein Demotape aufgenommmen hatten. So empfahlen sie sich im Jahr 1977 schließlich als Vorgruppe für die Punk-Gottväter der Ramones, als die im Juni des Jahres nach Seattle kamen. Dieser Auftritt vor über 800 Zuschauern markierte den Höhepunkt, gleichzeitig aber auch das Ende der Meyce, denn trotz neuer Gitarristin Pam Lillig zeichneten sich private Veränderungen im Lineup ab, welche die Band schließlich zur Auflösung brachten. Jim Basnight nahm noch in Seattle eine Solosingle auf und zog dann für sechs Jahre nach New York, während Bassist Paul Hood sich den durch die "TMT Show" vom Country zum Punk bekehrten The Enemy anschloss.

Referenzbands

Weblinks