Soundgarden – Superunknown

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Superunknown
Soundgarden
Veröffentlicht: 8. März 1994
Label & Vertrieb: A&M (540 215)
Albumlänge: 73:40 Min.
Produziert von: Michael Beinhorn, Soundgarden
Genre: Grunge, Alternative Rock
Formate: CD, 2xLP, MC
Singles: 1994 – Spoonman
1994Black Hole Sun
1994 – Fell on Black Days
1994 – My Wave
1995 – The Day I Tried to Live
Chronologie

1991Badmotorfinger

Superunknown

1996Down on the Upside

Andere:
1995Songs from the Superunknown
1995Alive in the Superunknown
Stolen Prayers

"Superunknown" ist das vierte Studioalbum der US-amerikanischen Grunge-Band Soundgarden. Es ist zudem das meistverkaufte Album der Gruppe und brachte mit Black Hole Sun den größten Single-Hit der Bandgeschichte hervor.

Line-Up

Zum Album

"Badmotorfinger" hatte sie mit der Grunge-Welle erfolgsmäßig ein gutes Stück vorangebracht, doch erst mit ihrem vierten Longplayer namens "Superunknown" sollten Soundgarden wirklich den Mainstream für sich einnehmen. Dies lag maßgeblich an dem überwältigenden Erfolg der eingängigen, wenn auch unheimlichen Single Black Hole Sun (wohl immer noch das Stück, mit dem Soundgarden im Zweifelsfall identifiziert werden). Doch auch auf dem Rest des über siebzigminütigen (Vinyl-)Doppelalbums zeigte sich die Band in kreativer und songschreiberischer Höchstform: Durch die Nebenprojekte Hater und Wellwater Conspiracy hatten auch Garage-Rock und Sixties-Psychedelia Eingang in den bislang von Punk und Metal dominierten Klangkosmos gefunden, und die - zumal bei Sänger Chris Cornell - latent schon immer vorhanden gewesene Liebe zum Pop-Songwriting fand ihre Erfüllung in einer Eingängigkeit und Leichtigkeit, wie sie selbst schwermütige Balladen der Sorte Fell on Black Days oder eben Black Hole Sun zu unwiderstehlichen Hits machten. Trotz allem war Superunknown immer noch und in erster Linie ein Rockalbum, wie nach vorne peitschende Stücke à la Let Me Drown, Spoonman und der Titeltrack bewiesen. Ergänzt wurde der Trip durch Ausflüge in Punk (Kickstand) und Experimentelles (Head Down, Half) sowie klassische apokalyptische Song-Ungetüme wie Limo Wreck, Like Suicide und Mailman, so dass man bei "Superunknown" nach wie vor von Soundgardens vielseitigstem und zu Recht erfolgreichsten Album sprechen kann.

Tracklisting

Seite 1:

  1. Let Me Drown (3:52)
  2. My Wave (5:11)
  3. Fell on Black Days (4:42)
  4. Mailman (4:25)

Seite 2:

  1. Superunknown (5:06)
  2. Head Down (6:08)
  3. Black Hole Sun (5:18)

Seite 3:

  1. Spoonman (4:06)
  2. Limo Wreck (5:47)
  3. The Day I Tried to Live (5:19)
  4. Kickstand (1:34)

Seite 4:

  1. Fresh Tendrils (4:16)
  2. 4th of July (5:08)
  3. Half (2:14)
  4. Like Suicide (7:11)
  5. She Likes Surprises (3:16)

Andere Versionen

  • Die US-Version des Albums enthielt als weltweit einzige nicht den sechzehnten Song namens She Likes Surprises.
  • Neben den fünf Singles gab es zwei Sonderausgaben zur Platte: Erstens die Multimedia-CD-Rom "Alive in the Superunknown" sowie die EP "Songs from the Superunknown", die beide fünf Non-Albumtracks enthielten.
  • Andere limitierte, teilweise nur als Promo erhältliche Auflagen erschienen in klarem, gelbem, blauem und grünem Vinyl.

Credits


Gastmusiker:

Charts

Jahr Titel Charts
D US UK A CH S F NOR FIN NZ
1994 Superunknown 13
1
4 19 9 3 - 5 - -
Singles
1994 Spoonman - - 20 - 47 37 - - - -
1994 Black Hole Sun 26 - 12 - - 19 10 - - -
1995 Fell on Black Days - - 24 - - - - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
NME Spex Musikexpress Spex Musikexpress Visions
1994 Superunknown
-
-
1
10 9 3
Singles
1994 Black Hole Sun
37
15
-
7 - -

All-Time-Charts

Auszeichnungen

  • "Superunknown" gewann 1995 zwei Grammys für die Singles Spoonman (Bester Hardrocksong) und Black Hole Sun (Bester Rocksong) sowie einen MTV Award als "Bestes Rockalbum".

Trivia/Referenzkasten

  • Der Albumtitel geht auf ein Missverständnis zurück, das Sänger Chris Cornell beim Besuch einer Videothek unterlief. Dort glaubte er, ein Video namens Superunknown ausgeliehen zu haben, doch war der eigentliche Titel Superclown. Der vermeintliche Name blieb dann für die Platte.
  • Der Song Spoonman ist nach dem Performancekünstler Artis the Spoonman benannt, der bei dem Stück auch sein Talent, mit Besteck zu musizieren, unter Beweis stellt. Artis ist auch im Video zum Song zu sehen.
  • Der Hintergrund zum Song Like Suicide ist folgender: Chris Cornell saß an seinem Schreibtisch, als ein Vogel gegen die Fensterscheibe flog und sich das Genick brach, aber noch nicht tot war. Um das Leiden des Tieres zu beenden, tötete der Sänger den Vogel mit einem Stein.
  • Das Albumcover zeigt eine Collage aus den Fotos der vier Bandmitglieder (in Fankreisen auch als "schreiender Elf" bekannt) sowie eine auf dem Kopf stehende Abbildung eines brennenden Waldes.
  • Die Hitsingle Black Hole Sun ist verschiedentlich gecovert worden, insbesondere im parodistischen Bereich von Weird Al Yankovic und The Moog Cookbook.

Weblinks