Supersuckers

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
Supersuckers
Supersuckers 2007 in Englewood
Supersuckers 2007 in Englewood
Herkunft: Tucson, Arizona, USA,
seit 1989 Seattle, Washington, USA
Aktiver Zeitraum: seit 1988
Genres: Garagenrock, Punk, Country, Cow-Punk
Labels: Sub Pop, Lucky Records, Empty Records, Koch Records, Aces and Eights, Sessions Records, Pitshark Records, Mid-Fi, Concert Live
Homepage: Supersuckers.com
Line-Up:
Eddie Spaghetti: Gesang, Bass
"Metal" Marty Chandler: Gitarre, Gesang
Dan "Thunder" Bolton: Gitarre, Gesang (1988–2003, seit 2005)
Chris "Captain" Von Streicher: Schlagzeug (seit 2012)
Ehemalige Mitglieder:
Ron "Rontrose" Heathman: Gitarre, Gesang (1988–1995, 1996-2009)
Dancing Eagle: Schlagzeug, Gesang (1988–2005)
Rick Sims: Gitarre, Gesang (1995–1996)
Dusty Watson: Schlagzeug (2005–2006)
Scott "Scottzilla" Churilla: Schlagzeug (2006-2012)
Eric Martin: Gesang (1988–1989)

Die Supersuckers sind eine ursprünglich in Arizona gegründete, seit 1989 aber in Seattle beheimatete Rock'n'Roll-Band mit Einflüssen aus Punk und Country, die sich selbst als "Greatest Rock'n'Roll Band in the World" bezeichnet.

Bandgeschichte

Der Ursprung der Supersuckers liegt in Tucson, Arizona, als 1988 die fünf Rocker Eddie Spaghetti, Ron "Rontrose" Heathman, Dan "Thunder" Bolton, Eric Martin und Dancing Eagle unter dem Namen "The Black Supersuckers" begannen, schmutzige Punknummern mit hintergründigen Country-Elementen zu spielen. 1989 siedelte man nach Seattle über, das seinerzeit gerade anfing, als "Sub Pop Rock City" bekannt zu werden. Dabei purzelte auch Leadsänger Eric Martin vom Karren, so dass seitdem Bassist Eddie Spaghetti für den Leadgesang verantwortlich ist. Auch den Namen kürzte man um ein Adjektiv, so dass das Quartett fortan nur noch als Supersuckers firmierte. Bis 1991 erschienen zunächst einige Singles auf kleineren Labels (die 1992 in der Sammlung "The Songs All Sound the Same" auf Empty Records zusammengefasst wurden), als es schließlich zum Vertrag mit Sub Pop kam. Trotz des nicht unbedingt grungigen Sounds der Band erspielten sich die Supersuckers mit Alben wie dem von Jack Endino produzierten "The Smoke of Hell" (1992) und "La Mano Cornuda" (1994) rasch einen respektablen Platz im Labelroster, der auch nach dem Ende der Grunge-Manie Bestand behielt. 1995 stieg kurzzeitig Gitarrist "Rontrose" aus und wurde für die Aufnahmen zu "The Sacrilicious Sounds of the Supersuckers" von Ex-Didjits-Mitglied Rick Sims ersetzt, doch bereits ein Jahr später war die klassische Bandbesetzung wieder beisammen. Man teilte sich Tourneen und Tonträger mit anderen (Cow-)Punk/Psychobilly-beeinflussten Acts wie The Reverend Horton Heat, Social Distortion oder The Dwarves, und auch mit ihren großen Helden aus Punk (Ramones, New York Dolls, Bad Religion) und Country (Willie Nelson, Steve Earle) gingen die Supersuckers auf Konzertreisen. Insbesondere der Country-Teil fand im weiteren Verlauf der Bandgeschichte stärkere Beachtung, da unter anderem das Nebenprojekt The Junkyard Dogs ins Leben gerufen wurde, bei dem die Supersuckers reine Countrysongs spielten und das sich letztlich auch auf "richtigen" Sucker-Alben wie "Must've Been High" (1996) im Bandsound niederschlug.

Unterdessen war 1999 nach dem Release der Best-Of "How the Supersuckers Became the Greatest Rock and Roll Band in the World" (Bescheidenheit war ihre Sache nie) der Vertrag mit Sub Pop ausgelaufen, so dass das von Fastbacks-Chef Kurt Bloch produzierte "The Evil Powers of Rock'n'Roll" 2000 bei Koch Records erschien und die Supersuckers danach ihr eigenes Label Mid-Fi Records gründeten, auf dem seitdem alle Alben der Band veröffentlicht wurden. In den 2000ern schnellte der Tonträger-Output der Supersuckers rasant in die Höhe, wobei zahlreiche Live- und Split-CDs veröffentlicht wurden, denen lediglich zwei "richtige" neue Alben ("Motherfuckers Be Trippin'" von 2003 sowie "Get It Together" von 2008) gegenüberstehen. Stilistisch wechselte man wie gehabt zwischen eher Punk'n'Roll-lastigen Aufnahmen und countryfizierten Coverversionen eigener und fremder Tracks. 2009 stieg der langjährige Gitarrist "Rontrose" erneut aus und wurde durch "Metal" Marty Chandler ersetzt; 2012 folgte Chris "Captain" Von Streicher dem ausgestiegenen Scott "Scottzilla" Churilla am Schlagzeug nach.

Kollaborationen

Diskographie

Alben
  • 1992 The Smoke of Hell (LP/CD, Sub Pop)
  • 1994 La Mano Cornuda (LP/CD, Sub Pop)
  • 1995 The Sacrilicious Sounds of the Supersuckers (LP/CD, Sub Pop)
  • 1996 Must've Been High (LP/CD, Sub Pop)
  • 1999 The Evil Powers of Rock'n'Roll (CD, Koch Records)
  • 2003 Motherfuckers Be Trippin' (CD, Mid-Fi Records)
  • 2008 Get It Together (CD, Mid-Fi)
Singles/EPs
Sonstige
  • 1992 The Songs All Sound the Same (Singles-Compilation, Empty Records)
  • 1999 How the Supersuckers Became the Greatest Rock and Roll Band in the World (Best Of, Sub Pop)
  • 2002 Must've Been Live (Live-CD, Mid-Fi)
  • 2004 Live at the Tractor Tavern (Live-CD, Mid-Fi)
  • 2004 Live at The Magic Bag, Ferndale, MI (Live-CD, Mid-Fi)
  • 2005 Devil's Food (B-Sides und Rarities, Mid-Fi)
  • 2005 Instant Live - Cafe Du Nord, San Francisco, CA (Live-CD, Mid-Fi)
  • 2006 Instant Live: The Casbah, San Diego, CA (Live-CD, Mid-Fi)
  • 2006 Live at Barts CD Cellar and Record Shop: Boulder, CO (Live-CD, Mid-Fi)
  • 2007 Live at the Whole Foods Market Digital Download (MP3)
  • 2011 Live at Hammersmith Odeon and Indigo2, London 2011 (Doppel-Live-CD, Concert Live)

Kompilationsbeiträge

  • 1994 Sex and Outrage auf "Impossible Records Presents Lucky Records" (Lucky Records)
  • 1995 We'll Call It Christmastime auf "Happy Birthday, Baby Jesus"
  • 1996 She's My Bitch auf "Home Alive" (Epic)
  • 1996 I Say Fuck (Live) auf "Hype!" (Sub Pop)
  • 1998 I'm Poor auf "Their Sympathetic Majesties Request"
  • 2000 Your Mom Rules auf "I-5 Killers Vol.3"
  • 2000 Stuff N Nonsense auf "Loose Change (O.S.T.)"
  • 2000 Heavy Heart auf "Free the West Memphis 3" (Koch Records)
  • 2001 The Evil Powers of Rock'n'Roll auf "Respect the Rock Vol.1" (Redline Records)
  • 2002 Shake It Off auf "How We Rock" (Burning Heart Records)
  • 2003 Creepy Jackalope Eye auf "Up in Flames"
  • 2003 Ball Lightning auf "Hell City Hell"
  • 2004 Shake It Off auf "L.A. Shakedown"
  • 2004 Bubblegum and Beer auf "Of Hands and Hearts"
  • 2004 Then I'm Gone auf "Out of the Rain"
  • 2004 Someday I Will Kill You auf "Hey! That's What I Call Sludge Vol.1"
  • 2005 Can Pipe auf "American Fallout"
  • 2005 I Like It All Man auf "Live From the Morning Alternative Volume 2"
  • 2005 Coattail Rider auf "Whatever – The 90's Pop & Culture Box" (Rhino Records)
  • 2006 Creepy Jackalope auf "Sleepless in Seattle – The Birth of Grunge"

Trivia

  • Neben ihrer Mission, als größte Rock'n'Roll-Band der Welt selbige zu erobern, haben sich die Supersuckers immer auch für karitative Zwecke eingesetzt und spendeten unter anderem Songs für Benefiz-Aktionen wie Farm Aid oder Home Alive. Besonders aber liegt der Band das Schicksal der so genannten "West Memphis 3" am Herzen, wobei es sich um drei wegen Mordes verurteilte Männer handelt, die aber nach Ansicht vieler Experten unschuldig sind. Supersuckers-Sänger Eddie Spaghetti rief daraufhin im Jahre 2000 die Initiative "Free the West Memphis 3" ins Leben und veröffentlichte auch eine Benefiz-Kompilation gleichen Namens.

Referenzbands

Coverversionen

The Supersuckers covern...

The Supersuckers werden gecovert...

  • auf "Songs in the Key of E-Vil" (Tribute-CD, 2002)

Weblinks