Temple of the Dog

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Temple of the Dog
Herkunft: Seattle, Washington, USA
Aktiver Zeitraum: 19901992, 2003
Genres: Grunge, Hardrock
Labels: A&M
Homepage: Temple of the Dog bei sonymusic.com
Line-Up:
Chris Cornell: (Gesang)
Stone Gossard: Gitarre
Mike McCready: Gitarre
Jeff Ament: Bass
Matt Cameron: Schlagzeug
Eddie Vedder: Gesang

Bei Temple of the Dog handelte es sich um ein einmaliges Projekt von Musikerfreunden des 1990 verstorbenen Malfunkshun- und Mother Love Bone-Sängers Andrew Wood aus Seattle. Die Allstar-Gruppe entstand um Songideen des Soundgarden-Sängers Chris Cornell, die dieser mit den MLB-Musikern Stone Gossard und Jeff Ament realisierte. Das finale Lineup wurde durch Soundgarden-Drummer Matt Cameron sowie die zukünftigen Pearl Jam-Mitglieder Mike McCready und Eddie Vedder verstärkt.

Bandgeschichte

1990 verstarb Andrew Wood, der frühere Sänger der Seattle-Band Malfunkshun und zum Zeitpunkt seines Todes an der Schwelle zum Durchbruch mit Mother Love Bone, an einer Überdosis Heroin. Seine Freunde und Bandkollegen ließ der Tod des charismatischen Musikers in tiefe Verzweiflung fallen. Chris Cornell, Sänger von Soundgarden und ehemaliger Mitbewohner Woods, begann seine Trauer um den Freund in Songs zu verarbeiten, und es entstanden die Nummern Say Hello 2 Heaven und Reach Down. Er weihte die ehemaligen Mother Love Bone-Musiker Jeff Ament und Stone Gossard, die gerade dabei waren, eine neue Band zusammenzustellen, in den Songwritingprozess mit ein, und so kam man in relativ kurzer Zeit auf zehn Stücke.

Ende 1990 gingen die Musiker ins Studio, um unter der Anleitung von Rick Parashar – der auch einige Piano- und Orgelparts beisteuerte – den einzigen Longplayer der Gruppe aufzunehmen. Für die Drumparts hatte man Cornells Kollegen von Soundgarden, Matt Cameron hinzugewinnen können, und neben dem ebenfalls aus Seattle stammenden Gitarristen Mike McCready (zuvor u.a. bei Shadow) half auch ein Neuzugang namens Eddie Vedder aus San Diego beim Gesang aus. (Zeitgleich nahmen Ament, Gossard, Vedder, McCready und Cameron übrigens die Demos für ihre neue Band Mookie Blaylock aus, die später die Grundlagen zum erste Album der dann in Pearl Jam umbenannten Truppe bilden sollten).

Das Album "Temple of the Dog" erschien im Frühjahr 1991 und verkaufte zunächst etwa 70.000 Einheiten. Die Band spielte ein einziges Livekonzert in Seattle anlässlich des Releases, das von Dabeigewesenen als legendär beschrieben wurde. Als 1992 jedoch sowohl Pearl Jam als auch Soundgarden im Zuge der von Nirvanas zweitem Album "Nevermind" ausgelösten Grunge-Explosion durchstarteten, wurde das Album wiederveröffentlicht sowie der Track Hunger Strike, ein Cornell-Vedder-Duett, als Single und Videoclip ausgekoppelt. Die Verkäufe lagen nun deutlich höher; insgesamt gingen rund eine Million Kopien vom selbstbetitelten Debut über die Ladentische. Im Jahr 2003 kam es zu einer einmaligen Live-Reunion der Gruppe in Seattle, weitere Studioaufnahmen gab es jedoch nicht.

Kollaborationen

  • Rick Parashar - spielt Orgel in All Night Thing und Klavier in Call Me a Dog, Times of Trouble und All Night Thing
  • Eddie Vedder - Gesang bei Hunger Strike und Hintergrundgesang bei Pushin Forward Back, Your Saviour und Four Walled World

Diskographie

Alben

Singles/EPs

  • 1992 Hunger Strike (7"/MCD, A&M)

Charts

Jahr Titel Charts
D US UK A CH S F NOR FIN NZ
1992 Temple of the Dog - 5 - - - - - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
Spex Spex
1991 Temple of the Dog
39
11

All-Time-Charts

Temple of the Dog

Trivia

  • Der Bandname stammt aus einer Zeile eines Andrew-Wood-Songs namens Man of Golden Words.
  • Der Temple of the Dog-Song Times of Trouble, von Cornell, Gossard und Ament geschrieben, wurde in akustischer Form und mit neuem Text von Eddie Vedder als Pearl Jam-Nummer namens Footsteps erneut veröffentlicht.
  • Cornell, Cameron, Ament und McCready sollten 1994 erneut in einer Gruppe zusammen spielen – das Projekt M.A.C.C. existierte jedoch nur für einen Song, das Jimi Hendrix-Cover Hey Baby (Land of the New Rising Sun) auf dem Tribute-Album "Stone Free".

Referenzbands

Weblinks