Stevie Wonder

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Stevie Wonder ist einer der erfolgreichsten afroamerikanischen Musiker aller Zeiten. Mit seinem Sound zwischen R'n'B, Soul und Funk beeinflusste er die Entwicklung der Black Music seit den 1970er Jahren entscheidend.

Biographie

Der von Geburt an blinde Sänger und Musiker Stevie Wonder trat bereits als Zwölfjähriger ins Rampenlicht der Musiköffentlichkeit, als er 1962 einen Vertrag mit dem legendären Soul-Label Motown Records abschloss und als Little Stevie Wonder mit Fingertips, Part 2 mit seinem bereits damals meisterhaften Mundharmonikaspiel einen ersten Hit erreichte. Als Teenager war er einer der Stars des rasant aufblühenden Labels, wenn auch seine Platten aus der Zeit heute nicht als repräsentativ für seine musikalische Begabung gelten, da sie der Motown-typischen Songwriting-Fließbandware entsprachen. Es war folglich auch erst die Zeit nach seinem "Ausbruch" aus Berry Gordys Hitfabrik 1972, als Stevie Wonder seinen eigenen Stil entwickelte und die weitere Entwicklung des Soul entscheidend vorantrieb. Mit den klassischen Wonder-Alben "Music of My Mind" (1971), "Talking Book" (1972) und "Innervisions" (1973) mit seinen oft gecoverten Megahits Superstition und You Are the Sunshine of My Life legte Stevie Wonder den Grundstein für seinen Ruf als musikalisches Genie, und die nachfolgenden Platten "Fulfillingness' First Finale" sowie das Doppelalbum "Songs in the Key of Life" festigten seine Position als erfolgreichster schwarzer Musiker der 70er Jahre. Durch die Verbindung von positiven wie auch sozialkritischen Texten setzte er Maßstäbe für zukünftige Soul-Produktionen. Zudem war es Wonder als einem der ersten schwarzen Künstler gelungen, sowohl das klassische afroamerikanische Soul- und R'n'B-Publikum als auch die vornehmlich weiße Pop- und Rock-Hörerschaft für sich zu gewinnen, was auch durch Tourneen mit u.a. den Rolling Stones begünstigt wurde. Und nicht zuletzt war der Pop-Soul-Sound der 80er Jahre zu einem guten Teil von Wonders eklektizistischem Ansatz beeinflusst.

Besagtes Jahrzehnt war für den blinden Musiker zwar weiterhin von kommerziellem Erfolg geprägt (u.a. das Martin Luther King gewidmete Happy Birthday, Part-Time Lover sowie das Duett Ebony and Ivory mit Paul McCartney), doch gelten seine Platten aus der Zeit gemeinhin als künstlerisch weniger anspruchsvoll – so ist sein Liebeslied I Just Called to Say I Love You nach wie vor in vielen Kritikerlisten einer der Top-Anwärter auf den schlechtesten Song aller Zeiten. Dies konnte jedoch ebensowenig wie Wonders geringerer Platten-Output seit den späten 80er Jahren seinen Status als Ikone der Black Music ernsthaft gefährden.

In jüngster Zeit ist Stevie Wonder unter anderem als Moderator von "American Idol", der US-Version von "Deutschland sucht den Superstar", sowie durch Kollaborationen mit den Rappern Busta Rhymes und Snoop Dogg in Erscheinung getreten. Er arbeitet zudem an einem neuen Album mit dem Arbeitstitel "The Gospel Inspired by Lula", das nach "A Time to Love" von 2005 erst sein zweites Studioalbum seit 1995 sein wird.

Solo-Diskographie

  • 1962 The Jazz Soul of Little Stevie Wonder
  • 1962 Tribute to Uncle Ray
  • 1963 Recorded Live: The 12 Year Old Genius (Live)
  • 1963 With a Song in My Heart
  • 1964 Stevie at the Beach
  • 1965 Up-Tight
  • 1966 Down to Earth
  • 1967 I Was Made to Love Her
  • 1967 Someday at Christmas
  • 1968 Eivets Rednow
  • 1968 For Once in My Life
  • 1969 My Cherie Amour
  • 1970 Signed Sealed Delivered I'm Yours
  • 1970 Stevie Wonder Live (Live)
  • 1970 Live at the Talk of the Town (Live)
  • 1971 Where I'm Coming From
  • 1972 Music of My Mind
  • 1972 Talking Book
  • 1973 Innervisions
  • 1974 Fulfillingness' First Finale
  • 1976 Songs in the Key of Life (Doppel-LP)
  • 1979 Journey through the Secret Life of Plants (Soundtrack)
  • 1980 Hotter than July
  • 1984 The Woman in Red (Soundtrack)
  • 1985 In Square Circle
  • 1987 Characters
  • 1991 Jungle Fever (Soundtrack)
  • 1995 Conversation Peace
  • 2005 A Time to Love

Referenzbands

Coverversionen

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Weblinks