The (!) Music

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The (!) Music traten Ende 1981 zum ersten Mal ins Leben. Über eine offizielle Auflösung ist nichts bekannt.

Genre

Synth Pop, New Wave, Dark Wave

Line-Up

Bei The (!) Music (nicht zu verwechseln mit „The Music“) handelt es sich um ein etwas obskures Projekt vor allem eines Tonkünstlers, der an Stelle seines Namens lediglich ein „Xymox“-Symbol (ein achtzackiger Stern um ein Wagenrad mit acht Speichen) angibt, und wechselnder Mitstreiter. Lediglich auf der Maxi-CD werden zwei Musiker mit Namen genannt:

Stilistische Einordnung

Bis heute sind etwa 330 Lieder – zumeist in Form von Tapes – herausgebracht worden, die zumeist einer Art Synthie-Wave- Pop zuzuordnen sind, der sich Mittel des Punk und später auch des Dark Wave und des Gothic bedient. Dem Einfluss von Ersterem mag es auch zu verdanken sein, dass sich künstlerisch anspruchsvolle Kompositionen und Soli eher selten finden, dafür aber Ohrwurm an Ohrwurm gereiht wird. Der Begriff „Junk Music“ (es gibt ein gleichnamiges Stück auf „Orbit“) wird in diesem Zusammenhang manchmal genannt. Die oft recht introvertierten Texte sind zumeist anglophon, doch gibt es auch deutschsprachige (und einige Kuriositäten, etwa Texte auf französisch, auf plattdeutsch und mit Auszügen aus von H. P. Lovecraft formulierten Beschwörungen).

Bandgeschichte

1981–1989

In der Frühphase (Album „Radio Congo/ Eight Of June 1982“) ist noch ein Einfluss der kontemporären Neuen Deutschen Welle spürbar, und mehrere Lieder thematisieren Teenager-Dramen, doch schon das zweite Album („Architecture & Mortality“, wohl in Anlehnung an einen ähnlich betitelten Longplayer von Orchestral Manœuvres In The Dark benannt) tendiert stark zum zeitgenössischen Synthie Pop und einer morbid-melancholischen Düsterromantik. Gleichfalls spürbar ist eine Neigung zu surrealen und minimalistischen Experimenten, die auf dem dritten Album „‘I. G.‘ Or ‚The Upper Flowers Of Ugarit‘“ einen Höhepunkt findet. Auf dem selben Tape werden allerdings auch fremde, deutschsprachige Texte vertont.

„Orbit“ ist wieder eingängiger, markiert aber auch den größten Einfluss des Punk. „How To Shock The Fans“ setzt diese Tendenz fort, lässt aber auch schon die künftige Entwicklung in Richtung Gruft erkennen.

„Necropolis“ steht klar erkennbar unter dem Einfluss mehrerer Gothic- und Dark-Wave-Strömungen der Achtziger, insbesondere der vom Londoner 4AD-Label ausgehenden. Die teils auf Horror-Effekten basierenden, teils elegisch-epischen Stücke kursieren mit einer Ausnahme sämtlich um die Themen Tod und Träume.

„Fucking A Dead Horse“ löst sich nicht vollends von dieser eingeschlagenen Richtung, vertreibt aber den tödlichen Ernst von „Necropolis“ mit einem nicht minder morbiden Humor. Die meisten auf diversen Kassetten vertretenen Live-Aufnahmen stammen aus dieser Epoche (teilweise unter dem Namen „Fucking A Dead Horse“), und hier war ihr kleiner, aber feiner Einfluss auf die in Deutschland noch junge Dark-Wave- Szene wohl am größten.

1990–?

Nach dem eher ruhigen „Galettes Tout Au Beurre“ folgen das in mancher Hinsicht an die musikalischen Experimente von Wire und den Legendary Pink Dots erinnernde „A Heart On A Tombstone“ und das wohl Chart-tauglichste Album „Time For A Mass Murder“.

Hier scheint die Band ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Es folgen als weitere Kassetten-Alben das ähnlich gestaltete „Flower Power“ und das eher depressive „One Imaginary Girl“.

1996 erschien als einziges offizielles CD-Release die Maxi-CD „Ray- Chee- Goe/ Iccime-sian Islandwar“ bei Never More Records, dem Label, das auch die stilistisch nicht allzu fern anzusiedelnden Creams publiziert hat. Diese Maxi enthielt bezeichnenderweise die Stücke von der Debüt-Tape-„Single“ von 1981/ 1982 plus einer nach Art der Einstürzenden Neubauten aufgenommenen Coverversion von Dolly Partons „I Will Always Love You“.

Das Ende markiert das wieder arg experimentelle „Time To Stop Making Music“, auf dem sich die Resignation nicht nur im Titel ausdrückt. Die nachgeschobene „Nina“-EP lässt zwar erkennen, welches Potential immer noch in „The (!) Music“ ruht, doch sind hier neun Stücke aus fünf Jahren zusammengefasst (darunter ein bitterböses, das musikalisch ganz im Stil von Joy Division gehalten ist) – in den Achtzigern wären im selben Zeitraum fünf Alben entstanden.

Die Formation soll immer noch bestehen, und eine Neupublikation der bisherigen Alben (unter Einbeziehung auf Kassette erschienener „Single-B-Seiten“) geplant sein.

Diskographie

CD-Singles/EPs
  • 1996 Ray-Chee-Goe/ Iccimesian Islandwar (4-Track-EP, Necrophilia Records/ Never More Records)


"offizielle" "Album"-Tapes
  • 1982 Radio Congo/ Eight Of June 1982
  • 1983 Architecture & Mortality
  • 1984 "I. G." Or "The Upper Flowers Of Ugarit"
  • 1985 Orbit
  • 1986 How To Shock The Fans
  • 1988 Necropolis
  • 1989 Fucking A Dead Horse
  • 1990 Galettes Tout Au Beurre
  • 1991 A Heart On A Tombstone
  • 1992 Time For A Mass Murder
  • 1993 Flower Power
  • 1997 One Imaginary Girl
  • 2001 Time To Stop Making Music


"offizielle" "Single"-Tapes
  • 1982 Ray-Chee-Goe/ Iccimesian Islandwar
  • 1982 Mug
  • 1982 Triceratops
  • 1983 Kim
  • 1983 Came
  • 1984 Sail (My Little Angel)
  • 1984 Pernod
  • 1985 M
  • 1986 Beatrice Cenci
  • 1987 Finally
  • 1988 Children
  • 1989 A Reflecting Mirror
  • 1989 Seven And The Dead
  • 1989 Jeannette Beginning
  • 1990 Brasil
  • 1990 Manon
  • 1991 The Showdown
  • 1991 Small Town Sex
  • 1992 Romeo & Juliette
  • 1992 Sylvia
  • 1994 War Children
  • 1997 For The World Is Hollow And I Have Touched The Sky
  • 2001 It Happened
  • 2007 The Nina E. P.
Sonstige Tapes (soweit bekannt)
  • 1984 Holland - 6000 Metres/ Faithful (Wettbewerbsbeitrag)
  • 1988 LIVE & LOUD - The Official Bootleg
  • 2001 Wild Moon Child (Compilation)
  • 2004 F.A.D.H. (Live- Aufnahmen und alternative Versionen 1988 - 1993)

Cover-Versionen

The (!) Music covern...