Sting

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Sting
Herkunft: Newcastle, England
Geboren: 2. Oktober 1951 (66 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1975
Genres: Pop, Rock, Fusion
Instrumente: Gesang, Bass, Gitarre
Labels: A&M, Deutsche Grammophon
Homepage: Sting.com
Bands:
The Police

Der gute Sting ist wohl einer der Musiker, über die sich der standhafte Indie-Hörer stundenlang aufregen kann (wg. Ein-Mann-Regenwald-Rettens, Selbstgefälligkeit, Schamlos-sich-von-Puff-Daddy-covern-Lassens etc.pp.), jedoch spätestens, wenn die Rede auf The Police kommt (oder man sein Pop-Gedächtnis mal ganz ernsthaft nach heimlichen cheesy Lieblinsgsongs befragt), widerwillig zugeben muss, dass der Mann auch halbwegs coole Songs geschrieben hat.

Biographie

Geboren als Sohn eines Milchmanns im finsteren Newcastle als Gordon Matthew Sumner, eignete sich der kleine "Stachel" den Bass als bevorzugtes Instrument an, machte eine Lehramtsausbildung und spielte in der lokalen Jazzszene. Prägend war für ihn in dieser Zeit die Mitgliedschaft in der Fusionband Last Exit, die 1975 die Single Whispering Voices veröffentlichte und bei der er erste Tournee-Erfahrungen sammelte. Dann jedoch traf er eines Konzertabends 1977 den US-stämmigen Schlagzeuger Stewart Copeland aus London bei einem Konzertabend, der ihn in die britische Hauptstadt einlud. Sting – den Spitznamen hatte er von seinem gelb-schwarz-gestreiften Pulli – sagte zu, verließ Last Exit, um bald darauf zusammen mit Steward Copeland in London The Police zu gründen. Mit dem ersten Gitarristen Henry Padovani zunächst noch im (angesagten) Punk-Bereich wildernd, dann aber (mit dem neuen Gitarristen Andy Summers) rasch Richtung New Wave/Pop/Reggae umschwenkend, wurden The Police zu einer der größten Bands der späten 70er und frühen 80er Jahre.

Dabei entwickelte sich auch Stings Songwriting (und Selbstbewusstsein) weiter, so dass er 1983 schließlich glaubte, auch ohne die Bandkollegen zurecht zu kommen. Der Erfolg seines ersten, zwischen Jazz und Pop gelagerten Albums "Dream of the Blue Turtles" von 1985 mit diversen Hitsingles (u.a. Russians und If You Love Somebody Set Them Free) gab ihm recht, und in der Folge wurde Sting zu einem der größten Stars der 80er. Eine Police-Reunion fand zwar 1986 anlässlich eines Amnesty International-Benefiz-Auftritts statt, danach war aber für die nächsten zwei Dekaden wieder Schicht mit der Band. Dafür war Sting nun verstärkt auf der Leinwand zu sehen, wobei besonders seine Rollen in der Buchverfilmung "Dune - Der Wüstenplanet" und der Filmversion des The Who-Opus "Quadrophenia" in Erinnerung geblieben sein dürften. Außerdem engagierte er sich nahezu omnipräsent für die Rettung des Amazonas-Regenwaldes sowie für Amnesty International. Weitere Erfolgsalben von Sting waren "Nothing Like the Sun" (1987), welches auch in einer spanischen Version erschien, das Konzeptalbum "The Soul Cages" (1991) über den Tod seiner Eltern sowie das wieder eher Pop-lastige "Ten Summoner's Tales" (1993). Danach verkaufte Sting zwar immer noch massig Platten, doch hatte sich die Medienöffentlichkeit inzwischen jüngeren Pop-Präfekten zugewandt. Es mußte erst Puff Daddy kommen und 1997 in Angedenken an den getöteten Rapper Biggie Smalls seine Version des Police-Klassikers Every Breath You Take verbrechen, um auch ein jüngeres Publikum wieder an Stings Existenz zu erinnern. Anscheinend half der Denkanstoß wirklich, denn das 1999 erschienene Sting-Album "Brand New Day" samt seiner Single Desert Rose kam auch beim MTV- und Viva-Publikum bestens an und wurde einer von Stings größten Erfolgen. Davon angespornt, duettierte der Sänger auf dem Nachfolger "Sacred Love" von 2003 mit Mary J. Blige und experimentierte mit Dance-Beats, nur um auf seinem achten und bislang letzten Studioalbum "Songs From The Labyrinth" (2006) wieder zwölf Gänge zurückzuschalten und ein Album mit Lautenmusik des Renaissancekomponisten John Dowland zu veröffentlichen. Und im Jahre 2007 kam es dann endlich doch noch zur ersehnten Police-Reunion, die selbstredend vor ausverkauften Häusern stattfand.

Solo-Diskographie

Alben
  • 1985 Dream of the Blue Turtles (LP/CD, A&M)
  • 1987 ...Nothing Like the Sun (LP/CD, A&M)
  • 1991 The Soul Cages (LP/CD, A&M)
  • 1993 Ten Summoner's Tales (LP/CD, A&M)
  • 1996 Mercury Falling (LP/CD, A&M)
  • 1999 Brand New Day (LP/CD, A&M)
  • 2003 Sacred Love (LP/CD, A&M)
  • 2006 Songs from the Labyrinth (LP/CD, Deutsche Grammophon)
Sonstige
  • 1986 Bring On the Night (Live-Doppel-CD/LP, A&M)
  • 1987 Nada Como El Sol ("Nothing Like The Sun" auf Spanisch, LP/CD, A&M)
  • 1994 Fields of Gold: The Best of Sting 1984-1994 (Best Of, A&M)
  • 1997 The Very Best of Sting & The Police (Best Of, A&M)
  • 2001 ...All This Time (Live & Rare, A&M)
  • 2007 The Journey and the Labyrinth (Live-CD, Deutsche Grammophon)

Kollaborationen

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
Musikexpress Spex Musikexpress Rolling Stone
1985 Dream of the Blue Turtles
17 3
1986 Bring On the Night
4
1987 Nothing Like the Sun
ohne Rang
6
1991 The Soul Cages
6
1991 Ten Summoner's Tales
42
8
1999 Brand New Day
23
Singles
1988 An Englishman in New York
10
2000 Desert Rose
22

All-Time-Charts

Bring On the Night
Nothing Like the Sun
Dream of the Blue Turtles
Brand New Day (Musikvideoclip)

Referenzbands

Weblinks