Roky Erickson

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Roky Erickson, *1947 in Dallas, USA, ist Sänger und Songwriter und war außerdem auch Gitarrist und Mundharmonikaspieler der 13th Floor Elevators, der wohl einflussreichsten Garagen- / Psychedelic-Rock-Band der 60er Jahre neben den Grateful Dead.

Hintergrund

Erickson kommt aus einer musikalischen Familie, ab dem fünften Lebensjahr spielt er Klavier, ab dem zwölften Lebensjahr Gitarre.[1] Seine erste Band sind The Spades. Seit 1965 spielt er mit Tommy Hall bis 1969 bei den 13th Floor Elevators.[2][3] Seit 1968 klagt Erickson über auditive Hypersensibilität und beginnt, unverständliches Zeug zu reden, erst 2005 ändert sich die Situation.

Als Erickson 1969 wegen Drogenbesitzes inhaftiert werden soll, plädiert er auf psychische Probleme. Er wird daraufhin bis 1973 in einer Psychiatrie für Straffällige untergebracht und spielt in einer Anstaltsband, die 13th Floor Elevators lösen sich auf.[4] Als er 1975 entlassen wird, gründet er die Band Bleib Alien (Bleib allein)[5], die später dann zu Roky Erickson and The Aliens umbenannt wird. Doug Sahm vom Sir Douglas Quintet produzierte eine Single mit Bleib Alien, das Stück wurde später mit der Nachfolgeband noch einmal aufgenommen:

<– Roky Erickson & Bleib Alien – Red Temple Prayer (Two Headed Dog, 1975)

<– Roky Erickson and The Aliens – Two Headed Dog (Red Temple Prayer, 1981)

Während der 1990er Jahre ist Roky Erickson nicht in der Lage, Musik zu machen, es erscheinen stattdessen zahlreiche Wiederveröffentlichungen. Seit 2005 ist es ihm wieder möglich, Konzerte zu geben, das erste Studioalbum nach 14 Jahren veröffentlicht er 2010.

Musik

Roky Erickson hat einen Hang zum Düsteren, er besingt gerne Vampire, Zombies, Gespenster und allerlei Kreaturen. 1980 behauptet er, viele derartiger Transformationen erfahren zu haben.[6] Die de.wiki bescheinigt ihm einen „hohen, extrovertierten Gesangsstil“, die en.wiki sieht eine Ähnlichkeit zu Janis Joplin.[7][8] Nach den 13th Floor Elevators beginnt Erickson eine Solokarriere. Seine Backing Bands sind zunächst die Aliens, dann The Explosives, ab 2008 die The Black Angels, für das 2010er Album Okkervil River. Eine Zusammenarbeit gibt es mit Mogwai.

<– Roky Erickson – I Have Always Been (2005)

<– You're Gonna Miss Me (U.S. Trailer)

Coverversionen

Ericksons Songs wurden von The Jesus and Mary Chain, R.E.M., ZZ Top, Julian Cope, den Butthole Surfers, Bongwater, John Wesley Harding, Doug Sahm und Primal Scream, den Minutemen, Alice Donut, The Nomads, T-Bone Burnett, Bongwater und anderen gecovert.

Roky Erickson beeinflusste ...

Robert Plant, Janis Joplin, Patti Smith, Henry Rollins, Mike Watt, Sonic Youth, The Butthole Surfers, Jon Spencer, The Damned, Red Krayola, Pere Ubu, The White Stripes und viele andere. (Liste von Roky Ericksons Webseite)

Diskografie

mit The 13th Floor Elevators:

mit Roky Erickson And The Aliens: ‎

  • Roky Erickson And The Aliens (CBS, 1980)
  • The Evil One (415 Records, 1981)
  • Weird Tales (1982)

Solo:

Dokumentation

  • You're Gonna Miss Me [7] bei Imdb, Regie: Keven McAlester (2007)[9]

Einzelnachweise

  1. Profil [1] bei allmusic (Wikipedia setzt hier das zehnte Lebensjahr an)
  2. In den Artikeln bei der en. und der de.wiki wird Erickson als Gründungsmitglied der 13th Floor Elevators vorgestellt. Dagegen allmusic: "... his high, swooping tenor brought him to the attention of another area band, the psychedelia-influenced 13th Floor Elevators, whose lyricist and jug player Tommy Hall invited Erickson to join."
  3. Piero Scaruffi (1999): "Tommy Hall ... was the brain behind the project.", in: The History of Rock Music, 13th Floor Elevators [2] bei Scaruffi.com
  4. vgl. Artikel bei der en.wiki
  5. Artikel Roky Erickson [3] bei der en.wiki
  6. Roky Erickson – Creature with the Atom Brain (1980) [4] "I told you I would see you die" bei Youtube
  7. Artikel Roky Erickson [5] bei der de.wiki
  8. Artikel Roky Erickson [6] bei der en.wiki
  9. Bei IMDb wird als Produktionsjahr 2005 angegeben.

Weblinks

  • Homepage [8] bei Roky Erickson.com
  • Profil und Diskografie [9] bei Discogs
  • Josh Slater – Roky Erickson: The Future Demonic Bleib [10] Interview bei L.A. Record

Links im Juli 2017.