The 13th Floor Elevators

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Die 13th Floor Elevators um Roky Erickson sind ziemlich unbestritten die wichtigste oder zweitwichtigste Psychedelic-Rock-Band der 60er Jahre. Die Band wurde in Austin, Texas, gegründet und bestand, zeitgleich mit den kalifornischen Seeds, als deren Gegenstück sie zuweilen verhandelt werden, von 1965 bis 1969. Besonders prägnant ist neben Roky Ericksons unverwechselbarer Stimme der Jug, ein elektrisch verstärkter Tonkrug, der geblasen wird und dem Bassbereich einen wobble-artigen Charakter, ein „Vibrieren und Schweben“, verpasst.[1] Gespielt wurde er vom Initiator der Band, Tommy Hall.[2][3] Gerüchten zufolge wurde das Instrument zum Stimmen mit Marihuana aufgefüllt.[4]

Hintergrund

Der große Hit der „Elevators“ ist You're Gonna Miss Me (1966), das Erickson bereits im Jahr zuvor mit den Spades aufgenommen hat. Das erste Album, veröffentlicht ebenfalls 1966 unter dem Titel The Psychedelic Sounds of The 13th Floor Elevators, wird Namensgeber und Initialzündung für den Psychedelic Rock, nur wenig später greifen The Grateful Dead diesen Terminus auf.[5][6] Zu dieser Zeit wird von den Seeds um Sky Saxon der Begriff Flower-Power geprägt. 1967 erscheint das zweite Album Easter Everywhere. Bull off the Woods mit Aufnahmen aus dem Jahr 1968 wird bereits postum veröffentlicht. Um einer Haftstrafe wegen Marihuanabesitzes 1969 zu entgehen, plädiert Erickson auf psychische Probleme und wird daraufhin bis 1973 in einer Psychiatrie für Straffällige verwahrt, die Band wird aufgelöst. Von den wenigen Veröffentlichungen der Band erscheinen bis 2011 an die dreißig Compilations.

<– You're Gonna Miss Me, Tommy Hall mit dem Jug für analoges Wobbeln im Bassraum

<– Baby Blue (Original von Bob Dylan)

Trivia

Neben Roky Erickson soll auch Janis Joplin, deren Vortragsweise und Stimmlage Roky Ericksons ähnelt, für die Vocals im Gespräch gewesen sein.[7]

Line Up

Hauptbesetzung:

weitere:

  • Daniel Galindo (Bass)
  • Ronnie Leatherman (Bass)
  • Danny Thomas (Drums)
  • Duke Davis (Drums)

Diskografie

Alben:

  • 1966 – The Psychedelic Sounds of The 13th Floor Elevators
  • 1967 – Easter Everywhere
  • 1968 – Live
  • 1968 – Bull of the Woods

EP's:

  • 1966 – You're Gonna Miss Me / Tried to Hide / Reverberation
  • 1978 – Live In Austin, Texas 1967 (3 Track EP)

Singles:

  • 1966 – Reverberation / Fire Engine
  • 1966 – You're Gonna Miss Me / Tried to Hide
  • 1967 – Levitation / Before You Accuse Me
  • 1967 – She Lives (In a Time of Her Own) / Baby Blue
  • 1967 – Slip Inside This House / Splash 1
  • 1968 – Livin' On / Scarlet and Gold
  • 1968 – May the Circle Remain Unbroken / I'm Gonna Love You Too
  • 1996 – Levitation

außerdem zahlreiche Compilations[8]

Einzelnachweise

  1. vgl. Artikel Jug [1] bei der de.wiki
  2. In den Artikeln bei der en. und der de.wiki wird Erickson als Gründungsmitglied der 13th Floor Elevators vorgestellt. Dagegen allmusic: "... his high, swooping tenor brought him to the attention of another area band, the psychedelia-influenced 13th Floor Elevators, whose lyricist and jug player Tommy Hall invited Erickson to join."
  3. Piero Scaruffi (1999): "Tommy Hall ... was the brain behind the project.", in: The History of Rock Music, 13th Floor Elevators [2] bei Scaruffi.com
  4. Profil [3] bei Discogs
  5. Artikel The 13th Floor Elevators [4] bei der de.wiki
  6. Artikel The Psychedelic Sounds of the 13th Floor Elevators [5] bei der en.wiki
  7. ebd.
  8. Liste bei der de.wiki

Weblinks

  • Profil [6] bei Discogs
  • Alle Kommentare zu den 13th Floor Elevators [7] bei Youtube

Links im Juni 2017.