The Kinks

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The Kinks gelten als einer der größten Einflüsse für Bands der neueren Musikgeschichte, insbesondere für die Bands der Britpop-Welle der 90er.

Genre

Line-Up


Bandgeschichte

Die Kinks werden zu Beginn des Jahres 1964 von den Brüder Ray und Dave Davies gegründet. Zuvor haben die beiden schon als Teenager zusammen Musik gemacht, 1963 gründen sie mit Pete Quaife und Mickey Willet die Band The Ravens. Als die Band dann bei Pye unter Vertrag kommt, wechseln sie ihren Namen (der neue Name The Kinks stammt von Manager Larry Page) und ihren Schlagzeuger. Die ersten beiden Singles sind Flops, doch die dritte Single You Really Got Me wird zum Nr.1-Hit und macht die Band berühmt. Als Songwriter fungiert bei fast allen Stücken der Band Ray Davies, die Musik ist zu Beginn am Rhythm & Blues orientiert und relativ simpel komponiert. Während der nächsten 2 Jahre entwickelt sich die Band musikalisch und textlich, während ihre Musik ständig in den Hitparaden vertreten ist (z.B. Tired Of Waiting For You, Everybody's Gonna Be Happy). Doch es gibt auch Probleme, u.a. Ray Davies' exzentrisches Verhalten und eine gewisse Aggression bei Liveauftritten, die einmal zum Kampf auf der Bühne zwischen Mick Avory und Dave Davies führt. Außerdem darf die Band nach einer USA-Tour nicht mehr in dem Land auftreten. Trotzdem werden die Songs anspruchsvoller und sozialkritischer, die Nr.1-Single Sunny Afternoon beschäftigt sich mit Klassenverhältnissen und Kapitalismus, das Album Dead End Street prangert die Lage der Arbeiterschicht an.

Trotz Kritikerlob nimmt der kommerzielle Erfolg 1968 mit den Konzeptalben The Kinks Are The Village Green Preservation Society und Arthur Or The Decline And Fall Of The British Empire deutlich ab. 1969 verlässt Pete Quaife die Band und wird durch John Dalton ersetzt. Mit der Single Lola haben die Kinks 1970 wieder einen Hit (zudem einen, der sich mit Transvestiten beschäftigt) in Großbritannien und zum ersten Mal auch in den USA. Da auch das darauffolgende Album Lola Vs. Powerman And The Moneygoround Part One (welches die Musikindustrie und die Manager der Band stark kritisiert) dort sehr erfolgreich ist, tourt die Band lange durch die USA und tritt kaum noch in der UK auf. 1971 wechselt die Band vom Label Pye zum Major RCA. Die Musik wird experimenteller, doch der Erfolg bleibt in den folgenden Jahren aus, stattdessen gibt es eher Schlagzeilen über die Drogen- und Eheprobleme von Ray Davies und die misslungenen Liveauftritte der Band. Weitere erfolglose Konzeptalben folgen, 1976 verlässt John Dalton die Band und nachdem der Vertrag mit RCA ausgelaufen ist, wechseln die Kinks zu Arista.

Mit Sleepwalker (1977) und Misfits (1978) gibt es wieder einige Erfolge für die Band, zudem beteiligt sich auch Dave Davies deutlich mehr am Songwriting. Obwohl es kein Album mehr in die UK-Charts schafft, ist die Band trotzdem immer bei Musikfans und -presse in aller Munde, unzählige Greatest Hits-Compilations werden auf den Markt geworfen und mit Come Dancing gibt es 1982 plötzlich wieder einen Hit. Die Band geht weiter auf Tour, obwohl es immer wieder Gerüchte um eine Auflösung gibt, nach zwanzig Jahren wird Mick Avory durch Bob Henrit ersetzt. 1990 werden sie in die Rock 'n' Roll Hall of Fame aufgenommen, bis dahin erst die vierte britische Band nach den Beatles, den Rolling Stones und The Who. 1991 kommen sie bei Columbia unter und bringen das Album Phobia heraus, welches floppt, vermutlich weil die Band in den Köpfen der Hörern weiterhin eine Band der 60er ist. Der Vertrag und 1994 erscheint beim eigenen Label Konk das Album To The Bone.

Danach betreten die Brüder Davies hauptsächlich Solowege, beide schreiben Autobiographien und bringen Soloalben heraus. Offiziell aufgelöst wird die Gruppe nie, doch aktiv ist sie seit ca. 1996 nicht mehr. Trotzdem ist die Band immer noch unter Musikfans sehr präsent, vor allem weil sie für viele Britpop-Bands wie Supergrass, Oasis oder blur als große Inspiration gilt.

2008 erklärt Ray Davies ein neues Album der Band wäre in Arbeit.

Diskographie

Singles/EPs

Live
Compilations

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH S F NOR FIN NZ
1964 The Kinks 7 3 - - - - - - - -
1965 Kinks-Size - - 13 - - - - - - -
1965 Kinda Kinks 12 3 60 - - - - - - -
1965 Kinkdom - - 47 - - - - - - -
1965 Kinks In Germany 22 - - - - - - - - -
1966 The Kink Kontroversy 8 9 95 - - - - - - -
1966 Well Respected Kinks - 5 - - - - - 2 - -
1966 Greatest Hits - - 9 - - - - - - -
1966 Face To Face 12 12 135 - - - - 9 - -
1967 Live Kinks - - 162 - - - - - - -
1967 Something Else 31 35 153 - - - - 12 - -
1967 Sunny Afternoon - 9 - - - - - - - -
1969 Arthur (Or The Decline...) - - 105 - - - - - - -
1970 Lola Versus Powerman And The Moneygoround - - 35 - - - - - - -
1971 The Kinks Kronikles - - 94 - - - - - - -
1971 Muswell Hillbillies - - 100 - - - - - - -
1971 Golden Hour Of The Kinks - 21 - - - - - - - -
1972 The Great Lost Kinks Album - - 145 - - - - - - -
1972 Everybody's In Show-Biz - - 70 - - - - - - -
1973 Preservation Act I - - 177 - - - - - - -
1974 Preservation Act II - - 114 - - - - - - -
1975 Soap Opera - - 51 - - - - - - -
1975 Schoolboys In Disgrace - - 45 - - - - - - -
1976 Celluloid Heroes: Greatest Hits - - 144 - - - - - - -
1977 Sleepwalker - - 21 - - 29 - - - -
1978 Misfits - - 40 - - 34 - - - -
1978 20 Golden Greats 4 19 - - - - - - - -
1979 Low Budget - - - - - 46 - - - -
1980 One For The Road 49 - 14 - - - - - - -
1981 Give The People What They Want - - 15 - - 23 - 28 - -
1983 State Of Confusion 55 - 12 - - 46 - 10 - -
1984 Word Of Mouth - - 57 - - - - - - -
1986 Come Dancing With The Kinks - - 159 - - - - - - -
1986 Think Visual - - 81 - - - - - - -
1987 The Kinks Live The Road - - 110 - - - - - - -
1989 UK Jive - - 122 - - - - - - -
1989 The Ultimate Collection - 35 - - - - - - - -
1993 Phobia 92 - 166 - - - - - - -
1993 The Definite Collection - 18 - - - - - - - -
2002 The Ultimate Collection - 32 - - - - - 5 - -
Singles
1964 You Really Got Me 39
1
7 - - - - - - -
1964 All Day And All Of The Night 22 2 7 - - - - - - -
1964 Long Tall Sally - - 129 - - - - - - -
1965 Tired Of Waiting For You 27
1
6 - - - - - - -
1965 Everybody's Gonna Be Happy - 17 - - - - - - - -
1965 Set Me Free - 9 23 - - - - - - -
1965 Who'll Be The Next In Line - - 34 - - - - - - -
1965 See My Friends - 10 111 - - - - - - -
1965 Well Respected Man - - 13 - - - - - - -
1965 Till The End Of The Day - 8 50 - - - - 7 - -
1966 Dedicated Follower Of Fashion 11 4 36 - - - - 7 - -
1966 Sunny Afternoon 7
1
14 - - - -
1
- -
1966 Dead End Street 5 5 73 - - - - 6 - -
1966 Dandy
1
- - - - - - - - -
1967 Mr. Pleasant 12 - 80 - - - - - - -
1967 Waterloo Sunset 7 2 - - - - - 7 - -
1967 Autumn Almanac 13 3 - - - - - 10 - -
1968 Wonderboy 29 36 - - - - - - - -
1968 Days 28 12 - - - - - - - -
1969 Plastic Man - 31 - - - - - - - -
1969 Victoria - 33 62 - - - - - - -
1970 Lola 2 2 9 - 4 - - - - -
1970 Apeman 9 5 45 - 7 - - - - -
1972 Supersonic Rocket Ship - 16 111 - - - - - - -
1977 Sleepwalker - - 48 - - - - - - -
1978 Rock 'n' Roll Fantasy - - 30 - - - - - - -
1979 (I Wish I Could Fly Like) Superman - - 41 - - - - - - -
1980 Destroyer - - 85 - - - - - - -
1981 Better Things - 46 92 - - - - - - -
1982 Come Dancing - 12 6 - 13 18 - - - -
1983 Don't Forget To Dance - 58 29 11 - - - - - -
1984 You Really Got Me (Re-Release) - 47 - - - - - - - -
1985 Do It Again - - 41 - - - - - - -
1997 The Days EP - 35 - - - - - - - -

All-Time-Charts

Face To Face
Something Else
The Village Green Preservation Society
Lola Versus Powerman And The Moneygoround, Part One
Muswell Hillbillies
The Kinks Kronikles
Waterloo Sunset (Song)
You Really Got Me (Song)
Victoria (Song)
Shangri-La (Song)
Sunny Afternoon (Song)

Kompilationsbeiträge

Trivia

  • Es existierte ziemlich lange das Gerücht, dass das Riff von You Really Got Me von Jimmy Page (The Yardbirds, Led Zeppelin) gespielt wurde. Er war zwar bei den Sessions für das Album anwesend, spielte auch auf einigen Liedern der ersten Kinks-Platte mit, aber das Riff von You Really Got Me stammt von Dave Davies.
  • Tahiti 80 beschäftigen sich in "Mr. Davies" mit Ray Davies Lebenswandel und seine Abkehr von seinem Bruder und seiner Musik: "He gave up pop music to play squash with Ringo Starr"
  • Am 25. September erscheint die CD The Kinks Choral Collection, auf welcher der Chrouch End Festival Chorus Songs von The Kinks neu eingesungen hat. Verantwortlich für die Aufnahmen war Kinks-Mitglied Ray Davies selber.

Referenzbands

Coverversionen (Auswahl)

Tribute-Album:

  • Don't You Fret gecovert von
  • Nothin' In This World Can Stop Me Worryin gecovert von
  • Who'll Be The Next In Line gecovert von

Videoclips

Weblinks