The Black Crowes

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The Black Crowes
The Black Crowes
The Black Crowes
Herkunft: Atlanta, Georgia, USA
Aktiver Zeitraum: seit 1989
Genres: Rock, Bluesrock, Southern Rock
Labels: American Recordings
Columbia
V2
Silver Arrow
Homepage: BlackCrowes.com
LiveBlackCrowes.com
Line-Up:
Chris Robinson (Gesang, Mundharmonika)
Rich Robinson (Gitarre)
Luther Dickinson (Gitarre, seit 2007)
Steve Gorman (Schlagzeug, bis 2001, ab 2005)
Adam MacDougall (Keyboard, seit 2007)
Sven Pipien (Bass, 1997-2000; ab 2005)
Ehemalige Mitglieder:
Jeffrey Cease (Gitarre, 1985-1992)
Marc Ford (Gitarre, 1992-1997; 2005-2006)
Audley Freed (Gitarre, 1997-2001)
Edward "Eddy" Hawrysch (Keyboards, 1991-2006)
Johnny Colt (Bass, 1989-1997)
Greg Rzab (Bass, 2000)
Andy Hess (Bass, 2001)
Bill Dobrow (Schlagzeug, 2005)
Paul Stacey (Gitarre, 2006-2007)

Die US-amerikanische Rockband The Black Crowes wurde 1989 von den Brüdern Chris und Rich Robinson in Atlanta, Georgia gegründet. Sie sind mit mehr als 20 Millionen verkauften Platten eine der erfolgreichsten Rockbands der letzten Jahrzehnte und sorgten mit ihrer Blues- und Alternative-beeinflussten Neuinterpretation von Southern Rock für eine Revitalisierung dieses Genres.

Bandgeschichte

Die Wurzeln der Neo-Südstaatenrocker The Black Crowes gehen auf die Band "Mr. Crowe's Garden" zurück, in denen die Brüder Chris (Gesang und Mundharmonika) und Rich Robinson (Gitarre) aus Atlanta erstmals ihre Liebe zu Siebziger-Hardrock, Blues und Southern Rock auslebten. Im Laufe der Zeit wuchs die Gruppe von einem Coverprojekt zu einer richtigen Band an, und unter dem Namen "The Black Crowes" wurde 1989 erstmals ein Demo eingespielt, das niemand Geringerem als Produzentenpapst Rick Rubin in die Hände fiel, der die Südstaaten-Hippie-Rocker unverzüglich für sein Label American Recordings unter Vertrag nahm. Das Debütalbum "Shake Your Moneymaker" erschien 1990 und wurde mit seiner aktualisierten Form des Retro-Rock sofort zu einem großen Erfolg, der sich weltweit mehr als acht Millionen Mal verkaufte und der Band Auftritte mit ZZ Top sowie beim "Monsters of Rock"-Festival in der damaligen Sowjetunion bescherte. Die Singles She Talks to Angels und Hard to Handle (eine Otis Redding-Coverversion) konnten sich ebenfalls in den Top 30 der US-Charts platzieren.

Der Crowes-Zweitling mit dem langen Titel "The Southern Harmony and Musical Companion" – benannt nach einem christlichen Gesangbuch aus dem 19. Jahrhundert – fiel dann bereits in die veränderte Rock-Musiklandschaft nach dem Nirvana-Durchbruch 1991/92, verkaufte sich aber ähnlich gut wie das Debüt und hatte mit der Single Remedy gar einen Alternative-tauglichen potenziellen Nachfolger der Southern Rock-Hymne Sweet Home Alabama von Lynyrd Skynyrd im Gepäck. Hinzu kam, dass Gruppen wie Blind Melon ebenfalls einen Retro-orientierten und dabei doch modernen Ansatz im Rockgeschehen verfolgten, so dass die Crowes auch für die Ohren des Neunziger-Nachwuchses etwas zu bieten hatten. Das Album stieg direkt auf Platz 1 der Billboard Charts ein und verkaufte allein in den USA mehr als drei Millionen Einheiten.

1994 folgte das "schwierige dritte Album" namens "Amorica", das nicht nur aufgrund seines vermeintlich obszönen Titelbildes (der Lendenbereich einer Frau mit "stars and stripes"-Höschen nebst sichtbarem Schamhaaransatz) von konservativen Gruppierungen kritisiert wurde, sondern auch erstmals keine Hitsingle generieren konnte. Infolgedessen wurde "Amorica" nur ein mittlerer Erfolg, fuhr aber gleichwohl Gold für die Black Crowes ein. Der Nachfolger "Three Snakes and One Charm" von 1996 litt bereits unter den gestiegenen Spannungen innerhalb der nunmehr aus sechs Musikern bestehenden Band, und das 1997 eingespielte Material für eine Platte mit dem sinnigen Arbeitstitel "Band" wurde aus diesem Grunde gar komplett eingestampft. Als Konsequenz verließen Bassist Johnny Colt (freiwillig) und Gitarrist Marc Ford (nicht ganz so freiwillig) die Black Crowes, und der verbliebene Rest der Gruppe plante eine musikalische und vertragliche Umorientierung, um an alte Erfolge anknüpfen zu können. Resultat war das Album "By Your Side", das 1999 bei Sony/Columbia erschien und neben dem deutschstämmigen Neu-Bassisten Sven Pipien auch einen deutlich glatteren Sound als die Vorgänger aufwies. Die Single Kickin' My Heart Around erreichte dann zwar auch Platz 3 der Mainstream Rock Tracks, schaffte es jedoch nicht, das Album selbst über 300.000 verkaufte Exemplare zu pushen. In der Folge verloren die Black Crowes ihren Deal mit Sony, und die vertragliche Zukunft der Band schien ungewiss.

Live allerdings konnte die Gruppe nach wie vor abräumen, und noch 1999 kam es zu einem der größeren Konzertereignisse jener Tage, als die Black Crowes gemeinsam mit ihrem Helden Jimmy Page von Led Zeppelin eine Kurztournee absolvierten, bei denen sowohl Crowes-Songs mit Page-Begleitung als auch alte Zeppelin-Klassiker mit Chris Robinson am Mikro interpretiert wurden. Auf Tonträger festgehalten wurde diese Kollaboration unter dem Titel "Live at the Greek"; aus vertraglichen Gründen enthielt die CD allerdings keine der gespielten Black Crowes-Songs. Virgin-Chef Richard Branson hatte schließlich ein Herz und nahm die Band für sein V2-Label unter Vertrag, auf dem der wiederum etwas erfolgreichere Longplayer "Lions" im Jahre 2001 erschien. Dem Albumrelease folgte eine ebenfalls sehr gut besuchte Tour mit Oasis und Spacehog, doch als Schlagzeuger Steve Gorman Anfang 2002 seinen Ausstieg aus der Band erklärte, begaben sich die Black Crowes auf eine offiziell "unbestimmte Auszeit".

In dieser Zeit experimentierten die Bandmitglieder mit verschiedenen Solo- und Nebenprojekten – u.a. brachte Sänger Chris Robinson zwei Soloplatten heraus, Rich Robinson gründete die kurzlebigen Hookah Brown – und es wurden die üblichen Archiv-Ausschlachtungen auf den Markt gebracht (Livealbum 2002, Raritätensammlung 2006). Doch konnte keiner der Beteiligten so recht vom Crowes-Stammbaum lassen, und so fanden sich immer wieder einzelne Mitglieder zu Performances zusammen, bis 2005 eine vollgültige Reaktivierung der Black Crowes in einer Tournee (mit u.a. Tom Petty) mündete. Die Bandbesetzung befand sich nunmehr allerdings im nahezu konstanten Fluss; dennoch gelang es den Robinson-Brüdern, den Laden diesmal so zusammenzuhalten, dass die Aufnahmen des siebten Crowes-Studioalbums namens "Warpaint" erfolgreich verliefen. Das Album erschien im Frühjahr 2008 auf dem Indielabel Silver Arrow und stieg auf einem beachtlichen fünften Platz in die US-Albumcharts ein, unterstützt von diversen Touren, die auch auf CD und DVD dokumentiert wurden.

Die weiteren Neuigkeiten aus dem Lager der Black Crowes beinhalteten u.a. die Einrichtung einer Livestream-Webseite namens liveblackcrowes.com, eine Copyright-Klage der Band gegen Countrysängerin Gretchen Wilson sowie die "Euphoria or Bust"-Tour durch aller Herren Länder. Diese wurde 2009 auf der Doppel-Live-CD "Warpaint Live" festgehalten, nur wenige Monate bevor mit "Before the Frost... Until the Freeze" das achte Studioalbum der Band erschien, welches den Blues- und Country-Anteil am Songwriting noch weiter ausbaute. Die Sessions zum Album wurden auf der DVD "Cabin Fever" dokumentiert. 2010 setzten sich die Crowes dann selbst ein Denkmal, indem mit der Doppel-CD "Croweology" das alte "Unplugged"-Spiel der akustischen Neuinterpretation auch für die Band aus Georgia neu aufgelegt wurde.

Kollaborationen

Diskographie

Alben
  • 1990 Shake Your Moneymaker (LP/CD, American Recordings)
  • 1992 The Southern Harmony and Musical Companion (LP/CD, American Recordings)
  • 1994 Amorica (LP/CD, American Recordings)
  • 1996 Three Snakes and One Charm (LP/CD, American Recordings)
  • 1999 By Your Side (CD, Columbia)
  • 2001 Lions (CD, V2)
  • 2008 Warpaint (CD, Silver Arrow)
  • 2009 Before the Frost... Until the Freeze (CD, Silver Arrow)
Singles/EPs
  • 1990 Twice as Hard
  • 1990 Jealous Again
  • 1990 Hard to Handle
  • 1991 She Talks to Angels
  • 1991 Seeing Things
  • 1992 Thorn in My Pride
  • 1992 Sting Me
  • 1992 Remedy
  • 1992 Hotel Illness
  • 1993 Bad Luck Blue Eyes Goodbye
  • 1994 A Conspiracy
  • 1995 Wiser Time
  • 1995 High Head Blues
  • 1996 Good Friday
  • 1996 Blackberry
  • 1998 Kickin' My Heart Around
  • 1999 Only a Fool
  • 1999 Go Faster
  • 2001 Soul Singing
  • 2001 Lickin
  • 2008 Goodbye Daughters of the Revolution
Sonstige
  • 2000 Tribute to a Work in Progress – Greatest Hits 1990-1999 (Best Of-CD, American Recordings)
  • 2002 Live (Doppel-Live-CD, V2)
  • 2006 Lost Crows (Rarities, Doppel-CD, Rhino Records)
  • 2006 Freak 'N' Roll Into the Fog (Doppel-Live-CD, Eagle)
  • 2009 Warpaint Live (Doppel-Live-CD, Silver Arrow)

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH SV NL F BE (Vl) NOR FIN AUS NZ
1990 Shake Your Money Maker 36 4 48  ? 43
1992 The Southern Harmony and Musical Companion 30 2 1 39 17 17 21  ? 9 6
1994 Amorica 40 8 11 35 25 17  ? 39 11
1996 Three Snakes & One Charm 38 17 15 35 35 23 39 47 19 23
1999 By Your Side 28 34 26 47 11 46 71 18 23 21 40
2000 Live at the Greek 24 37 77 46 73 27 45
2000 Tribute to a Work in Progress – Greatest Hits 1990–1999 143
2001 Lions 66 37 20 68 51 141
2002 Live 137 130
2006 The Lost Crowes 128
2006 Freak 'N' Roll into the Fog 200
2008 Warpaint 71 5 50 24 96
Singles
1990 Hard to Handle 39 26  ?
1990 Jealous Again 75  ?
1991 She Talks to Angels 30  ? 44
1992 Remedy 24 48 39 19  ? 7 21
1992 Thorn in My Pride 80  ?
1995 High Head Blues / A Conspiracy 25
1995 Wiser Time 34

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
NME Musikexpress Musikexpress
1992 The Southern Harmony and Musical Companion 10 9
1994 Amorica 3
1996 Three Snakes and One Charm 36
Singles
1992 Remedy 33

Trivia

  • Sänger Chris Robinson heiratete 2000 die Schauspielerin Kate Hudson. Er war außerdem für den Part des Sängers der fiktiven Siebziger-Rockband Stillwater in Cameron Crowes Film "Almost Famous" im Gespräch, bei dem Hudson ebenfalls mitspielte.

Referenzbands

Coverversionen

The Black Crowes covern...

Videoclips

Videos

  • 1992 Who Killed the Bird out on Your Window Sill (Tour-Video, DVD-Wiederveröffentlichung 2006)
  • 2005 Freak 'N' Roll Into the Fog (Live-DVD)
  • 2009 Cabin Fever (Dokumentation über die Entstehung des "Until the Frost..."-Albums)

Weblinks