Randy Newman

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Randy Newman
Randy Newman 2006
Randy Newman 2006
Herkunft: Los Angeles, Kalifornien
Geboren: 28. November 1943 (74 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1961
Genres: Singer-Songwriter
Instrumente: Gesang, Tasteninstrumente
Labels: Warner, Disney, Dreamworks, Nonesuch
Homepage: RandyNewman.com
Bands:
Harpers Bizarre

Randy Newman ist ein US-amerikanischer Sänger, Pianist und Komponist (insbesondere für Filmmusik), der seit den frühen 1960er Jahren aktiv ist und als einer der renommiertesten Songwriter der Pophistorie gilt.

Biographie

Randall Stuart Newman wurde in Los Angeles in eine Familie von Filmkomponisten geboren, was auch schon einen Gutteil seines eigenen späteren Betätigunsfeldes antizipierte. Bereits mit 17 Jahren begann er professionell Musik zu machen, doch sein eigenes Debüt, die Single "Golden Gridiron Boy" von 1961, floppte, so dass Randy Newman sich die nächsten Jahre auf das Komponieren für andere Künstler konzentrierte. Dabei gelangen ihm Hits für u.a. Gene Pitney, The O'Jays und Cilla Black, und er wurde Mitglied der Kammer-Pop-Gruppe Harpers Bizarre und lernte außerdem den Jazzmusiker Lenny Waronker kennen (Vater von Anna Waronker, später bei that dog.). Dieser vermittelte Newman einen Plattenvertrag mit Warner Bros., wo 1968 dessen selbstbetiteltes Debütalbum erschien. Kommerziell konnte die Platte zwar noch nichts bewegen, doch – typisch für Newman – wurden ihre Songs von zahlreichen anderen Interpreten wie Nina Simone, Dusty Springfield und den Everly Brothers gecovert. Harry Nilsson nahm gar eine ganze Platte mit Newman-Covern namens "Nilsson Sings Newman" auf, die ihrerseits den Start von Newmans zweiter LP "12 Songs" (1970) erleichterte, auf das Pianospiel des Musikers in den Vordergrund rückte und zu dem auch Gitarrist Ry Cooder und Ex-Byrds-Mitglied Gram Parsons beitrugen. Wieder einmal jedoch waren andere Interpreten mit Newmans Nummern erfolgreicher als der Komponist selbst, in diesem Falle Three Dog Night mit dem Seventies-Klassiker Mama Told Me Not to Come. Gleiches galt für das schlüpfrige You Can Leave Your Hat On vom nächsten Studioalbum "Sail Away", später interpretiert u.a. von seinem großen Idol Ray Charles, Tom Jones und Joe Cocker (dessen Version in den Achtzigern durch den Design-Food-Sex-Streifen "9 1/2 Wochen" bekannt wurde).

Inzwischen war das Filmkomponisten-Erbgut bei Randy Newman durchgeschlagen, und seit den frühen 1970ern hat er Musik für u.a. "Die Indianer von Cleveland", "Ragtime", "Meet the Fockers" und "Pleasantville" sowie eine ganze Reihe von Dieney/Pixar-Animationserfolgen wie "Monster AG", "Küss den Frosch" sowie die bisherigen drei Teile von "Toy Story" geschrieben. Daneben veröffentlichte Newman auch weiterhin Soloalben, die oftmals ein Hintergrundkonzept hatten (z.B. "Good Old Boys" von 1974 über Nordstaaten/Südstaatenstereotype oder "Little Criminals" (1977) über Kriminelle) oder aus dem Blickwinkel von besonders abseitigen Protagonisten verfasst waren. In den 1980ern gelang Newman mit "Land of Dreams" von 1988 und der zugehörigen Single It's the Money that Matters einer seiner größten kommerziellen Erfolge, doch erkrankte er einerseits schwer und trennte sich andererseits von seiner Ehefrau. Kreativ schwächte ihn dies allerdings nicht, und so veröffentlicht der bald Siebzigjährige weiterhin Platten mit seinen zeitkritischen Songs, zuletzt auf dem Album "Harps und Angels", wo er sich mit dem "Krieg gegen den Terror" auseinandersetzt.

Solo-Diskographie

Referenzbands

Weblinks