Benjamin von Stuckrad-Barre – Soloalbum

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Soloalbum
Benjamin von Stuckrad-Barre
Jahr: 2002
Seitenzahl: 246
Preis: 8 €
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
ISBN: ISBN 3-462-02769-7


Dieser Artikel behandelt das Buch Soloalbum, siehe zum Thema auch:

Buch

Soloalbum markiert den Beginn von Benjamin von Stuckrad-Barres literarischer Karriere. Auf den Pfaden, die vorher ein Christian Kracht mit „Faserland“ vorsichtig breitgetreten hatte, wandelt Stuckrad-Barres „Soloalbum“ ohne allerdings Krachts Tiefe und Feinsinn zu erreichen. Die schon länger schwelende Bewegung der Popliteratur schaffte mit Soloalbum den Sprung in den großen Mainstream: für einige Jahre war der ehemalige Gagschreiber und Journalist Stuckrad-Barre der Inbegriff des jungen Buchrebellen, einfach der Herr Popliterat.

Jedes Kapitel in Soloalbum ist nach einem Oasis-Song benannt (eine Idee, die Douglas Coupland bei Girlfriend In A Coma bereits ähnlich umgesetzt hatte: bei ihm ist das Buch mit Textstellen von The Smiths durchzogen) und die Erzählung endet auch standesgemäß auf dem Berliner Konzert der Be Here Now Tour von Oasis. Davor sind etliche äußerst amüsante Alltagsbetrachtung, die den Sarkasmus der Harald-Schmidt-Show versprühen, sowie musikalisch richtige Sätze: die guten Bands (Oasis, Pet Shop Boys, blur, Manic Street Preachers) werden gelobt, die schlechten (Pearl Jam) verdammt. Dass Stuckrad-Barre nie so recht einen roten Faden findet, verzeiht man ihm ob der Kurzweile, die das Buch verströmt, schnell. Wie der Stern bei Veröffentlichung nicht unrichtig schrieb: „Soloalbum ist ein Nick-Hornby-Remix für die Oasis-Generation“.

Das Buch diente als Vorlage für den Film Soloalbum von Gregor Schnitzler.