Pure Joy

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Pure Joy
Herkunft: Seattle, Washington, USA
Aktiver Zeitraum: seit 1986
Genres: Indierock, Indiepop
Labels: Flydaddy Records, PopLlama, Book Records, No Threes
Line-Up:
Rusty Willoughby: Gesang, Gitarre
Lisa King: Bass
Jim Hunnicutt: Schlagzeug (1986-1989, seit 1993)
Ehemalige Mitglieder:
Andy Davenhall: Schlagzeug (1989)
Craig Montgomery: Keyboards, Gitarre (1987-1989, 1993)
Randy Willoughby: Keyboards (1986-1987)

Pure Joy wurden 1986 in Seattle, Washington gegründet und bestehen mit einigen Unterbrechungen bis heute.

Bandgeschichte

Pure Joy waren eine jener Seattle-Bands, die so gar nichts mit dem düsteren Sabbath- oder punkigen Black Flag-Sound gemeinsam hatten, mit dem die Welt die Stadt im Nordwesten der USA spätestens seit Nirvanas globalem Durchbruch identifizieren sollte. Die Gruppe um Gitarrist und Sänger Rusty Willoughby orientierte sich vielmehr an den großen Vorbildern aus England, sowohl aus den Pop-seligen Sechzigern als auch den Zeiten von Post-Punk und New Wave (der Name der Band war einem Song der britischen Band The Teardrop Explodes entlehnt). Vorläufer von Pure Joy war ein Quartett namens The Dwindles, das wiederum auf das 1984 gegründete Trio Second Story zurückging. Kreative Keimzelle dieser Vorläufer waren Rusty Willoughby (erst am Schlagzeug, dann für Gesang und Gitarre zuständig) und Gitarrist Scott Sutherland, die sich 1985 mit Lisa King am Bass und Jim Hunnicut zu The Dwindles erweiterten. Diese spielten unter anderem als Vorband von Billy Bragg und nahmen auch ein Demotape auf, doch kam es dann zu kreativen und persönlichen Differenzen zwischen Willoughby und Sutherland, so dass dieser 1986 die Band verließ und mit Tom Evers Chemistry Set gründete. Willoughby, King und Hunnicutt machten daraufhin als Pure Joy weiter.

Nach einer ersten, selbst veröffentlichten Single und einigen Kompilationsbeiträgen folgte 1988 der Debütlongplayer "Unsung", dessen Release von einer Tour mit der englischen Band The Chamaeleons begleitet wurde. Das Stück Ocean konnte einiges Airplay in den Collegeradios gewinnen, doch gelang es Pure Joy nicht, daraus dauerhaftes Kapital zu schlagen. 1989 wurde bei Popllama noch das zweite Album namens "Carnivore" veröffentlicht, was aber in der zunehmend auf besagten Sub Pop-Grunge gepolten Medienöffentlichkeit ein wenig unterging. Nach einer letzten Live-Single war 1990 dann vorerst Schluss mit Pure Joy, und Bandchef Willoughby gründete das noch eher an Punk und Power Pop ausgerichtete Quartett Flop, das es in den 90ern zumindest zu einem Majorvertrag brachte.

Nachdem Flop 1996 ihrerseits Geschichte waren, veröffentlichte Willoughby unter dem alten Namen Pure Joy 1997 ein Album namens "Getz, the Worm", das allerdings von ihm allein eingespielt worden war. Live standen ihm jedoch seine beiden alten Mitstreiter Lisa King und Jim Hunnicutt zur Seite. Es folgten wiederum einige Kompilationsbeiträge - u.a. die Seattle-Allstar-Platte "The World of Dr. Illteam", an der sämtliche Mitglieder der Bands Fastbacks, Young Fresh Fellows und Pure Joy teilnahmen - sowie das bislang letzte Album "Gelatin and Bright" aus dem Jahr 2003. Seitdem ist Willoughby unter anderem zusammen mit Scott Sutherland als Llama unterwegs gewesen, tritt jedoch immer auch mal wieder mit Pure Joy auf.

Diskographie

Alben
Singles/EPs
  • 1986 Pure Joy (4-Track-7", Eigenvertrieb)
  • 1989 Now I Know/All the Stupid Things (7", Eigenvertrieb)
Sonstige

Kompilationsbeiträge

Trivia

  • Anfangs spielte noch Rusty Willoughbys Bruder Randy bei Pure Joy mit. Auch Fastbacks-Gitarrist Kurt Bloch gehörte zu den Kurzzeit-Mitgliedern der Band.

Referenzbands

Weblinks