The Jesus and Mary Chain Riot

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche

The Jesus and Mary Chain waren bereits bekannt für ihre Unfreundlichkeit zum Publikum und ihre 15-Minuten-Auftritte. Nachdem Meat Whiplash schon eine Weinflasche ins Publikum geschmissen hatten und anschließend von der Bühne fliehen mussten, kamen Jasmine Minks mit Zimmermannshämmern auf die Bühne. Wieder flog eine Flasche. Im Publikum waren Leute mit Baseballschlägern, und es gab keine Security. Mary Chain fingen mit dem üblichen mehrminütigen Feedback an, eine Schlägerei entwickelte sich, die Band ging von der Bühne, kam wieder, das Equipment wurde von der Bühne geschoben, ein PA-Turm wurde umgeworfen, Collegemädchen schleuderten sich Lautsprecher entgegen. Die Polizisten im Publikum waren völlig machtlos, zumal sich die Gewalt nicht gegen sie richtete. Hinten im Raum rissen japanische Mädchen an Vorhängen und schrien "Liot! Liot"! Nach 15 Minuten flüchtete die Band in die Garderobe, während Leute an die Tür trommelten und "Get the bastards" riefen. Zu dem Zeitpunkt waren die Dinge völlig ausser Kontrolle geraten, alles wurde kurz und klein geschlagen. Jim Reid, Sänger von Mary Chain, wurde drei Wochen später bei einem Nick Cave-Konzert von Leuten verprügelt, die sagten, sie seien in der North London Poly gewesen.

Kurioserweise hat ein Anwesender einen Mitschnitt des Riot danach auf 7" veröffentlicht. Es ist wohl der einzige Bootleg einer Band, auf dem kein einziger Ton von der Band selbst zu hören ist.

Es ist den Eindrücken des North London Poly Riots zuzurechnen, dass Alan McGee, Chef von Creation Records und damals Manager von Mary Chain, Jahre später einen gleichzeitig geplanten Auftritt von Blur und Oasis in Bournemouth verhinderte (siehe auch: Bandkriege)

Weblinks