Sigur Rós

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sigur Rós
Sigur Rós live auf dem Roskilde 2006
Sigur Rós live auf dem Roskilde 2006
Herkunft: Reykjavík, Island
Aktiver Zeitraum: seit 1994
Genres: Post-Rock, Dreampop, Ambient, Shoegaze
Labels: Smekkleysa Records
FatCat
Play It Again Sam
Geffen
XL Recordings/EMI
Homepage: sigur-ros.co.uk
Line-Up:
Jón þor Birgisson – Gitarre, Gesang
Georg Holm – Bass
Kjartan Sveinsson – Keyboards (seit 1998)
Orri Páll Dýrason – Schlagzeug (seit 2000)
Ehemalige Mitglieder:
Ágúst Ævar Gunnarsson – Schlagzeug (bis 2000)

Sigur Rós wurde 1994 in Reykjavík gegründet.

Bandgeschichte

Jón þor Birgisson, Georg Holm und Ágúst Ævar Gunnarsson gründeten 1994 gemeinsam die Band Sigur Rós. Zu dritt nahm die Band ihr Debütalbum „Von" auf, das 1997 bei Smekkleysa Records, dem Label der Sugarcubes, erschien. Im Jahr darauf stieß Kjartan Sveinsson am Keyboard zur Band, außerdem erschien mit „Von Brigði" ein Remixalbum.

Im Sommer 1998 begannen Sigur Rós mit den Aufnahmen zum zweiten Album „Ágætis Byrjun". Im Gegensatz zu späteren Songs wird hier bei fast allen Liedern noch isländisch gesungen. Auf das ebenfalls bei Smekkleysa veröffentlichte Album folgte eine enorm positive Resonanz, sodass sich das britische Label Fat Cat an die Band wendete und Ágætis Byrjun 2000 auch weltweit veröffentlichte. Das Album stieg in manchen Ländern in die Charts ein und fand sich Ende des Jahres in einigen Jahreslisten verschiedener Musikzeitschriften ganz oben. Im Jahr 2000 spielten Sigur Rós, inzwischen mit neuem Schlagzeuger, erstmals außerhalb von Island: Auf eine Tour im Vorprogramm von Godspeed You! Black Emperor durch England folgte eine Europatour als Support von Radiohead. Als 2000 auch der Film „Englar Elheimsins" (zu deutsch: Engel des Universums) mit dem Soundtrack von Sigur Rós in die Kinos kam, wurde der Band noch mehr Lob zuteil. Der Hype um die isländische Band kam Mitte des Jahres auch in den USA an, sodass Sigur Rós bei der Labelwahl für die amerikanische Veröffentlichung von Ágætis Byrjun die Qual der Wahl hatten. Schließlich veröffentlichten MCA 2001 das Album, das bis auf Platz 25 der US-Independent-Charts stieg. Passend zur Veröffentlichung tourten Sigur Rós im Frühling 2001 auf einer größtenteils ausverkauften Tour erstmals durch die Staaten.

2002 begannen Sigur Rós mit den Aufnahmen zu dem Album „( )", das im Gegensatz zu seinen Vorgängern komplett in der Fantasiesprache Hopelandic gesungen ist und acht unbetitelte Songs beinhaltet. ( ) stieg in einigen europäischen Ländern in die Charts ein und festigte Sigur Rós in ihrer Position als Kritiker- und Publikumsliebling. 2002 und 2003 begab sich die Band erneut auf Europa- und Amerikatour. Danach schrieben Sigur Rós zusammen mit Radiohead den Soundtrack für die Tanzchoreographie „Split Sides", welcher auf der EP „Ba Ba Ti Ki Di Do" 2004 veröffentlicht wurde.

Das Jahr 2004 verbrachte die isländische Band vor allem mit den Aufnahmen zu dem Album „Takk...", das im September 2005 bei EMI erschien. Takk... verkaufte sich noch besser als die vorherigen Sigur-Rós-Platten und wurde natürlich erneut von ausgiebigen Touren begleitet. Eine der Touren, die Island-Tour 2006, wurde filmisch begleitet und zu der Dokumentation „Hvarf/Heim" verarbeitet, die seit 2007 auf DVD erhältlich, aber auch als Ganzes bei Google Video und in dem ein oder anderen Kino anzuschauen war.

Im Juni 2008 erschien „Með suð í eyrum við spilum endalaust", welches vielerseits als das bisher zugänglichste Sigur Rós-Album angesehen wird.

Ein neues Album der Band sollte ursprünglich bereits 2010 erscheinen. Zunächst wurde jedoch das Album Riceboy Sleeps, ein gemeinsames Projekt von Jón þor Birgisson und seinem Lebensgefährten Alex Somers, sowie - in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Nico Muhly - ein englischsprachiges Soloalbum des Sigur Rós-Sängers namens Go veröffentlicht. [1]

Das für November 2011 angekündigte neue Album "Inni" erschien nie, stattdessen veröffentlichte die Band im Mai 2012 "Valtari".

Trivia

  • Sigur Rós sind nach Jónsis kleiner Schwester Sigurrósa benannt, die zur Zeit der Bandgründung geboren wurde.
  • Zu Ágætis Byrjun: Die Streicherstimmen auf Starálfur sind palindromisch, d.h. sie klingen vorwärts und rückwärts abgespielt gleich. Das Intro ist ein Teil des Titeltracks, Ágætis Byrjun, rückwärts abgespielt. Avalon ist ein Teil des Liedes Starálfur, nur langsamer.
  • Der erste Song den Sigur Rós für diese Album aufnahmen war Ágætis Byrjun. Als er fertig war spielten sie ihn ihren Freunden vor, die meinten es sei ein guter Anfang (alright start = ágætis byrjun), weshalb der Titel und das Album nun diesen Namen tragen.
  • Für die B-Seite der Depeche Mode-Single Peace remixt Jón þor Birgisson deren Song Come Back.[2]
  • Am 2. Juni 2009 durften Sigur Rós anlässlich des Besuches des Dalai Lamas in Reykjavík ein Konzert für diesen spielen. Sie führten das Orchesterstück Odin's Raven Magic auf bei welchem sie von den isländischen Musikern Hilmar Örn Hilmarsson, Steindór Andersen, Páll Guðmundsson und Maria Huld Markan Sigfúsdóttir unterstützt wurden. Sigur Rós-Sönger Jón war zu dem Auftritt nicht anwesend, da er in London an seinem ersten Soloalbum arbeitete.[3]
  • Im Juni 2009 nahmen Sigur Rós (ebenfalls ohne Jón) in der isländischen Musikquizshow Popppunktur teil, in der sie dann noch den Song Blindsker vom isländischen Musiker Bubbi Morthens coverten.

Kollaborationen

  • Die EP "Ba Ba Ti Ki Ti Do" entstand gemeinsam mit Radiohead als Live-Soundtrack für die Tanzchoreographie "Split Sides" des New Yorkers Merce Cunningham.
  • Das isländische Streicherquartett Amiina arbeitete an diversen Stücken von Sigur Rós mit.
  • Sänger Jón Þór Birgisson nahm 2009 zusammen mit DJ Tiësto einen Song namens Kaleidoscope auf.

Diskographie

für die komplette Diskographie siehe den Artikel Sigur-Rós-Diskographie

Referenzbands

  • wurden beeinflusst von: Slowdive
  • Sänger Jón þor Birgisson hat zusammen mit seinem Lebensgefährten Alex Somers, welcher verantwortlich für das Design der Sigur Rós-Alben ist, das Band-Projekt Riceboy Sleeps.

Kompilationsbeiträge

Coverversionen

Sigur Rós covern...

Sigur Rós werden gecovert von...

MP3s

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.visions.de/news/12297/Newsflash
  2. http://visions.de/news/11213/Newsflash
  3. http://www.sigur-ros.co.uk/news/?p=1315