Swallow

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
Swallow
Herkunft: Seattle, Washington, USA
Aktiver Zeitraum: 19871992, seit 2006
Genres: Grunge
Labels: Sub Pop
Glitterhouse
Flotation Records
Homepage: Swallow bei MySpace
Line-Up:
Rod Moody: Gesang, Gitarre (seit 1987)
Chris Pugh: Gesang, Gitarre
Andy Scheen: Bass
Scott Schickler: Schlagzeug (19871990, seit 2006)
Ehemalige Mitglieder:
Michael Anderson: Gesang, Gitarre (1987)
Craig Bradford: Schlagzeug (19901992)

Swallow wurden 1987 in Seattle gegründet und lösten sich 1992 auf. 2006 kam es zu einer zunächst einmaligen Wiedervereinigung, woraus sich achließlich wieder eine dauerhafte Aktivität der Band ergab.

Bandgeschichte

Swallow gehörten zur ersten Generation von Sub Pop-Bands, die mit ihrer Kombination aus lärmigen Punk/Metal-Parts und eher akustisch-melodiös geprägten Elementen auch dem groben Raster dessen entsprachen, was einige Jahre später als Grunge bekannt werden sollte. Die Band formierte sich 1987 um die beiden Sänger und Gitarristen Michael Anderson und Chris Pugh (Ex-Young Pioneer); hinzu kamen Bassist Andy Scheen (zuvor bei Isolation) und Drummer Scott Schickler, der zuvor bei den Limp Richerds und The Thrown Ups die Felle gegerbt hatte).[1] Anderson verließ die Gruppe allerdings rasch wieder, um hernach Blood Circus zu gründen, und wurde vom ehemaligen Deranged Diction-Sänger/Gitarristen Rod Moody ersetzt.[2] Durch Chris Pughs alte Bekanntschaft mit Sub Pop-Ko-Chef Bruce Pavitt kam es 1988 dann zum Release der ersten Swallow-7" für das nämliche Label, was auch einen der frühesten Releases der Plattenfirma darstellt. Noch im selben Jahr steuerten Swallow den Track Zoo zur wegweisenden Kompilation "Sub-Pop-200" bei, und 1989 erschien der titellose Debüt-Longplayer ebenfalls auf Sub Pop (in Europa bei Tupelo Recording Company).[1] Der Sound der Gruppe mit ihren zwei Sängern wurde bisweile als "motorcycle pop" bezeichnet, und wieder andere Hörer behaupteten, erst durch Swallow sei das bzw. der "Pop" in "Sub Pop" eingetreten.[3]

Allerdings schien das Hype-Label schon damals seine Prioritäten auf andere Bands zu setzen, denn das zweite Swallow-Album "Sourpuss" wurde 1990 bereits nur noch über den europäischen Lizenzpartner Glitterhouse vertrieben. Zudem kam es zu einem weiteren Personalwechsel, als Schlagzeuger Scott Schickler durch Craig Bradford ersetzt wurde, und die Tournee zu "Sourpuss" erwies sich trotz Tourmates wie L7 und Hole als Misserfolg.[1] Entsprechend mies war die Stimmung in der Band während der Aufnahmen zum dritten Album, das 1990 unter der Ägide des zukünftigen Top-Alternative-Produzenten Butch Vig aufgenommen werden sollte, was aber nicht zustandekam. Stattdessen sprang Grunge-Pate Jack Endino ein. Als Sub Pop nach viel Hin und Her sich dann auch noch weigerten, die Platte überhaupt zu veröffentlichen, war dies der Tropfen, der das Fass für die Band zum Überlaufen brachte, und so lösten sich Swallow 1992 auf.[1]

Nach dem Ende der Band formierten die beiden Chefsongwriter neue Ensembles, wobei Creep von Chris Pugh mehr in die Pop/Rock-Ecke ging und die von Rod Moody (der auch noch das Label Y Records ins Leben rief) angeführten Spike eher in Richtung Punk. Um 1992/1993 kam es zu vereinzelten Swallow-Reunion-Shows, bei denen die Band unter anderem mit Blood Circus auftrat.[2] Zu einer vollgültigen Wiedervereinigung in der "klassischen" Besetzung Pugh/Moody/Scheen/Schickler kam es aber erst 2006, wobei die Mitglieder wieder soviel Spaß an der Sache hatten, dass sie beschlossen, Swallow wieder in Vollzeit aufleben zu lassen. Dabei geholfen haben dürfte auch das Engagement des Seattler Labels Flotation Records, das sich bereits um die Reunions von anderen zwischenzeitlich demissionierten Alt-Grungern wie Coffin Break und Love Battery verdient gemacht hat. Schließlich erschien im Sommer 2007 auch endlich das lang verschollene dritte Swallow-Album unter dem Titel "Teach Your Bird to Sing" bei Flotation, begleitet von einem 7"-Release und weiteren Liveauftritten. Im Sommer 2008 spielten Swallow zusammen mit Love Battery eine Session beim Radiosender KEXP anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums von Sub Pop.[3]

Diskographie

Alben
Singles/EPs
  • 1988 Guts/Trapped (7", Sub Pop)
  • 2007 Rats/Bleached Mud Balls (7", Flotation Records)

Kompilationsbeiträge

Referenzbands

Weblinks

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Swallow bei Allmusic [1]
  2. 2,0 2,1 Swallow bei Lamestain [2]
  3. 3,0 3,1 3,2 Bandbio auf der Swallow-MySpace-Seite [3]