Soundgarden

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Soundgarden
Soundgarden in Berlin 2012(Kim Thayil, Matt Cameron, Chris Cornell, Ben Shepherd)
Soundgarden in Berlin 2012
(Kim Thayil, Matt Cameron, Chris Cornell, Ben Shepherd)
Herkunft: Seattle, Washington, USA
Aktiver Zeitraum: 19841997, 20102017
Genres: Grunge
Heavy Metal
Alternative Rock
Labels: Sub Pop
SST
A&M
Universal Republic Records
Homepage: SoundgardenWorld.com
Line-Up:
Chris Cornell
(Gesang, Gitarre, Schlagzeug, 19841997, seit 2010)
Kim Thayil
(Gitarre, 19841997, seit 2010)
Ben Shepherd
(Bass, Gesang, 19901997, seit 2010)
Matt Cameron
(Schlagzeug, 19861997, seit 2010)
Ehemalige Mitglieder:
Scott Sundquist
(Schlagzeug, 19851986)
Hiro Yamamoto
(Bass, Gesang, 19841989)
Jason Everman
(Bass, 19891990)

Die 1984 gegründeten Soundgarden waren neben Nirvana, Pearl Jam und Alice in Chains eine der bekanntesten und einflussreichsten Bands der Grunge-Bewegung der 1980er und 1990er Jahre. Mit Alben wie "Ultramega OK" und "Badmotorfinger" gab das Quartett aus Seattle der düster-metallischen Seite des Grunge ein Gesicht und wurde mit dem Multi-Platin-Erfolg "Superunknown" von 1994 auch kommerziell erfolgreich, löste sich 1997 jedoch aufgrund kreativer Differenzen auf. Am 5. April 2010 wurde die Wiedervereinigung von Soundgarden offiziell bekanntgegeben, das erste Studioalbum der Band seit "Down on the Upside" von 1996 erschien am 13. November 2012 unter dem Titel "King Animal".

Mit dem Tod von Sänger, Gitarrist und Songschreiber Chris Cornell im Mai 2017 ist die Geschichte von Soundgarden als aktiver Band wohl als endgültig beendet zu betrachten.

Bandgeschichte

Die Bandhistorie von Soundgarden teilt sich auf in die erste Existenzphase von der Gründung 1984 bis zur ersten Auflösung der Gruppe 1997. Seit 2009 verdichteten sich Gerüchte um eine Reunion, die 2010 offiziell bekanntgegeben wurde.

19841997: Von der Gründung bis zur ersten Auflösung

"The Sound Garden" im Magnusson Park in Seattle
Soundgardens allererstes Demotape aus dem Jahr 1985

19841986: Die Gründungsjahre

Die Wurzeln von Soundgarden liegen in der Bekanntschaft von Sänger Chris Cornell, Gitarrist Kim Thayil und Bassist Hiro Yamamoto. Diese spielten Anfang der 80er in diversen lokalen Gruppen in Seattle (u.a. The Altered, der Coverband The Shemps und der bizarren Country-Punk-Combo Center for Disease Control Boys), bis sie 1984 den Entschluss fassten, gemeinsam eine Band zu starten. Deren Namen entlehnten die Musiker einer Klanginstallation in Seattle namens "The Sound Garden", die im Wind seltsame Geräusche von sich gab. Soundgarden spielten zunächst als Trio mit Cornell als singendem Schlagzeuger. Stilistisch verortete Cornell die frühen Soundgarden im Bereich der amerikanischen Post-Punk- und Indie-Szene der frühen 1980er, wobei die späteren (und seinerzeit eher als uncool bewerteten) Einflüsse aus Siebziger-Rock und -Metal damals noch weniger ausgeprägt waren.[1] Ihr erstes Demotape nahm die Band am 24. April 1985 im Keller des späteren Sub Pop-Chefs Bruce Pavitt auf; es enthielt unter anderem die späteren Albumtracks Incessant Mace und Tears to Forget. Nachdem Soundgarden dann Beiträge zu den Tapesamplern "Pyrrhic Victory" des Plattenlabels C/Z Records und "Bands That Will Make Money"(!) des örtlichen Radiosenders KCMU (heute KEXP) geleistet hatten, stieg Drummer Scott Sundquist ein, so dass Cornell sich fortan ganz auf den Gesang konzentrieren konnte. In dieser Besetzung steuerte die Band 1985 drei Tracks zur heute legendären Compilation "Deep Six" bei, auf der auch die Ur-Grunge-Bands Melvins, U-Men, Malfunkshun, Green River sowie Skin Yard zu hören waren. Der Schlagzeuger der letztgenannten Band, Matt Cameron, ersetzte im Herbst 1986 schließlich Sundquist, der sich mehr seiner Familie widmen wollte.

19871990: Von Sub Pop zum Major

Im Jahr 1987 kam es zur folgenreichen Kooperation von Soundgarden und dem aufstrebenden Label Sub Pop: Bruce Pavitt, neben Jonathan Poneman der Mitinitiator der Plattenfirma, trat an seinen alten Schulfreund Kim Thayil heran, ob dessen Band auf dem neuen Label eine Single veröffentlichen wollte. So kam die heute extrem gesuchte 7" "Hunted Down/Nothing to Say" als zweiter Release (nach Green Rivers Debüt) heraus, noch im selben Jahr gefolgt von der ersten EP "Screaming Life", die beide vom Sub Pop-Hausproduzenten Jack Endino betreut und von Hausfotograf Charles Peterson illustriert wurden. Hier waren die Grundlagen für den klassischen Soundgarden-Sound zu hören: Tiefer gestimmte, zwischen schwerem, hypnotischem Black Sabbath- und schnellem Punkrock-Riffing wechselnde Gitarrenarbeit, düster-psychedelische Elemente, ungewöhnliche Tempiwechsel und das Multi-Oktav-Organ des charismatischen und attraktiven Sängers Chris Cornell, das die damaligen Kritiker oft zu Led Zeppelin-Vergleichen greifen ließ (eine Band, der Soundgarden laut eigener Aussage allerdings nichts abgewinnen konnten). Bereits nach Erscheinen der ersten Single waren die Majorlabels auf Soundgarden aufmerksam geworden, was für die bis dato als kommerziell kaum vermittelbar geltende Underground-Musikszene von Seattle eine Neuheit war. Die Band ließ sich jedoch Zeit mit der "Partnerwahl" und veröffentlichte 1988 die von Steve Fisk produzierte EP "Fopp" noch einmal auf Sub Pop. Im selben Jahr wechselte das Quartett dann zum seinerzeit wichtigsten Indie-Hardcore-Label SST, dessen Bands wie Hüsker Dü, Black Flag oder Minutemen seit jeher großen Einfluss auf die Musikszene von Seattle im Allgemeinen und Soundgarden im Speziellen gehabt hatten. Die Trennung vom Stammlabel verlief aber ohne Streit, und Soundgarden steuerten noch nach dem Vertragswechsel die Szenehymne Sub Pop Rock City zur Compilation "Sub-Pop-200" bei.

Der Soundgarden-Debütlongplayer "Ultramega OK" wurde von Drew Canulette, der schon bei "Fopp" technisch assistiert hatte, aufgenommen und konnte umgehend eine Grammy-Nominierung einheimsen. Klangmäßig bot das Album das Spektrum der frühen Soundgarden zwischen nach vorne gehendem Hardrock (der Opener Flower und Mood for Trouble), Punk (Head Injury oder das von Hiro Yamamoto gesungene Circle of Power) sowie doomigem Schwermetall (der frühe Klassiker Beyond the Wheel). Hinzu kamen eher untypische Anleihen an Bluesrock (Incessant Mace und das Howlin' Wolf-Cover Smokestack Lightning) und der typische, etwas abseitige Humor der Band auf Tracks wie 665 und 667 (eine "Backward Message"-Parodie auf die "666"-Satan-Symbolik vieler Metalbands, bei der Chris Cornell "Oh Santa, I need you baby" rückwärts singt) oder der "Coverversion" von Two Minutes of Silence von John Lennon und Yoko Ono, die bei Soundgarden allerdings nur eine Minute dauerte und dementsprechend One Minute of Silence hieß. ("Wir haben Yoko Onos Hälfte weggelassen", erklärte Kim Thayil dazu.)

Mit "Ultramega OK" standen Soundgarden nun endgültig die Türen zu den Majorlabels offen, die massiv um die Band warben und von denen schließlich A&M das Rennen machen konnten. Mit größerem Budget und neuem Produzenten Terry Date ausgestattet, veröffentlichten Soundgarden im Herbst 1989 ihr zweites Album "Louder Than Love", das auf die experimentellen und Punkrock-Elemente der Vorgänger weitestgehend verzichtete und stattdessen den Heavy Metal-Anteil deutlich erhöhte. Auf Provokationen wie das angeblich gewaltverherrlichende Gun oder Full on Kevin's Mom verzichteten Soundgarden dabei aber ebensowenig wie auf ihren Humor, der sich diesmal in Tracks wie Big Dumb Sex (eine Parodie auf die zweideutigen Schlüpfrigkeiten vieler Hair Metal-Bands) oder B-Seiten-Coverversionen wie Spinal Taps Big Bottom oder Cheech & Chongs Earache My Eye äußerte. Zwar konnte "Louder Than Love" eine Goldene Schallplatte einheimsen, doch blieben die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen der Plattenfirma zurück, und schließlich erklärte im Zuge der Albumveröffentlichung Bassist Hiro Yamamoto seinen Ausstieg, da er nicht als Teil einer Metal-Band vermarktet werden und sich stattdessen um Studium und Familie kümmern wollte. (Er trat nichtsdestoweniger kurze Zeit später der Grunge-Allstar-Gruppe Truly bei, deren Debütalbum "Fast Stories...From Kid Coma" 1995 erneut bei einem Majorlabel erschien.) Für die anstehende Tour wurde der ehemalige Nirvana-Gitarrist Jason Everman als Bassmann angeheuert, mit dem es jedoch "einfach nicht funktionierte" (Kim Thayil), so dass mit dem Release der Sub Pop Singles Club-Abschiedsgeschenk-7" "Room a Thousand Years Wide" im Jahr 1990 Ben Shepherd (vormals u.a. March of Crimes) endgültig den Platz an den vier Saiten übernahm.

Soundgarden in der neuen Besetzung 1990
(v.l. Ben Shepherd, Chris Cornell, Kim Thayil, Matt Cameron)

Im selben Jahr starb Andrew Wood, Sänger der ebenfalls aufstrebenden Seattle-Band Mother Love Bone und darüberhinaus Cornells Freund und Mitbewohner, an einer Heroin-Überdosis. Zur Ehrung des Musikers und zur Verarbeitung des Verlusts schrieb Cornell gemeinsam mit den ehemaligen MLB-Musikern Jeff Ament und Stone Gossard einige Songs, die unter dem Projektnamen Temple of the Dog firmierten. Bei den Aufnahmen zum einzigen selbstbetitelten Album der Gruppe halfen zudem Matt Cameron sowie die beiden Pearl Jam-Neuzugänge Mike McCready und Eddie Vedder aus. Zudem spielte Matt Cameron bei den experimentellen Jazz-Avantgardisten Tone Dogs mit Multiinstrumentalistin Amy Denio zusammen, mit der er schon 1988 beim Projekt Couch of Sound kollaboriert hatte.

19911996: Grunge-Explosion, Nebenprojekte und Durchbruch zum Mainstream mit "Superunknown"

1991 markierte dann den endgültigen Durchbruch des Konzepts namens Grunge. Die von vielen Kennern eigentlich für Soundgarden prognostizierte Vorreiterrolle nahmen jedoch Nirvana mit dem Release ihres Albums "Nevermind" ein. Nichtsdestoweniger verkaufte sich das ebenfalls 1991 erschienene und erneut von Terry Date produzierte dritte Album "Badmotorfinger" mehr als drei Millionen Mal und konnte mit Hymnen wie Outshined und der musikalischen Apokalypse Jesus Christ Pose auch die Aufmerksamkeit von MTV auf sich ziehen. Zusammen mit Nirvana, Alice In Chains und den erst kurz zuvor formierten Pearl Jam waren Soundgarden nun eine der "Big Four" genannten Bands, die – bei teils sehr unterschiedlichem Sound und Hintergrund – als Repräsentanten der "Seattle-Szene" betrachtet wurden.

Nach einer weltweiten Tour im Jahr 1992, wo Soundgarden unter anderem als Vorband von Faith No More und Guns N' Roses auftraten und am Lollapalooza-Spektakel teilnahmen, wurde es zunächst wieder ruhiger um die Band. Es gab einige Beiträge zu diversen Compilations, Chris Cornell betätigte sich als Songwriter für u.a. Alice Cooper und steuerte zum Soundtrack von Cameron Crowes Seattle-Filmhommage Singles sein erstes Solostück Seasons bei, und Ben Shepherd und Matt Cameron gründeten die Retro/Garage-orientierten Projekte Hater und Wellwater Conspiracy, bei denen unter anderem auch der ehemalige Monster Magnet-Gitarrist John McBain entscheidend mitwirkte.

Erst 1994 kamen die Dinge wieder richtig ins Rollen: Im März erschien Soundgardens vierter Longplayer "Superunknown", auf dem Michael Beinhorn der Band einen glasklaren, im Nachhinein von den Musikern jedoch als zu steril und perfekt empfundenen Sound verpasst hatte. Zudem wurden Release und Tourbeginn vom Selbstmord Kurt Cobains überschattet, was in gewalttätigen Bühnenshows resultierte; dennoch wurde das Album mit über vier Millionen verkauften Einheiten ein voller Erfolg. Klangmäßig war eine deutliche Verschiebung vom zähen, widerspenstigen Sludge-Metal der ersten Alben hin zu einem breiten Spektrum aus akustischen, aggressiven, psychedelischen und melodiösen Sounds zu beobachten, weshalb "Superunknown" für viele das beste, reifste und vielseitigste Soundgarden-Album darstellt. Die Auskopplungen Spoonman und vor allem Black Hole Sun eroberten MTV und die Charts im Sturm und wurden 1995 mit Grammys als bester Metal- bzw. bester Hardrocksong ausgezeichnet. Black Hole Sun wurde schließlich einer der größten Radio- und MTV-Hits des Jahres 1994, "Superunknown" erreichte Platz 1 der Billboard-Charts, und somit manifestierte sich Soundgardens endgültige Ankunft im Mainstream.

1995 zeigten sich erste Ermüdungserscheinungen in der Band, resultierend unter anderem in lustlosen Auftritten (bei denen besonders Basser Ben Shepherd öfter ausflippte) und internen Spannungen. Dennoch verliefen die Aufnahmen zum letzten Album, dem im Frühjahr 1996 erschienenen und erstmals selbstproduzierten "Down on the Upside" erfolgreich, auch wenn die Verkäufe deutlich hinter denen des Vorgängers zurückblieben. Zur Promotion des Albums traten Soundgarden unter anderem bei "Saturday Night Live" auf und veröffentlichten die Singles Pretty Noose, Blow Up the Outside World und Burden in My Hand, welche allerdings nicht die Platzierungen der "Superunknown"-Auskopplungen erreichen konnten.

19972009: Auflösung und neue Projekte

Am 9. April 1997 kulminierten die Spannungen innerhalb der Band schließlich in der offiziell "freundschaftlichen Auflösung", nachdem die Gruppe zuvor am 7. Februar auf Hawaii ihr letztes Konzert gespielt hatte. Während Kim Thayil sich nurmehr vereinzelt kurzlebigen Bandprojekten wie The No WTO Combo zur Verfügung stellte und ansonsten im Hintergrund blieb, begann Chris Cornell mit einer Solokarriere. Sein erstes Album "Euphoria Morning", das in Zusammenarbeit mit den Eleven-Musikern Alain Johannes und Natasha Shneider entstand und im Herbst 1999 erschien, markierte mit seinem mehr an Singer-Songwriter-Melancholie zwischen Jeff Buckley und Radiohead anknüpfenden Sound eine stilistische Veränderung, konnte aber nicht an die Erfolge von Cornells voriger Band anknüpfen. 2001 gründete der Sänger mit der Instrumentalabteilung der ebenfalls defunkten Rage Against the Machine die erfolgreiche Alternative-Supergruppe Audioslave und veröffentlichte mit diesen insgesamt drei Alben, die sich millionenfach verkauften. Nachdem er den Titelsong You Know My Name zum 21. James Bond-Film "Casino Royale" eingesungen hatte, verließ Cornell die Gruppe Anfang 2007 wieder, um danach seine Solokarriere mit den allerdings recht umstrittenen Alben "Carry On" (2007) und dem von R'n'B-Experten Timbaland produzierten "Scream" (2009) fortzusetzen. Matt Cameron und John McBain arbeiteten noch bis 2004 bei Wellwater Conspiracy zusammen und veröffentlichten die zwischen Garage, Psychedelic und Stonerrock gelagerten Alben "Brotherhood of Electric: Operational Directive(s)" (1999), "The Scroll and Its Combinations" (2001) und "Wellwater Conspiracy" (2003), teilweise auch noch mit Gastauftritten von Ben Shepherd und Kim Thayil. Cameron sitzt zudem seit 1998 als "permanente Aushilfe" bei Pearl Jam am Schlagzeug und pflegt weiterhin seine Jazz-Nebenprojekte. 2005 erschien mit "The 2nd" Ben Shepherds zweites Hater-Album, das im Prinzip schon seit 1995 auf Halde lag. Die Soundgarden-Diskografie wurde durch die noch 1997 erschienene Best Of "A-Sides" vorerst abgeschlossen, was bis zur Wiederveröffentlichung der "Hunted Down"-Single im Frühjahr 2010 den letzten offiziellen Release der Band darstellen sollte.

20092017: Wiedervereinigung

2009: Vorläufer mit Tadgarden, "Scream"-Desaster und Reunion-Gerüchten

Kim Thayil, Matt Cameron, Tad Doyle, Tom Morello und Ben Shepherd als "Tadgarden"

Gerüchte über eine Wiedervereinigung Soundgardens waren jahrelang immer wieder vor allem von Chris Cornell als "dem Erbe der Band unwürdig" bezeichnet worden. Allerdings hatten zumindest Kim Thayil, Ben Shepherd und Matt Cameron über die Jahre Kontakt zueinander gehalten und teilweise – wie etwa bei Wellwater Conspiracy oder als Unterstützung der japanischen Post-Grunge-Musikerin Aya – auch gemeinsam Musik gemacht. Im Jahre 2008 kam es dann erstmals wieder zu gemeinsamen Zusammenkünften des kompletten Ex-Soundgarden-Quartetts, als es darum ging, den brachliegenden Backkatalog und das praktisch nicht vorhandene Merchandisingangebot auf eine neue Grundlage zu stellen.[2] Im März 2009 kam es dann zu einer Dreiviertel-Reunion der Gruppe, als Thayil, Shepherd und Cameron zusammen mit dem TAD-Sänger Tad Doyle und dem Rage Against the Machine-Gitarristen Tom Morello die Soundgarden-Songs Hunted Down, Spoonman und Nothing to Say im Musikclub "The Crocodile" in Seattle spielten. Die Band firmierte dabei unter dem Namen Tadgarden.[3] (Siehe hierzu auch Als Tadgarden das Crocodile rockten.) Seitdem wurde auch von Cornell eine richtige Soundgarden-Wiedervereinigung mit den Worten "You never know" nicht mehr kategorisch ausgeschlossen, zumal der künstlerische Ruf des Sängers seit dem kommerziellen wie kreativen Desaster mit "Scream" gelitten hatte.[1] Im Juni 2009 ließ der Shinedown-Sänger Brent Smith verlauten, eine Person aus dem "inneren Kreis" um Soundgarden habe ihm zu verstehen gegeben, dass alle vier ehemaligen Bandmitglieder an einer Reunion interessiert seien und eine Tournee für den Sommer 2010 angedacht sei.[4]

2010: Offizielle Reunion, Liveauftritte, Re-Releases und "Telephantasm"

Am 31. Dezember 2009 ließ Chris Cornell dann über seine Homepage folgende Nachricht verlauten: "The 12 year break is over and school is back in session. Sign up. Knights of the soundtable ride again!"[5] Kurze Zeit später ging auch die Website Soundgardenworld.com online, wo neben der bessagten Nachricht auch ein neu zusammengestellter Videoclip zum "Louder Than Love"-Track Get on the Snake mit Archivbildmaterial zu sehen war.[6] Dies bedeutete allerdings noch nicht die konkrete Wiedervereinigung der Band, und die Mitglieder hielten sich im weiteren Verlauf mit offiziellen Verlautbarungen zunächst zurück, wobei zumal die Gerüchteküche über eventuelle Liveauftritte in und außerhalb der USA brodelte. Im März 2010 wurde die Wiederveröffentlichung der allerersten Single "Hunted Down/Nothing to Say" als orangefarbene 7" auf Sub Pop angekündigt, die anlässlich des "Record Store Day" am 17. April in die Plattenläden kam. Schließlich erfolgte am 5. April 2010 – fast auf den Tag genau dreizehn Jahre nach Auflösung der Band – der offizielle Relaunch der Soundgarden-Homepage gleichzeitig mit der Bestätigung Soundgardens als Headliner des Lollapalooza-Festivals 2010 in Chicago.[6] Ihr erstes Konzert nach der Reunion spielten Soundgarden am 16. April ausschließlich vor Mitgliedern ihres Fanclubs unter dem Pseudonym "Nudedragons" in der Showbox in Seattle.[7]

Mit Black Rain, das in der September 2010 veröffentlichten neuen Version des Musik-Videospiels "Guitar Hero: Warriors of Rock" zu hören war, erschien der erste "neue" Song von Soundgarden seit der Reunion. Dabei handelte es sich allerdings um die Neubearbeitung eines unveröffentlichten Stücks aus der "Badmotorfinger"-Phase, das seinerzeit den Arbeitstitel Down Marble Downs getragen hatte und von Ben Shepherd geschrieben worden war.[8] Der Song erschien am 10. August auch als Single-Vorbote einer neuen Greatest Hits-Platte namens "Telephantasm", die am 28. September 2010 in verschiedenen Editionen auf den Markt kam (darunter die "Super Deluxe Edition" mit zwei CDs, drei LPS, einer 7"-Single und einer DVD mit Videoclips) und neben bekannten Singles auch diverse Fan-Favorites und unveröffentlichte Songs enhielt.[6] Laut den "Telephantasm"-Linernotes von Kim Thayil sollen dieser Best Of allerdings noch mindestens zwei weitere Songsammlungen mit B-Seiten sowie Coverversionen folgen. Am 26. November wurde zudem eine 7"-Single mit dem Stück "The Telephantasm", das zuvor als Bonus-Download der iTunes-Deluxe-Edition von "Telephantasm" erhältlich gewesen war, sowie einer Liveversion des "Louder Than Love"-Tracks Gun veröffentlicht.[9]

2011: "Live on I-5" und neue Studioaufnahmen

Im Januar 2011 verkündigten Soundgarden, dass am 22. März 2011 mit "Live on I-5" ihr erstes offizielles Livealbum veröffentlicht werden solle, das insgesamt 17 Tracks von der 1996er Tour der Band enthalten soll, darunter auch Coverversionen von Helter Skelter (The Beatles) und Search and Destroy (The Stooges). Auf der offiziellen Homepage bestand zudem seit Anfang Februar 2011 die Möglichkeit, die CD- und Vinylversion inklusive einer Bonus-Soundcheck-CD vorzubestellen.[10] Den mittlerweile lauter gewordenen Bemerkungen, dass die Band die Reunion nicht ernsthaft betreibe, sondern mit den altbekannten Mitteln der Best Of und des Livealbums nur Kasse machen wolle, begegneten Soundgarden am 16. Februar auf ihrer Homepage mit der offiziellen Bestätigung nebst Bildern, dass sie sich im Studio befänden und ihr Ziel für 2011 sei, ein neues Album aufzunehmen und zu veröffentlichen.[11] Ergänzend dazu sagte Kim Thayil in einem Interview mit dem Rolling Stone, dass das gemeinsame Jammen und erneute kreative Zueinanderfinden derzeit oberste Priorität für die vier Soundgarden-Musiker besitze, wobei aber auch auf Matt Camerons Verpflichtungen bei Pearl Jam Rücksicht genommen werde. Auch eine Veröffentlichung von Livemitschnitten des Lollapalooza-Festivalauftritts 2010 sei denkbar, während für die von Thayil im Frühjahr 2011 angepeilten Aufnahmen für ein neues Album der langjährige Bekannte Adam Kasper, welcher zuletzt auch "Telephantasm" mit betreut hatte, als Produzent erste Wahl sei.[12] Ende März gab Chris Cornell, kurz bevor sich er auf seine "Songbook"-Solo-Akustiktournee begab, im Interview mit Billboard.com zu Protokoll, dass die Band unter der Leitung von Adam Kasper bereits ein gutes Dutzend "sehr unterschiedlicher" Songs aufgenommen habe und "sehr schnell und weit" mit den Aufnahmen für ein neues Studioalbum vorangekommen sei. Dabei wolle man sich aber jeglichem Termindruck entziehen.[13] Nachdem ein Release des nach wie vor unbetitelten Albums zwischenzeitlich erst für 2012 angekündigt war, gab Cornell während eines Aufenthalts in Neuseeland anlässlich seiner akustischen "Songbook"-Solotournee – die im November 2011 auch als CD veröffentlicht wurde – zu verstehen, dass mit der Platte doch bereits Ende 2011 zu rechnen sei, was sich letztlich jedoch nicht bewahrheitete. Im selben Interview beschrieb Cornell das neue Soundgarden-Material als "about aggression, adrenalin, and rhythmic chaos".[14]

20122017: "King Animal", neue Nebenprojekte und "Echo of Miles"

Für 2012 kündigten Soundgarden Auftritte auf verschiedenen europäischen Festivals an, darunter Pinkpop, Rock am Ring und Rock im Park. Im April 2012 wurde dann ein neuer Song namens Live to Rise auf dem Soundtrack zum Superheldenfilm "The Avengers" veröffentlicht, der auch als Single zum digitalen Download ausgekoppelt wurde. Das Stück stellt die erste Veröffentlichung von neu aufgenommenem Soundgarden-Material seit 1997 dar, da Black Rain zum Teil bereits in den frühen 1990er Jahren entstanden war. Das neue Album soll unterdessen im Herbst 2012 erscheinen.[15] In einem Interview gab Chris Cornell im Juli 2012 bekannt, dass etwa 15 Songs aus der frühesten Bandgeschichte, den Jahren 1984 und 1985, immer noch ihrer Veröffentlichung harrten. Eventuell sollen diese als Teil der nach wie vor angekündigten B-Seiten-Sammlung erscheinen.[16] Am 16. August gaben Soundgarden das offizielle Release-Datum des neuen Studioalbums mit dem 13. November 2012 an, zudem sprach Kim Thayil im Rolling Stone von zwei fertiggestellten Songs namens Blood on the Valley Floor und A Thousand Years, die sowohl die experimentellere als auch die klassische Soundgarden-Seite beleuchteten.[17] An 21. August veröffentlichte die Band ein etwa halbminütiges Video des neuen Titels Worse Dreams und enthüllte gleichzeitig den Albumtitel "King Animal" an. Das Album selbst erschien am 13. November 2012, nachdem es bereits eine Woche vorher zum Gratis-Stream auf iTunes zur Verfügunge gestanden hatte. Stilistisch führte die Band einerseits die Vielfalt von "Superunknown" und "Down on the Upside" fort, setzte jedoch noch mehr auf Gruppenkompositionen und arbeitete auch Elemente aus Chris Cornells Solowerk mit ein. Am 9. November war zudem der Videoclip zur Single "Been Away Too Long" im Netz veröffentlicht worden.

Im Sommer 2013 kündigte Ben Shepherd offiziell den Release seines lange verzögerten Soloalbums "In Deep Owl" für den 27. August an. Auf der Platte sind unter anderem Matt Cameron und Ex-Pearl Jam-Drummer Matt Chamberlain zu hören.[18] Für die avisierte Tournee 2014 kam es allerdings zu Personalproblemen, da Matt Cameron seinerseits auf Tour mit Pearl Jam sein würde; als Ersatzdrummer wurde schließlich Matt Chamberlain verpflichtet. Im März 2014 wurde das Erfolgsalbum "Superunknown" zu dessen zwanzigjährigem Veröffentlichungsjubiläum umfassend wiederveröffentlicht, unter anderem in einer 5-CD-Deluxe-Version, die auch Demos, Probeaufnahmen und Outtakes beinhaltete.

Für Aufsehen in der Fangemeinde sorgte schließlich im Oktober 2014 die recht plötzliche Ankündigung der Band, die seit Jahren geplante B-Seiten-Kollektion werde im November des Jahres als dreiteiliger Release auf den Markt kommen. Die unter dem Titel "Echo of Miles: Scattered Tracks Across the Path" veröffentlichten drei CDs gliederten sich dabei in "Originals" (Stücke, die zuvor nur auf Compilations, als B-Seiten oder auf Soundtracks verfügbar waren), "Covers" und "Oddities" (Remixe, Instrumentals und experimentelle Tracks). Das ursprünglich erstmals 1985 als Demo aufgenommene Stück Storm wurde einen Tag vor der Ankündigung als Youtube-Video ins Netz gestellt; an zuvor offiziell unveröffentlichten Stücken sind unter anderem das nur live gespielte Kristi, die u.a. auf dem Bootleg "Come Together" veröffentlichten Peel Sessions-Cover Thank You (Fallettinme Be Mice Elf Again) und Everybody's Got Something to Hide sowie die Instrumentals Night Surf und Twin Tower enthalten.

Im Herbst 2015 erschien das Debütalbum einer weiteren Seattle-Allstar-Band mit Soundgarden-Anteilen, zudem auch noch eines Projekts, das sich ähnlich wie einst Temple of the Dog in Erinnerung an ein verstorbenes Mitglied der Musikergemeinschaft zusammengefunden hatte: Die Ten Commandos entstanden bereits im Jahr 2008, als Alain Johannes (u.a. Eleven) den Krebstod seiner Frau Natasha Shneider (ebenfalls Eleven, zudem Queens of the Stone Age und viele andere Projekte) zusammen mit Matt Cameron und Ben Shepherd betrauerte. In kreativer Umsetzung dieses Prozesses entstanden rasch genug Songs für ein Album, das aufgrund der starken sonstigen Auslastung der Musiker allerdings erst im Jahr 2014 aufgenommen werden konnte. Hierbei erweiterte sich das Kerntrio auch noch um Gitarrist Dimitri Coats (u.a. OFF! und Burning Brides); stilistisch war das Album seinen personellen Wurzeln entsprechend zwischen dem psychedelischen Garagenrock von Wellwater Conspiracy, dem hypnotischen Stonertum der Queens sowie Soundgardens und Elevens Ansatz an Hardrock allgemein gelagert und wurde durch Gastbeiträge von Mark Lanegan, Nikki Costa (Come) und Altrocker Peter Frampton ergänzt.

Chris Cornells Tod (2017)

Am 17. Mai 2017 nahm die Geschichte von Soundgarden als aktiver Band ein abruptes und schockierendes Ende. Noch am Abend des Tages hatten Soundgarden ein gefeiertes Konzert in Detroit gespielt; zwei Stunden später wurde der leblose Körper von Chris Cornell an einem Gürtel erhängt im Badezimmer des Backstagebereichs gefunden. Die Polizei ging nach kurzer Zeit von Selbstmord aus, es wird davon ausgegangen, dass die Medikamente, die Cornell zur Bekämpfung der Folgen seiner Alkoholsucht sowie gegen Angstzustände nahm, dazu beitrugen. Weltweit löste die Nachricht von Cornells Tod Trauer und Bestürzung aus, hatte er doch neben Eddie Vedder stets als "vernünftiger" Künstler gegolten, wo Kurt Cobain, Layne Staley und letztlich auch der 2016 verstorbene Stone Temple Pilots-Sänger Scott Weiland durch ihre Drogenexzesse ihren eigenen Tod antizipiert hatten. In Seattle wurde zu Cornells Gedenken die Beleuchtung an der "Space Needle" ausgeschaltet und eine Totenwache abgehalten. Die Zukunft Soundgardens als aktiver Band ist mit dem Tod von Chris Cornell, der 52 Jahre alt wurde und eine Ehefrau sowie insgesamt drei Kinder hinterlässt, als beendet zu betrachten.

Kollaborationen

Andere Künstler bei Soundgarden:


Soundgarden-Mitglieder in anderen Projekten:


Nach Soundgarden:

Diskographie

* für die komplette Diskographie siehe den Artikel Soundgardendiskographie

Referenzkasten/Trivia

  • Kurt Cobain sagte über den Nirvana-Song School (vom 1990er Album "Bleach"), der sich mit der ungeliebten Rolle der Band als Neulinge in der Seattle-Szene befasst: "Wenn wir Soundgarden irgendwie im Song hätten erwähnen können, hätten wir es gemacht." Cobain bezog sich dabei zwischen Spott und widerwilliger Bewunderung auf die Vorreiterrolle des Quartetts, da Soundgarden bereits in den späten 80ern als Urgestein der Szene galten.
  • Die Songs Ty Cobb (von "Down on the Upside") und Kyle Petty, Son of Richard (auf der "Home Alive"-Compilation) sind nach berühmten, aber auch sehr umstrittenen US-amerikanischen Sportlegenden benannt: Cobb war einer der erfolgreichsten und gleichzeitig meistgehaßten (um nicht zu sagen asozialsten) Baseballspieler aller Zeiten; für Petty galt dasselbe als Rennfahrer.
  • Als nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA eine Liste von Songs erstellt wurden, die aus Taktgründen nach Möglichkeit nicht im Radio gespielt werden sollten, waren auch Soundgarden mit den Stücken Black Hole Sun, Fell on Black Days und Blow up the Outside World dabei vertreten. Ironischerweise wurde aber gerade der Song, der auf unheimliche Weise fast perfekt zum Einsturz des World Trade Centers passte – nämlich Limo Wreck vom Album "Superunknown" mit den Zeilen "Building the towers belongs to the sky/When the whole thing comes crashing down don't ask me why" – nicht auf die Boykottliste gesetzt.
  • 1995 kam mit "Alive in the Superunknown" eine interaktive CD-Rom zum Erfolgsalbum Superunknown heraus. Darauf konnte sich der Benutzer an diversen Sound- und Grafikspielereien erfreuen sowie Videos zu den Albumtracks My Wave, Spoonman, Black Hole Sun, The Day I Tried to Live und Fell on Black Days ansehen.
  • Soundgarden haben einen Cameo-Auftritt im Film "Singles", wo sie ihr Stück Birth Ritual (das auch auf dem Soundtrack vertreten ist) live spielen und auch eine Demoversion von Spoonman (auch vorhanden auf dem "Stolen Prayers"-Bootleg) zu hören ist. Chris Cornell hat zudem einen Miniauftritt (ohne Text) als Matt Dillons Nachbar.
  • Der Song Spoonman dreht sich um den gleichnamigen Performancekünstler Artis the Spoonman aus Seattle, der auch im Video zum Titel zu sehen ist.
  • Laut Mark Pickerel, dem Schlagzeuger der befreundeten Band Screaming Trees, kam der Kontakt zwischen Soundgarden und ihrem seinerzeit neuen Label SST dadurch zustande, dass Pickerel 1987 ein Tape mit einem Soundgarden-Konzert in seiner Heimatstadt Ellensburg an SST-Chef Greg Ginn sandte, der daraufhin auf die Band zutrat.[19]

Referenzbands

Coverversionen

siehe Soundgarden-Coverversionen

Remixe

  • 1988 Fopp (Fucked Up Heavy Dub Mix) von Steve Fisk auf "Fopp "
  • 1990 Big Dumb Sex (New Version) von Steve Fisk auf "Loudest Love"
  • 1994 Spoonman (Remix) von Steve Fisk auf "My Wave"
  • 1996 Dusty (Moby Mix) von Moby auf "Blow up the Outside World"
  • 1997 Rhinosaur (The Straw That Broke the Rhino's Back Remix) von Bill Rieflin auf "Ty Cobb"

Videoclips

Videos

Literatur

  • 1994 CD Book: Soundgarden von Jon Ewing
  • 1995 Soundgarden: New Metal Crown von Chris Nickson
  • 1996 The Making of Superunknown von Beth Hargrove

Weblinks

Quellen

  1. 1,0 1,1 Interview mit Chris Cornell in der Washington Post vom 4. April 2009
  2. INterview mit Kim Thayil bei stereogum.com vom 17. Juni 2011
  3. Seattle Weekly vom 25. März 2009
  4. Blabbermouth.net vom 23. Juni 2009
  5. Blog-Eintrag bei ChrisCornell.com
  6. 6,0 6,1 6,2 Soundgardenworld.com
  7. Ticketmaster-Mitteilung vom 16. April 2010
  8. Interview mit Ben Shepherd beim Radiosender "Garage Monkey"
  9. Artikel bei Ultimate-Guitar.com vom 1. November 2010
  10. News bei Soundgardenworld.com vom 13. Januar 2011
  11. News bei Soundgardenworld.com vom 16. Februar 2011
  12. Interview mit Kim Thayil vom 18. Februar 2011 bei rollingstone.com
  13. "Chris Cornell Kicks Off Songbook Tour, Calls New Soundgarden Album 'Diverse'" (Interview bei Billboard.com vom 24. März 2011)
  14. Artikel im NZ Herald vom 16. Juni 2011
  15. Meldung bei grungereport.net vom 28. März 2012
  16. "SOUNDGARDEN Has 15 Early Songs In The Vault, Says CHRIS CORNELL", Blabbermouth.net vom 18. Juli 2012
  17. Release Date and Song Titles for New Soundgarden Album Revealed, Artikel bei grungereport.net vom 16. August 2012
  18. News-Artikel bei spin.com vom 25. Juni 2013
  19. Interview mit dem City Revolt Magazine, August 1995