Superchunk

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Superchunk
Superchunk beim Bumbershoot Festival in Seattle, 2008
Superchunk beim Bumbershoot Festival in Seattle, 2008
Herkunft: Chapel Hill, North Carolina
Aktiver Zeitraum: seit 1989
Genres: Indierock
Punk
Labels: Matador
Merge
Homepage: Superchunk.com
Line-Up:
Mac McCaughan: Gesang, Gitarre
Jim Wilbur: Gitarre (seit 1990)
Laura Ballance: Bass
Jon Wurster: Schlagzeug (seit 1991)
Ehemalige Mitglieder:
Jack McCook: Gitarre (1989-1990)
Chuck Garrison: Schlagzeug (1989-1991)

Superchunk sind eine Band aus Chapel Hill, die 1989 gegründet wurde. Sie sind durch ihre strikte DIY-Einstellung eine der bekanntesten und erfolgreichsten Indierockbands ihrer Generation geworden. Das bandeigene Label Merge Records ist heute zudem eine der wichtigsten Plattformen für Indie-Veröffentlichungen.

Bandgeschichte

1989 rief das Duo Mac McCaughan und Laura Ballance, damals ergänzt durch den zweiten Gitarristen Jack McCook und Drummer Chuck Garrison, die Band Chunk ins Leben. Grundlage ihres Sounds waren Einflüsse aus Punkrock und US-Indierock, die mit einer gewissen Slacker-Einstellung herübergebracht wurden. Auch McCaughans leicht nölige Stimme wurde rasch zu einem Markenzeichen der Band. Die erste Single erschien 1989 auf McCaughans und Ballances zeitgleich gegründetem Label Merge Records und konnte – ebenso wie die zweite, bereits unter dem neuen Bandnamen Superchunk erschienene 7" Slack Motherfucker – bereits Aufmerksamkeit in der Indie-Musikpresse auf sich ziehen. Nach dem ersten Full-Length-Album, das Anfang 1990 unter dem schlichten Titel "Superchunk" erneut auf Merge Records veröffentlicht wurde, wurden die Majorlabels auf die Band aufmerksam. Diese wartete jedoch ab und musste zunächst einige Personalwechsel überstehen – Gitarrist McCook wurde 1990 durch Jim Wilbur ersetzt, Drummer Garrison 1991 durch Jon Wurster, wodurch sich das bis heute bestehende Superchunk-Lineup konstituiert hatte. Das zweite, von Steve Albini produzierte Album "No Pocky for Kitty" erschien dann 1991 auf dem Indie Matador und konnte erneut Lobeshymnen auf sich ziehen. Nach einer ersten Sammlung von Singles machten sich Superchunk dann an ihr drittes Album namens "On the Mouth", das 1993 erneut (und letztmalig) von Matador veröffentlicht wurde und die Band experimentierfreudiger denn je zeigte. Der Marionetten-Videoclip zu Package Thief, der insbesondere durch seine Verwendung bei Beavis & Butt-Head Aufmerksamkeit erregen konnte, wurde ein kleiner Hit, und "On the Mouth" erhielt durchweg gute bis sehr gute Kritiken.

Ab dem nächsten Album "Foolish" von 1994 veröffentlichten Superchunk ihre Platten nur noch auf ihrem eigenen Label Merge und brachten es im weiteren Verlauf der Neunziger zu einem beachtlichen musikalischen Output. Insbesondere das 1995er Album "Here's Where the Strings Come in", das der Band einen Auftritt bei Lollapalooza einbrachte und dessen Single Hyper Enough ebenfalls punkten konnte, brachte Superchunk weitere Erfolge ein. Mit "Indoor Living" (1997) und "Come Pick Me Up" (1999) wurde das Klangspektrum der Band erneut erweitert, da nun auch Instrumente wie Klavier und Streicher Einzug hielten. Produzententechnisch half in dieser Zeit u.a. Jim O'Rourke (Gastr Del Sol, Sonic Youth) aus. 2001 erschien "Here's to Shutting Up" von 2001, nachdem die zweite Singles-Sammlung "Incidental Music" und die mittlerweile vergriffenen Matador-Alben in Neuauflage auf dem Merge-Label veröffentlicht worden waren. Im Laufe der 2000er veröffentlichten Superchunk eine Reihe von besonderen Tonträgern, unter anderem "The Clambake Series" mit Liveeinspielungen sowie die insgesamt dritte Single-Kollektion "Cup of Sand". Daneben erschienen hauptsächlich einzelne Songs auf Soundtracks und Kompilationen.

Mac McCaughan hat zudem ein Nebenprojekt namens Portastatic am Laufen, an dem unter anderem auch Superchunk-Gitarrist Jim Wilbur beteiligt ist. Wilbur selbst hat unter dem Namen Humidifier ebenfalls Soloaufnahmen veröffentlicht. Das Merge-Label hat sich zudem zu einem der bekanntesten Indielabels der Staaten entwickelt und mit u.a. ...And You Will Know Us by the Trail of Dead und Arcade Fire einige der erfolgreichsten Indie-Newcomer veröffentlicht.

2010 erschien ein neues Album unter dem Namen "Majesty Shredding", zudem geht die Band wieder auf Tour.

Diskographie

Alben
Sonstige
  • 1992 Tossing Seeds: Singles 89-91 (Singles und Raritäten, Merge)
  • 1995 Incidental Music 1991-95 (Singles und Raritäten, Merge)
  • 2002 The Clambakes Series Vol. 1 (Livealbum, Merge)
  • 2002 The Clambakes Series Vol. 2 (Livealbum, Merge)
  • 2003 Cup of Sand (Singles und Raritäten 1995-2002, Merge)
  • 2004 The Clambakes Series Vol. 3 (Livealbum, Merge)
  • 2009 The Clambakes Series Vol. 4 (Livealbum, Merge)

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts
Spex
Singles
1992 Mower 9

All-Time-Charts

On the Mouth

Kompilationsbeiträge

  • 1991 Skip Steps 1&3 auf "Throw" (Yo-Yo)
  • 1991 Invitation auf "Pyloric Waves" (D-Tox)
  • 1992 I'll Be Your Sister auf "Teriyaki Asthma Vol. VII" (C/Z)
  • 1992 Nancy Sin auf "Fortune Cookie Prize" (Simple Machines)
  • 1993 Baxter auf "Incline Plane" (Simple Machines)
  • 1993 Basement Life auf "DG&FITS #3" (Amphetamine Reptile)
  • 1994 From the Curve auf "Working Holiday" (Simple Machines)
  • 1994 Dance Lessons auf "Rows of Teeth" (Merge)
  • 1995 Shallow End auf "Jerky Boys" (Atlantic)
  • 1996 Does Your Hometown Care auf "Suburbia" (DGC)
  • 1996 Fader Rules auf "Lounge Ax Defense Fund" (Touch & Go)

Referenzkasten

  • Der ursprüngliche Bandname "Chunk" ergab sich aus einer falsch addressierten Werbepost an den ersten Schlagzeuger Chuck Norrison, der dort "Chunk Morrison" geschrieben wurde. Später hängte man noch ein "Super-" vorne an.

Referenzbands

Coverversionen

Superchunk covern...

Superchunk werden gecovert von...

  • 1992 Slack MotherfuckerfIREHOSE (auf „Live Totem Pole“, Columbia)

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Videoclips

Weblinks