Sex

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Wie zentral Fashion für die Musik- und Jugendkultur sein kann, zeigt die Entwicklung der Sex Pistols. Malcolm McLaren und Vivienne Westwood hatten in der Kings Road in London zusammen einen Fashion-Laden gegründet, der zunächst Rock'n'Roll- und Teddy-Accessoires verkaufte, Mitte der 70er den Laden aber in Sex umbenannt und eine Mischung aus Sex- und Fetisch-Kleidung (vor allem Rubberwear) - mit Statements der Situationisten verknüpft - verkauft.

Selbstredend war ein derartiger Laden in den 70er Jahren äußerst shocking und deshalb automatisch ein Anziehungspunkt für Außenseiter. So kam es, dass all die, die wenig später die allererste Generation von Punks in London bilden sollten, in Westwood und McLarens Laden abhingen. Johnny Rotten bekam seinen Platz als Sänger der Sex Pistols als er zu einem Song von Alice Cooper sang, den die Laden-Jukebox spielte. Andere Sex Pistols - Mitglieder wie Steve Jones arbeiteten sogar hinter der Theke des Ladens und die Band ist selbstredend auch nach dem Laden benannt.

Der Laden wurde danach mehrmals umbenannt und umgebaut, beherbergt aber auch heute noch einen Vivienne Westwood - Shop und kann tatsächlich noch besucht werden. Er ist allerdings bei weitem nicht mehr shocking.

Malcolm McLarens Erfahrungen in der Modeszene bildeten im Jahre 1985 die Grundlage für ein dystopisches Spielfilmexposé, dass von Alan Moore zum Drehbuch ausgearbeitet wurde. Da der Spielfilm nie realisiert wurde, schlummerte das fertige Drehbuch jahrzehntelang in der Schublade bis schließlich der Comic-Verlag Avatar Press mit dem Wunsch nach einem neuen Comic-Roman an Alan Moore herantrat. Antony Johnston und Facundo Percio kümmerten sich um die dramaturgische Aufbereitung und bildliche Umsetzung, sodass das fertige Werk schließlich unter dem Titel Fashion Beast ab 2012 in Serie erscheinen konnte und so viele Stilmerkmale der Post Punk Ära mit den spannenden Laufsteg-Abenteuern des Transvestiten Doll kombinierte.