S.V. OTZE Fanzine

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Das S.V. OTZE Fanzine ist ein kleines, chaotisches Printfanzine, das seit 2002 fast halbjährlich im Großraum Hannover erschien und seit 2005 als aus Hamburg und Zürich unregelmäßig herausgegebenes Trashzine schlecht aber gerne Klolektüre post-punkischer Zinefans ist.

Geschichte

Das S.V. OTZE Fanzine ist ein erstmals 2002 erschienenes Fanzine. Damals aus der Kleinstadt Goslar und dem Hannover'schen Vortortnebendorf Bissendorf/Wieze herausgegeben, signalisierten seine Untertitel ("Post Post-Punk Punk-Rock Magazin", "90% Spießer, 10% Punk") eine ironisch gebrochene Punkaffinität, die sich im diletantisch/chaotischen Inhalt fortsetzte. Musik war dabei als Bestandteil integral, aber kein einzelner Stil dominant. Punk, Ska, Rock'n'Roll, Indiepop und Experimentelles werden in undogmatischem Neben- und Nacheinander behandelt. Die bemühte Konsequenzfreiheit der Heftmachart spiegelte sich auch in der Angewohnheit der beiden Herausgeber Oskar Piegsa und Philipp Ueberschär wieder, als Fortsetzungsreihe angelegte Heftrubriken stets nach Erstveröffentlichung wieder abzubrechen und sich Fanzinereviewern zu verweigern, die empfahlen das S.V. OTZE Fanzine vom unpraktischen A4 auf A5 umzustellen. Wesentliche Funktion des Heftes war, Sexersatzhandlung seiner Macher zu sein.

Die Auflagenentwicklung des Heftes verlief von 100 bis 300 Exemplare, nachdem die Erstausgabe noch handkopiert und ringgebunden auf den Raucherhöfen der Gymnasien vertickt wurde, waren spätere Ausgaben immerhin professionell gedruckt. Bisher erschienen drei Ausgaben des Fanzines, die vierte wird für Anfang 2006 erwartet. Mittlerweile wohnen die Herausgeber in Hamburg und Zürich, was den Arbeitsprozess allerdings nicht mehr verkompliziert, als es der Glamour der internationalen Großstadtnamen im Impressum rechtfertigt.


Triviales

Der kontroverse Name des Heftes ist eine Referenz an das niedersächsische Dorf Otze (bekannt durch das jährliche Otzer Kartoffelfest), dessen Fußballverein in der Tat lange Zeit S.V. Otze hieß, bevor er aus Gründen der Pietät in S.V. Hertha Otze umbenannt wurde. Dabei war der mittelwitzige Sexismus in Namen nur Teilmotivation diesen anzunehmen - wie ein Fanzine für einen nicht mehr existenten Dorf-FC zu heißen, erschien den beiden Fußballhassern Philipp und Oskar noch viel orgineller. Ob ihre Eltern das Wortspiel damals verstanden haben, ist bis heute ungewiss (in der Schule aufgehängte Werbeplakate mussten jedenfalls auf Nachdruck des Direktors beständig wieder abgenommen werden).

Als glückliche Leser des Magazin bekannten sich bisher u.a. Thees Uhlmann, Achtung Spitfire Schnell Schnell, Timbo Jones und Vasilij Samoilov aus der Ukraine. Der Flight 13 Mailorder findet das Heft hingegen so scheiße, dass er sich nachhaltig weigert es in sein Programm zu nehmen.

Dem S.V. OTZE Fanzine liegt keine CD bei.