SprottenRock

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SprottenRock
SprottenRockPressefoto
SprottenRockPressefoto
Herkunft: Kiel, Heide , Deutschland
Genres: Punkrock, Deutschrock
Labels: Coast Rock Records
Homepage: www.SprottenRock.de
Line-Up:
Abo (Gesang, Gitarre)
Markus (Schlagzeug)
Mitch (Gitrarre, Orgel, Gesang)
Sam (Bass)
Ehemalige Mitglieder:
Dimitri (Gesang, Gitarre 2001 - 2002)
Onkel Boern (Drums 2001-2002)
Helmet (Gesang, Keyboard 2001 - 2006)
Chrisch (Gitarre 2002 - 2008)

SprottenRock verbinden diverse Musikrichtungen zu einem eigenwillig schrottig-charmanten Mix aus Punk-, Rock-, Pop- und Ska-Elementen. Die vierköpfige Band stammt aus Schleswig-Holstein und ist seit 2002 live unterwegs.

Bandgeschichte

SprottenRock gingen aus der Kellerband Dioptrien hervor, die aus ein paar Schulfreunden bestand. Die Eigenproduktion Tiefenrausch ist bereits vergriffen und bestand aus mehr als zwanzig Songs verschiedenster Stile und Sprachen. Der Song Chicken Killas wurde zu einem kleinen Untergrundhit und erfreute sich Dank des dazugehörigen Musikvideos wachsender Beliebtheit. Als Hommage an ihre Wurzeln hat die Band den Song immer wieder neu interpretiert.

Gründungsmitglied Dimitri (Gesang und Gitarre) verließ früh die Band und wurde durch Chrisch ersetzt, der mit seinem Gitarrenspiel die Band weiter nach vorne brachte. Die Band bestand nunmehr aus Onkel Boern (Drums), Abo (Gesang, Gitarre), Chrisch (Gitarre), Sam (Bass) und Helmet (Keys, Gesang). In dieser Besetzung legten sie mit der von Falk Szyba (Knott) produzierten Demo-EP den Grundstein für den heutigen SprottenRock-Sound.

Während der Produktionsphase des ersten richtigen Studioalbums Couchparty verließ Drummer Onkel Boern die Band und wurde durch den heutigen Drummer Markus ersetzt. Auch dieses Album wurde von Falk Szyba produziert. Die Band machte sich insbesondere im Norden der Republik schnell einen Namen, trat beim Deutschen Rock- und Pop Preis im CCH (Hamburg) auf und ließ einige Labels aufhorchen.

SprottenRock entschieden sich für ein kleines Hamburger Label, dass die Band als "legitime Nachfolger von Die Ärzte" weiter aufbauen wollte. Während der Arbeit am erhofften Durchbruch-Album lernte die Band viel vom Produzenten und vom Label in Sachen Songwriting dazu, lernte aber auch die bitteren Seiten des Musikgeschäftes kennen. Die Songs bekamen zum Teil eine völlig andere Note und waren nicht mehr das, womit sich die Band identifizieren wollte. Außerdem war das Label weniger an der Band, sondern mehr an Sänger Abo interessiert und drohte den restlichen Bandmitgliedern immer wieder, sie durch Studiomusiker zu ersetzen. SprottenRock entschlossen sich, neben der Arbeit im Studio an neuen Songs zu arbeiten, die sie in einem anderen Studio (Baltic Sound Studio, heute Basement Studios) live einspielten. In diesen wesentlich rauheren Songs wie Das letzte Hemd, rechnete die Band textlich mit dem Label ab und gewann wieder den Spaß an ihrer Musik zurück.

Die Band kündigte die Zusammenarbeit, gewann die Rechte an ihren Songs zurück und veröffentlichte mit Hilfe der Produzenten Malte Moderegger und Stefan Walter das Album Gegenwind über edel und EMG. Songs wie Das letzte Hemd, IFLKT oder Letz Rock sind bezeichnend für SprottenRock und waren auf etlichen Samplerbeiträgen und im Radio (unter anderem Delta Radio, Antenne Bayern, NDR 2, Radio Goethe (USA) usw.) zu hören. Die Band nahm an der popkomm teil und erschien mit ihrem Song Das letzte Hemd auf dem Sampler des musikmarkt-Magazins (Best of talents, popkomm-Ausgabe). Die Eigenproduktion des dazugehörigen Videos erschien später auf der DVD-Beilage des Soundcheck-Magazins.

In dieser Phase produzierte die Band auf Anraten von EMG eine Coverversion des Songs Gute Freunde kann niemand trennen (Franz Beckenbauer). Der Song sollte zur Fußballweltmeisterschaft 2006 erscheinen. Obwohl der Song bereits produziert war, wurde er Monate später kurz vor Ende der WM veröffentlicht und nicht im vereinbarten Umfang beworben. EMG zog gegen den damaligen Geschäftsführer wegen Veruntreuung von Firmengeldern vor Gericht und wollte der Band keine Entschädigung zahlen. EMG lagen keine Unterlagen mehr vor. Die Firma drohte der Band mit einer Unterlassungsklage. SprottenRock kündigten die Zusammenarbeit und forderten die bereits ausgehändigten Alben zurück.

Das Indielabel Coast Rock Records, das von Abo und Stefan (Dog Eared Pages) gegründet wurde, veröffentlichte Gegenwind im Jahr 2007 nochmals über den Vertrieb von New Music Distribution. Ungefähr zu dieser Zeit verließ Keyboarder Helmet die Band. SprottenRock hatten sich inzwischen einen guten Ruf als Liveband erarbeitet und spielten mit zahlreichen Stars und Sternchen auf Festivals.

Das Onlinealbum rotten tapes erschien und wurde in regelmäßigen Häppchen als kostenloser Download veröffentlicht. Auf dem Album befinden sich sowohl Interviews als auch Anmoderationen, unveröffentlichte Studiotracks und Liveaufnahmen der Band.

Chrisch verließ die Band, weil er sich mit seinem Projekt Bild in Ton musikalisch in eine neue Richtung entwicklen wollte. Die Bandmitglieder verband inzwischen eine dicke Freundschaft. Sie legten eine Pause ein, um zu schauen, wie es nun weitergehen sollte. Mit Mitch stieß nach langer Suche ein Gitarrist hinzu, der sich schnell und mit vielen eigenen Ideen einen festen Platz erspielte. Mitch, der sich auch als begnadeter Hammond Orgelspieler und Sänger entpuppte, feierte auf Rockamphetamin seine Studiopremiere. Die Band brachte mit dem Album Rockamphetamin ein selbstbewusstes Rockalbum auf den Markt. Die Band setzte den rauhen Ansatz von Das letzte Hemd und Co unbeirrt fort. Für das Artwork zeigt sich der Kieler Künstler Tim Eckhorst verantwortlich, der spätestens seit Wacken 2010 einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt haben dürfte.

Für einen Sampler gegen Rechtsextremismus nahm die Band den Song Nazis ins Klo auf, der jedoch aus Angst der Initiatoren vor einer möglichen Indizierung nicht verwendet wurde. Hauptdiskussionspunkt war der nicht ganz ernst gemeinte Aufruf zur Gewalt. Auch wenn Gewalt häufig ein Thema in den Songs der Band ist, distanziert sie sich deutlich von jeglicher Gewaltbereitschaft und gewalttätigen Handlungen. Der Song taucht immer wieder versteckt auf der offiziellen Website der Band auf, ist aber inzwischen auch über andere Quellen im Netz legal zu beziehen.

2010 feierte die Band ihre Unplugged-Premiere und entschied sich dazu, ein Online-Album mit Unpluggedversionen neuer und alter Songs zu veröffentlichen. Hinzu kamen einige Studiotracks, die es nicht mehr auf Rockamphetamin schafften, da sie nicht ins Konzept passten. Auch der Coversong Schiess doch! der Bonner Strandpunker Das frivole Burgfräulein ist auf diesem Album zu finden. Das Album trägt den Namen Chez Dosé.

SprottenRock arbeiten derzeit an einem neuen Album, das 2011 veröffentlicht wird.

Diskographie

Alben
  • Tiefenrausch (2001)
  • Couchparty (2003)
  • Gegenwind (2006)
  • Rockamphetamin (2008)
Singles/EPs
  • Demo (2002)
  • Das letzte Hemd (2006)
  • IFLKT (2006)
  • Gute Freunde kann niemand trennen (2006)
  • Rockamphetamin (2008)
  • Nazis ins Klo (2009)
Onlinealben

Kompilationsbeiträge

  • Musico-Sampler 1-5
  • Stars in the City
  • BandBox
  • Schulanfang'77
  • Endlich 18 - (Tribut an Das frivole Burgfräulein)
  • OMC-Sampler Vol. 2
  • Soundcheck-Magazin (Video auf DVD)
  • Musik Markt Magazin-Sampler (popkomm-Ausgabe)
  • Best of talents-Sampler
  • New Rock-Sampler

Videoclips

MP3s

Weblinks