Syd Barrett

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Syd Barrett
Syd Barrett
Syd Barrett
Herkunft: Cambridge, England
Geboren: 6. Januar 1946
Gestorben: 7. Juli 2006 (60 Jahre)
Aktiver Zeitraum: 1964 – November 1974
Genres: Psychedelic, Folk, Singer-Songwriter
Instrumente: Gitarre, Gesang
Labels: Harvest, EMI
Homepage: SydBarrett.com
Bands:
Pink Floyd
Stars (UK)

Der als Roger Keith Barrett geborene Syd Barrett war bis zu seiner psychischen Erkrankung 1968 Sänger, Gitarrist und Hauptsongwriter der wegweisenden britischen Psychedelic-Band Pink Floyd. Nach seinem Rausschmiss und Ersatz durch David Gilmour brachte er zwei Soloalben heraus und zog sich danach aus der Öffentlichkeit zurück. Er verstarb am 7. Juli 2006 im Alter von 60 Jahren.

Biografie

Einer der enigmatischsten, talentiertesten und tragischsten Gestalten in der britischen Pophistorie dürfte wohl Syd Barrett gewesen sein. Als Mitbegründer und Hauptsongwriter der Gruppe Pink Floyd war er für einige der Glanzstücke in der revolutionären Phase britischer Pop-Psychedelik der Jahre 1966/1967 verantwortlich. Neben den legendären Singles Arnold Layne oder See Emily Play stammte auch das Debütalbum von Pink Floyd, The Piper at the Gates of Dawn, fast komplett aus Barretts Feder. Durch die eklektizistische Verwendung von Beat-inspirierten, eingängigen und fröhlichen Popsongs, Blueseinflüssen, experimentellen Akkord- und Taktschemata sowie ungewöhnlichen Spiel- und Effekttechniken wirkte Barrett stilprägend auf die psychedelische und progressive Popmusik. Auch die Liveshows mit der wegweisenden Verbindung aus Licht- und Soundeffekten (samt Drogeneinsatz) gingen auf Barretts Konto.

Bereits ab Veröffentlichung des besagten ersten Floyd-Longplayers jedoch begann die Kombination aus fragiler mentaler Balance und exzessivem LSD-Konsum ihren Tribut bei Syd Barrett einzufordern. Er erschien immer unregelmäßiger zu Proben und Auftritten der Band, war teilweise nicht mehr ansprechbar und konnte schließlich auch nichts mehr zum Songwriting von Pink Floyd beitragen. Zu dieser Zeit, um den Jahresbeginn 1968, hatten die ratlosen Bandkollegen Roger Waters, Rick Wright und Nick Mason bereits den Gitarristen David Gilmour als Live-Ersatz für Barrett angeheuert, doch im April des Jahres war klar, dass es mit Syd Barrett nicht mehr weiterging. Am 6. April 1968 wurde er offiziell aus der Band entlassen, kam jedoch gelegentlich noch zu den Proben, weil er nicht begriff, dass er nicht mehr Teil der Gruppe war.

Swan Lee (1988)

Trotz seiner psychischen und drogenbedingten Probleme glaubte die Floyd-Plattenfirma EMI immer noch an Barretts Talent (bzw. Kommerzialität) und schloss einen Vertrag mit dem Sänger und Gitarristen über Soloveröffentlichungen ab. 1970 entstanden, teilweise unter chaotischen Bedingungen, die zwei Soloalben The Madcap Laughs und Barrett, bei denen auch seine Ex-Floyd-Kollegen Waters und Gilmour sowie Mitglieder der Psychedelic-Band Soft Machine aushalfen. Nach dem Release der Alben, die bestenfalls bescheidenen kommerziellen Erfolg einfuhren, heute jedoch Kultstatus genießen, gab es noch einige halbherzige Versuche, Barretts Karriere weiter in Gang zu bringen (u.a. als Mitglied der Psychedelic-Supergroup Stars), was letztendlich jedoch scheiterte. Pink Floyd hielten das Gedenken an ihren Freund und Bandgründer stets hoch und widmeten ihm die Songs und Alben Wish You Were Here und Shine On You Crazy Diamond. Eine bekannte Anekdote beschreibt, wie der psychotische, übergewichtige und am ganzen Körper rasierte Barrett ausgerechnet zu den Aufnahmen von Shine on ... in das Studio kam und ihn zunächst keines der Bandmitglieder erkannte.

Schließlich zog Syd Barrett, der sich inzwischen wieder Roger nannte, zurück in das Haus seiner Mutter in seiner Heimatstadt Cambridge, um dort den Rest seiner Tage mit Malerei und Gartenarbeit zu verbringen.[1] Er scheute die nach wie vor stets an „Syd-Neuigkeiten“ interessierte Paparazzi-Presse und Fanbase und trat nurmehr über seine Schwester mit der Öffentlichkeit in Kontakt. 2003 erschien eine Dokumentation der BBC unter dem Titel The Pink Floyd and Syd Barrett Story, in der unveröffentlichtes Filmmaterial ebenso wie Äußerungen von Freunden und Bekannten des Songwriters zu sehen waren. Kurz vor seinem Tod 2006 wurde bekannt, dass Barrett an Diabetes und vermutlich auch einer Form des Autismus (das Asperger-Syndrom, an dem u.a. auch The Vines-Frontmann Craig Nicholls leidet) erkrankt war. Roger Keith Barrett verstarb am 7. Juli 2006 im Alter von 60 Jahren.

Bands

Solo-Diskografie

All-Time-Charts

The Madcap Laughs

Referenzbands

Coverversionen

Syd Barrett wird gecovert von...

Videos

  • 2001 The Pink Floyd and Syd Barrett Story

Einzelnachweise

  1. Als es eine zeitlang geradezu schick war, über den Aufenthalt Syd Barretts zu spekulieren, erschien auch ein Song der Television Personalities mit dem Titel "I know where Syd Barrett lives", hier mit gelooptem Fotoscreen, ein paar Bildern von Syd Barrett als Visuals [1] bei Youtube

Weblinks

Links im Juni 2017.