Queen

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Queen
Queen mit Paul Rodgers 2007
Queen mit Paul Rodgers 2007
Herkunft: London, England
Aktiver Zeitraum: seit 1971
Genres: Hardrock
Glamrock
Progressive Rock
Heavy Metal
Labels: Elektra
Homepage: Offizielle Homepage (klassisches Lineup)
Line-Up:
Paul Rodgers: Gesang (seit 2004)
Brian May: Gitarre
John Deacon: Bass
Roger Taylor: Schlagzeug
Ehemalige Mitglieder:
Freddie Mercury: Gesang, Keyboards (1971-1991†)

Die äußerst erfolgreichen Hardrocker Queen wurden 1971 in London gegründet und existieren seit dem Tod ihres Sängers Freddie Mercury 1991 de facto nicht mehr (machen aber trotzdem immer noch weiter). Derzeit sind die verbliebenen Mitglieder mit dem Sänger Paul Rodgers als Queen + Paul Rodgers aktiv.

Bandgeschichte

Queen waren eine der prägenden Formationen der 70er Jahre, da sie in ihrem Schaffen die Frühphasen von Hardrock, Glamrock, Progressive Rock und Heavy Metal stark mit beeinflussten. Mit ihrem charismatischen Frontmann Freddie Mercury verfügte die Gruppe zudem über eine der legendärsten und exaltiertesten Persönlichkeiten in der Geschichte der Rockmusik. Die Wurzeln von Queen liegen in der Londoner Psychedelic-Band Smile, in welcher der Gitarrist Brian May und der Schlagzeuger Roger Taylor seit 1967 zusammen spielten. Als Smile sich auflösten, holten May und Taylor den als Farrokh Bulsara geborenen Mercury an Bord, und Bassist John Deacon machte 1971 das Quartett komplett. Nach zwei Jahren des Livespielens konnten Queen einen Plattenvertrag mit Elektra Records an Land ziehen, und 1973 erschien das selbstbetitelte Debüt der Band. Auf ihm wie auch dem Zweitling suchte die Gruppe zunächst noch nach ihrem eigenen Sound und experimentierte im Spannungsfeld von frühem Metal, glammigen und progressiven Elementen. Erst mit dem 1974 erschienenen "Sheer Heart Attack" gelang es Queen, einen eigenen Platz in der Liga der 70er-Rockstars zu besetzen, und mit den noch heute wohlbekannten Singles Now I'm Here, Stone Cold Crazy und dem poppigen Killer Queen waren auch drei erfolreiche Auskopplungen dabei. Dies war allerdings nur das Vorspiel zu Queens künstlerisch und kommerziell wohl erfolgreichstem Album namens "A Night at the Opera", dessen gleichzeitig spielerisch-ironisches wie bombastisches Herzstück Bohemian Rhapsody wohl nicht nur die Leute kennen dürften, welche sich an die Karaoke-Szene aus "Wayne's World" erinnern. Der Eklektizismus des Albums, das als eine der essenziellen Scheiben des 70er-Rock gilt, sollte auch das weitere Schaffen der Königinnen prägen. Da die Platte jedoch nur schwer zu übertreffen war, entschieden sich Mercury & Co dazu, mit "A Day at the Races" schlicht ein Nachfolgealbum in ähnlichem Ton hinterherzuschieben, das mit Good Old-Fashioned Lover Boy und Somebody to Love gleichwohl weitere Welthits enthielt. Als 1977 das sechste Queen-Album namens "News of the World" anstand, sah sich die Band als einer der Exponenten des Bombast-Rocks im Kreuzfeuer des Punk. Ähnlich wie ihre Mit-Briten von Led Zeppelin zu deren "Presence"-Phase knickten die Vier nicht vor dem Zeitgeist ein, schliffen aber ihren Sound deutlich kantiger, düsterer und aggressiver zu, ohne von der großen Geste oder den stadiontauglichen Refrains zu lassen. Mit We Are the Champions und We Will Rock You gelangen ihnen dabei zwei der, wenn nicht die zwei definitiven Hardrock-Mitsingnummern. Das 1978 erschienene Album "Jazz" zeigte die Band dann wieder von einer fröhlicheren Seite, wie die Songs Bicycle Race, Fat Bottomed Girls und Don't Stop Me Now belegten.

Die 80er brachten Disco, New Wave und Rockabilly in den klassischen Queen-Sound mit ein und fanden sich in Hits wie Another One Bites the Dust und Crazy Little Thing Called Love auch auf dem 1980er Album "The Game". (Zeitgleich schrieb die Band auch den Soundtrack zur heute eher belustigend anmutenden Science Fiction-Comicverfilmung "Flash Gordon".) Allerdings sollte sich der Flirt mit tanzbaren Sounds eher als kontraproduktiv erweisen, denn das Album "Hot Space" von 1982 war zu großen Teilen von Disco geprägt, was den hart rockenden Queen-Fankern nicht amüsierte. Die Platte ging sowohl in den USA als auch in der britischen Heimat kommerziell und in den Kritiken unter; lediglich die Kollaboration mit David Bowie Under Pressure – deren berühmte Basslinie später Vanilla Ice zum Weltrum mit Ice Ice Baby verhelfen sollte – konnte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Mit "The Works" von 1984 konnte dann zumindest in Europa wieder Boden gutgemacht werden, wobei die Videos zu Radio Ga Ga und I Want to Break Free (in dem die Band in Frauenverkleidung auftrat) geholfen haben dürften. Queen blieben für den Rest der Dekade Rock-Superstars in Europa und der Welt (bis auf die USA), und wahrscheinlich hätte die Show noch bis zur Rente der Vier weitergehen können, wenn nicht das Schicksal in Form von AIDS zugeschlagen hätte: Am 23. November 1991, einen Tag vor seinem Tod, hatte Freddie Mercury bekanntgegeben, dass er an der Immunschwäche leide. Die Krankheit war bei dem bisexuellen Sänger bereits Ende der 80er diagnostiziert worden, doch hatte Mercury dies nicht öffentlich gemacht. Band und Fangemeinde waren geschockt, und 1992 kam es zu einem großen Gedenkkonzert in der Londoner Wembley Arena, bei der unter anderem Annie Lennox, David Bowie und George Michael den verstorbenen Mercury vertraten. Das letzte Studioalbum der Band war das erst 1991 veröffentlichte "Innuendo" gewesen.

Dies schien das offizielle Ende von Queen als Band zu sein, auch wenn noch eine Zeit lang über einen neuen Sänger spekuliert wurde. Auf der anderen Seite begann nun das unschöne Kapitel der Leichenfledderei, denn nach Freddie Mercurys Tod folgten bislang nicht weniger als ein "neues" Studioalbum namens "Made in Heaven", zwei weitere Best Ofs, die auch Post-Mercury-Kollaborationen und Coverversionen von Queen-Songs enthielt, ein Queen-Musical namens "We Will Rock You", sowie der Gipfel des Ausverkaufs, Queen Dance Traxx (Blümchen singt Bicycle Race, was schon fast als Realsatire gelten kann). Bassist John Deacon hatte sich unterdessen aus dem Geschäft zurückgezogen, so dass es Roger Taylor und Brian May oblag, das Trademark Queen in wechselnder Besetzung weiter hochzuhalten. Im Dezember 2004 schließlich kamen Queen dann tatsächlich erstmals wieder auf Tour, wobei der ehemalige Free- und Bad Company-Sänger Paul Rodgers Mercurys Platz am Mikro einnahm. Einer weiteren Tour im Jahre 2006 folgten dann Aufnahmesessions von Rodgers, May und Taylor sowie die Produktion eines Queen-Films. Im September 2008 erschien dann schließlich das erste "neue" Queen-Album namens "The Cosmos Rocks", dem die Single "C-Lebrity" vorangegangen war.

Kollaborationen

  • mit David Bowie auf Hot Space (bei Under Pressure)
  • mit Paul Rodgers seit 2004 (als Queen + Paul Rodgers)

Diskographie

Alben

Live Alben

  • 1979 Live Killers
  • 1986 Live Magic
  • 1992 Live at Wembley '86
  • 2004 Queen on Fire - Live at the Bowl
  • 2005 Return of the Champions
  • 2007 Rock Montreal

Compilations

  • 1981 Greatest Hits
  • 1991 Greatest Hits II
  • 1997 Queen Rocks
  • 1999 Greatest Hits III

Singles/EPs (Auswahl)

  • 1973 Keep Yourself Alive
  • 1975 Bohemian Rhapsody
  • 1977 Queen's First E.P.
  • 1977 We Are the Champions/We Will Rock You
  • 1979 Crazy Little Thing Called Love
  • 1980 Another One Bites the Dust
  • 1981 Under Pressure (mit David Bowie)
  • 1984 Radio Ga Ga
  • 1984 I Want to Break Free
  • 1986 A Kind of Magic
  • 1991 The Show Must Go On
  • 1995 Heaven for Everyone

Charts

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
NME Musikexpress Musikexpress Sounds
1974 Sheer Heart Attack
25
-
- -
1989 The Miracle
-
40
7 -
1991 Greatest Hits (Volume
-
-
10 -
1995 Made In Heaven
-
-
2 -
Singles
1975 Bohemian Rhapsody
4
-
- -
1981 Under Pressure (mit David Bowie)
-
-
- 9

All-Time-Charts

A Night at the Opera
Made In Heaven

Kompilationsbeiträge

Referenzkasten

  • Die Albumtitel "A Night at the Opera" und "A Day at the Races" sind den Titeln zweier Filme der amerikanischen 30er-Jahre-Komikertruppe Marx Brothers entlehnt.

Referenzbands

Coverversionen

Queen covern...

  • "God Save the Queen" (britische Nationalhymne, bei nahezu jedem Livekonzert in der klassischen Besetzung)
  • "Hello Mary Lou (Goodbye Heart)" von Johnny Duncan (live)
  • "Tutti Frutti" von Little Richard

Queen werden unter anderem gecovert von...

Tribute-Alben: Killer Queen: A Tribute to Queen | Dynamite with a Laser Beam: Queen As Heard Through the Meat Grinder of Three One G | Dragon Attack: A Tribute to Queen | Tie Your Mix Down: Tribute to Queen

Siehe auch

Weblinks