Silver Jews

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
Silver Jews
Herkunft: USA
Aktiver Zeitraum: 1989 bis 2009
Genres: Indie, Country, Singer/Songwriter
Labels: Drag City, Domino
Homepage: silverjews.net
Line-Up:
David Berman
Cassie Berman

Die Silver Jews waren eine US-amerikanische Band, die 1989 von David Berman mit den zwei Pavement-Mitgliedern Bob Nastanovich und Stephen Malkmus gegründet wurde. 2009 wurden die Silver Jews von Berman aufgelöst, nachdem er in den letzten Jahren zusammen mit seiner Frau Cassie Berman einziges ständiges Mitglied war.

Bandgeschichte

Die Silver Jews (oder Joos) wurden 1989 von David C. Berman, Stephen Malkmus und Bob Nastanovich zuerst noch unter dem Namen "Ectoslavia" während ihrer Studienzeit an der University of Virginia gegründet. Nach dem gemeinsamen Umzug nach New York existierte die Band eher als Feierabend-Projekt, bei dem in abendlichen Jamsessions die Anrufbeantworter wildfremder Großstädter bespielt wurden. Dieser low-fi Jam-Sound blieb auf den ersten Outputs eine wichtige Komponente. Mit dem Bekanntwerden Malkmus` Band Pavement gelangten auch die Silver Jews zu ihrer ersten Veröffentlichung auf Drag City. Die ersten 2 EP´s wurden grösstenteils mit einem Walkman aufgenommen, Stephen Malkmus und Bob Nastanovich benutzten Decknamen, um nicht als Pavement-Seitenprojekt abgeschrieben zu werden. Berman belegte anschließend Literaturkurse an der Uni Massachusetts und lernte dort die lokalen Bands "Scud Mountain Boys" und "New Radiant Storm King" kennen, mit denen er auch sein zweites Album aufnehmen wollte, was aber leider misslang. Die Stammbesetzung des ersten Albums "Starlite Walker" (ausser Sänger D.C. Berman) spielte gleichzeitig bei Pavement, entsprechend ähnlich fiel es musikalisch aus. Die Begeisterung fürs Schreiben spiegelt sich in den wunderschönen meist traurigen Texten der Silver Jews wieder, der wohl größte Unterschied zu Pavement. Auf dem folgenden Album "The Natural Bridge" ist die Besetzung bis auf Berman komplett ausgewechselt, der Gesang rückt in den Vordergrund und der Sound ist rockiger in Richtung Country. Auch auf der nächsten Platte "American Water" findet man ein komplett ausgetauschtes Personal, lediglich Stephen Malkmus ist wieder mit von der Partie, was manchen Songs, bei denen er als Co-Autor und Sänger fungiert wieder eine Portion Pavement verleiht. Zur nächsten Veröffentlichung "Bright Flight" dreht sich das Besetzungskarussel munter weiter, der Silver Jews Sound hat sich hier fast perfektioniert zu einem soft-rockigen Country. Die bisher letzte Platte "Tanglewood Numbers" führt dieses Prinzip auf den Spitze, mit 15 mehr oder weniger bekannten Mitwirkenden, unter anderen wieder Mitgliedern von Pavement und dem Palace Music Umfeld. Diese Methode der Besetzung kommt wahrscheinlich daher, dass so gut wie keine Konzerte gespielt wurden, die Band also nur im Studio zusammenkam und D.C. Berman sich grösstenteils dem Schreiben, Lesetouren und Crack widmete. Letzerem hat er aber seit einiger Zeit abgeschworen, und die Joos touren endlich, sogar bis nach Europa.

Anfang 2009 wurde das Ende der Band von David Berman bekannt gegeben. [1]

Line-Up

Diskographie

Alben

Singles/EPs

  • (1992) Dime Map Of Reef (Drag City 7 inch)
  • (1993) The Sabellion Rebellion & Old New York (Chunk 7 inch)
  • (1995) Send in the Clouds (Domino 7 inch/CD)
  • (1999) Hot As Hell - Live 1993 (Sea Note 7 inch)
  • (2001) Tennessee (Drag City 7 inch/CD)

Charts

Jahr Titel Charts
D US US Independent UK A CH S F NOR FIN NZ
2005 Tanglewood Numbers - - 50 - - - - - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
Spex Intro Pitchfork Rolling Stone Spex Rolling Stone
1994 Starlite Walker
26
-
-
-
- -
2005 Tanglewood Numbers
-
32
34
-
- -
2008 Lookout Mountain, Lookout Sea
-
41
-
22
29 22
Singles
1998 Send In The Clouds
-
-
-
-
33 -

All-Time-Charts

American Water

Kompilationsbeiträge

  • 1994 mit "Famous Eyes" auf "Hey Drag City" (Drag City/Domino)
  • 1994 mit "Good Advices" auf "Hotel Massachusetts" (Chunk Records)
  • 1996 mit "Black and Brown Blues" auf "The Hits Hurt Sampler CD" (Domino)
  • 1996 mit "The Wild Kindness" auf "Domino on the Wire" (The Wire)
  • 2001 mit "Send in the Clouds" auf "Domino sampler CD" (Circuit Magazine)
  • 2001 mit "I'm Gonna Love the Hell Out of You (demo)) auf CD Sampler (Jane Magazine)

Trivia

  • Cassie Marret, die mit D.C. Berman den Schmachter "Tennessee" singt, ist seine Frau.
  • Eine relativ neue Band aus Schweden hat sich nach einer Liedzeile der Silver Jews genannt: "Suburban Kids With Biblical Names".
  • Beim Mastern des letzten Albums ist das Studio abgebrannt.

Referenzbands

Coverversionen

  • Auf Bright Flight covern die Silver Jews den Country Klassiker "Friday Night Fever" von Dean Dillon, Blake Mevis und Frank Dycus.
  • Die Bostoner Band "The Stairs" hat das komplette Natural Bridge Album gecovert. [1]

Videoclips

Quellen

  1. Nachricht zur Bandauflösung auf intro.de

Weblinks