Robert Wyatt

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Robert Wyatt
Herkunft: Bristol, England
Geboren: 28. Januar 1945 (73 Jahre)
(als Robert Ellidge)
Aktiver Zeitraum: seit 1963
Instrumente: Schlagzeug, Gesang
Labels: Virgin, Rough Trade
Domino
Homepage: strongcomet.com/wyatt
Bands:
Wilde Flowers
Soft Machine
Matching Mole

Robert Wyatt war als Mitglied von Gruppen wie Soft Machine und Wilde Flowers einer der Mitbegründer der so genannten "Canterbury Scene" im England der 1960er Jahre.

Hintergrund

Dabei handelte es sich um eine spezielle Spielart des Progressive Rock, der Elemente aus Jazz und Psychedelic verarbeitete. Nach der Auflösung der Wilde Flowers trat Robert Wyatt 1966 Soft Machine als Schlagzeuger und Sänger bei, die seinerzeit neben Pink Floyd als die Psychedelic/Progressive-Band der Stunde galten. Es folgten Touren mit u. a. Jimi Hendrix am Bass[1], doch 1970 lösten sich Soft Machine auf, und Wyatt veröffentlichte zunächst ein Soloalbum mit dem Titel "The End of an Ear". 1971 initiierte er dann die Jazz-Rock-Gruppe Matching Mole, die sich klangmäßig an Soft Machine orientierte. 1973 traf ein Schicksalsschlag den Musiker, als er bei einer Party betrunken aus dem Fenster fiel und sich dabei so schwer verletzte, dass er von der Hüfte abwärts gelähmt war. Wyatt musste seine Band und das Schlagzeugspiel aufgeben und war an den Rollstuhl gefesselt.

Die musikalische Karriere von Robert Wyatt war jedoch nicht zu Ende, und mit Hilfe seiner Freunde Nick Mason (Drummer von Pink Floyd), Gitarrist Fred Frith und Keyboarder Mike Oldfield kam 1974 Wyatts zweites Soloalbum "Rock Bottom" heraus, das den Top-30-Hit I'm a Believer (eine Monkees-Coverversion) enthielt. Dabei kam es zu einer skandalumwitterten Performance bei Top of the Pops, wo Wyatt erst nicht im Rollstuhl auftreten sollte, sich letztlich aber durchsetzen konnte.[2] "Ruth is Stranger than Richard" entstand im folgenden Jahr wieder unter Mithilfe von Nick Mason sowie mit Roxy-Music-Kopf Brian Eno und präsentierte eine Mischung aus Jazz- und Weltmusik-Anleihen. In den 1980ern wandte sich Robert Wyatt verstärkt dem politischen Songwriting zu, da er inzwischen auch Mitglieder der Kommunistischen Partei Großbritanniens geworden war, und veröffentlichte unter anderem eine Sammlung von Antikriegsliedern unter dem Titel "Nothing Can Stop Us".

<– Shipbuilding 1983 (Original von Elvis Costello)[3]

<–Curtsy (mit Evan Parker, 1993)[4]

In der jüngeren Vergangenheit hat Robert Wyatt häufig mit anderen Bands und Künstlern kollaboriert. Dabei handelt es sich zumeist um Acts aus seiner Generation wie Nick Mason und David Gilmour von Pink Floyd, Sting, Elvis Costello und Ryuichi Sakamoto. Aber auch beispielsweise auf Björks Album "Medúlla" ist der Mann mit der Sechs-Oktaven-Stimme zu hören, wo er den Song Submarine singt. Ansonsten veröffentlicht Robert Wyatt nach wie vor regelmäßig Alben, von denen "Cuckooland" von 2003 mit dem Mercury Music Prize ausgezeichnet wurde.

Trivia

  • Im Internet ist der Ausdruck "to wyatt" aufgekommen, was sich auf die Praxis bezieht, in einer Kneipe absichtlich schräge Musik in der Jukebox zu wählen, um die anderen Gäste damit zu nerven. Robert Wyatt wurde mit dem Song „Alliance“ von 1985 in die Liste 100 Great Voices des britischen Magazins Mojo gewählt (1994).

Diskografie

Profil [5] bei Discogs

Kollaborationen

Kollaborationen bei anderen Musikern

All-Time-Charts

Rock Bottom

Shipbuilding (Song)

Kompilationsbeiträge

Auszeichnungen

Referenzbands

Coverversionen

Robert Wyatt covert...

und weitere.

Einzelnachweise

  1. Robert Wyatt und Jimi Hendrix – Slow walkin' talk (1968) [1] bei Youtube
  2. Robert Wyatt – I'm a Believer (1974) [2] im Rollstuhl bei Top of the Pops, Youtube
  3. Artikel Shipbuilding (Song) [3] bei der en.wiki
  4. Curtsy vom Album Paul HainesDarn It! (1993) [4] bei Discogs

Weblinks

Links im Oktober 2017.