Richard Chartier

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Richard Chartier (* 29. März 1971 in Arlington, Virginia, USA) ist ein US-amerikanischer Klang- und Installationskünstler und Grafikdesigner. Er ist eine der Schlüsselfiguren der gegenwärtigen elektronischen Klangkunst, des Mikrosounds und Neomodernismus. Seit 1998 hat er etwa 50 CDs auf unterschiedlichen Plattenlabeln weltweit veröffentlicht, in Deutschland zum Beispiel auf raster-noton. Zugleich betreibt er sein eigenes Label Line Records. Als DJ tritt er unter dem Pseudonym Pinkcourtesyphone in Erscheinung.[1]

Kollaborationen

Zusammenarbeiten gab es unter anderem mit Taylor Deupree, William Basinski, CoH und Asmus Tietchens, sowie mit den Installations- und Videokünstlern Evelina Domnitch, Dmitry Gelfand und der Videokünstlerin Linn Meyers. Richard Chartier ist bisher in Europa, Japan, Australien und den USA aufgetreten.

Musik

Chartiers Musik besteht in erster Linie aus digital generierten Klangflächen, aber auch Samples von akustischen Instrumenten und Stimmen werden integriert. Texturen und Sounddesigns stehen in der Tradition des zeitgenössischen Minimalismus und sind oft ausgesprochen ruhig und sparsam angelegt. Im allgemeinen sind die Flächen statisch oder teilfragmentiert. Sie enthalten Einzelereignisse wie isolierte Frequenzbetrachtungen (besonders in den Höhen), geräuschhafte Eruptionen in der Art von Einsturzfeldern. Viele Stücke Richard Chartiers weisen auf einen musikalischen Formalismus hin, bei dem die Kompositionsprozesse besonders in die Bereiche an der menschlichen Hörschwelle verlegt sind. Auf diese Weise wird Stille zu einer der hauptsächlichen Konstruktionsprinzipien seiner Musik. Auch die Flächen sind zumeist repetitiv oder enthalten repetitive Tonfolgen und Motive, zeitweilig auch Melodien. Richard Chartier empfiehlt auf seiner Webseite, seine Stücke leise oder sogar über Kopfhörer zu hören.[2]

Diskografie

Solo und Kollaborationen

Richard Chartier [3] bei Discogs

Pinkcourtesyphone

Pinkcourtesyphone [4] bei Discogs

Ausstellungen und Auftritte auf Festivals (Auswahl)

Festivals

  • MUTEK (Kanada)
  • GRM/Maison de Radio France (Frankreich)
  • Musiktriennale Koeln (Bundesrepublik Deutschland)
  • Observatori (Spanien)
  • DEAF (Irland)
  • Transmediale (Bundesrepublik Deutschland)
  • NETMAGE (Italien)
  • Lovebytes (Großbritannien)
  • The Leeds International Film Festival (Großbritannien)
  • The Rotterdam International Film Festival (Niederlande)
  • REDCAT (USA)
  • La Batie (Schweiz)

Ausstellungen

  • ICA (Großbritannien)
  • Hirshhorn Museum and Sculpture Garden (Dänemark)
  • ICC (Japan)
  • CAPC Musée D’Art Contemporain De Bordeaux (Frankreich)
  • Musee d’Art Contemporain (Kanada)
  • The Contemporary Art Centre (Litauen)
  • Sculpture Center (NY)
  • Schirn Kunsthalle (Bundesrepublik Deutschland)
  • Visual Music at the Los Angeles Museum of Contemporary Art (USA).

Literatur

  • Demers, Joanna: Listening Through The Noise. New York: Oxford University Press, 2010

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. DJ-Sets und Solostücke [1] bei Soundcloud
  2. Homepage [2] bei 3particles.com

Weblinks

  • Homepage [5] bei 3particles.com

Einzelnachweise und Weblinks am 04. Januar 2016.