Singles

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Singles – Original Motion Picture Soundtrack
Veröffentlicht: 30. Juni 1992
Label & Vertrieb: Epic
Albumlänge: 65:26 Min.
Genre: Grunge, Alternative Rock, Rock
Formate: LP, CD
Infos: "Singles" bei IMDB

"Singles" ist ein US-amerikanischer Film von 1992, der mehrere Liebesgeschichten vor dem Hintergrund der Grunge-Welle in und um Seattle zeigt und dabei mit zahlreichen Musikern und Songs der damaligen Szene aufwartet. Ursprünglich schon 1991 fertiggestellt, wurde die Veröffentlichung vom Filmstudio Warner zunächst verzögert, da man nicht wusste, wie man den Film vermarkten sollte. Erst als im Folgejahr 1992 der Hype um Seattle und Grunge aufkam, kam zunächst der Soundtrack von "Singles" in den Markt und wurde sofort äußerst erfolgreich, worauf der Streifen letztlich auch die Kinos kam.

Daten

Musik und Musiker im Film

Das noch heute existierende Apartment-Gebäude, mitten in Seattle gelegen, in dem sich der Großteil von "Singles" abspielt
  • Live-Auftritte von Alice in Chains (mit It Ain't Like That und Would?) und Soundgarden (mit Birth Ritual)
  • Mitglieder von Pearl Jam (Jeff Ament, Eddie Vedder und Stone Gossard) spielen die fiktive Band Citizen Dick (angelehnt an die wirkliche Seattle-Band Citizen Sane, die sich wiederum an Orson Welles' Filmklassiker "Citizen Kane" bediente) um Sänger Matt Dillon. Pearl Jam-Sänger Eddie Vedder agiert dabei als Drummer der Band.
  • Soundgarden-Sänger Chris Cornell hat einen Mini-Auftritt als Matt Dillons Mitbewohner.
  • Sub Pop-Mitbegründer Bruce Pavitt taucht in einer Szene als potenzieller Heiratskandidat namens Spiro bei der Video-Partnervermittlung auf.
  • TAD-Sänger Tad Doyle ist kurz als mit Bridget Fonda falsch verbundener Mann am Telefon zu sehen.
  • Citizen Dick haben einen Song Touch Me I'm Dick, bei dem es sich in der Realität um den Mudhoney-Song Touch Me I'm Sick handelt.
  • In einer Szene wird der Soundgarden-Song Spoonman in einer Demoversion angespielt, der zu dieser Zeit noch nicht veröffentlicht ist. Diese Version befindet sich nicht auf dem Soundtrack, ist jedoch auf dem Soundgarden-Bootleg "Stolen Prayers" zu finden.
  • Ursprünglich hätten auch Nirvana mit ihrem Durchbruchssong Smells Like Teen Spirit in Film und Soundtrack vertreten sein sollen, doch zur Zeit der Veröffentlichung war die Band bereits zu groß und die Kosten für die Rechte zu hoch geworden, so dass der Song nicht enthalten ist. (Ein Alternativtitel des Filmes war Come As You Are.) Ironischerweise spielte die Band Smells Like Teen Spirit zum ersten Mal live vor Publikum, als in derselben Straße gerade ein Auftritt von Alice in Chains für Singles gefilmt wurde. Kurt Cobain selbst soll "Singles" übrigens gehasst haben.
  • Chris Cornell schrieb auf Basis einer Liste mit fiktiven Citizen Dick-Songs zu jedem der Titel einen Song. Einer davon war der auf dem Album enthaltene Solo-Song Seasons, ein anderer der spätere Soundgarden-Hit Spoonman, und bei dem CD-Titel Louder Than Larry handelt es sich um ein Wortspiel mit dem Soundgarden-Album "Louder Than Love".
  • In der am Ende herausgeschnittenen (auf der DVD jedoch als Extra beigefügten) "French café scene", die in einem verrauchten Café spielt, waren unter anderem Love Battery-Drummer Jason Finn und Sky Cries Mary-Chef Roderick Romero unter den Komparsen.
  • Mudhoney-Sänger Mark Arm und Regisseur Gus Van Sant spielen Möbelpacker in einer Szene am Ende des Films.
  • Cameron Crowe selbst hat einen Cameo-Autritt als Rockjournalist, der Cliff Poncier in einem Club interviewt.

Trivia

  • "Singles" wurde im Frühjahr 1991 gedreht und danach zunächst auf Halde gelegt, da das Filmstudio ihn nicht zu vermarkten wußte. Als Mitte 1992 dann Seattle durch die Grunge-Explosion weltbekannt wurde, veröffentlichte man zunächst mit großem Erfolg den Soundtrack und drei Monate später dann den Film selbst.
  • Warner Brothers wollten nach dem Erfolg des Films sofort eine Fernsehserie aus "Singles" machen, was Cameron Crowe allerdings ablehnte. In veränderter Form und mit anderen Drehbuchschreibern wurde daraus schließlich "Friends", eine der erfolgreichsten Sitcoms der Fernsehgeschichte.
  • Als der Film schließlich veröffentlicht wurde, verlangte das Filmstudio, dass die beteiligten Bands (Pearl Jam, Soundgarden, Alice in Chains sowie die Lovemongers) auf einer Release-Party spielen sollten, deren Publikum ausschließlich aus Studiobossen und ihren Kindern bestand. Die Musiker empörten sich zusehends über die Veranstaltung, und Chris Cornell, Kim Thayil sowie der heftig betrunkene Eddie Vedder gerieten in heftige körperliche Auseinandersetzungen mit dem Personal. Die Show wurde in massiv geschnittener Form schließlich auf MTV ausgestrahlt; Cameron Crowe ließ später T-Shirts mit der Aufschrift "Singles Premiere Party: Nobody Died" anfertigen.

Offizieller Soundtrack

  1. Alice in ChainsWould? (3:28)
  2. Pearl JamBreath (5:27)
  3. Chris CornellSeasons (5:47)
  4. Paul WesterbergDyslexic Heart (4:32)
  5. LovemongersBattle of Evermore (5:44)
  6. Mother Love BoneChloe Dancer / Crown of Thorns (8:19)
  7. SoundgardenBirth Ritual (6:08)
  8. Pearl JamState of Love and Trust (3:48)
  9. MudhoneyOverblown (3:02)
  10. Paul WesterbergWaiting for Somebody (3:28)
  11. Jimi HendrixMay This Be Love (3:11)
  12. Screaming TreesNearly Lost You (4:09)
  13. Smashing PumpkinsDrown (8:16)

Charts

Jahr Titel Charts
D US UK A CH S F NOR FIN NZ
1992
Singles (O.S.T.)
6

Im Film gespielte, aber nicht auf dem O.S.T. enthaltene Songs

Weblinks