Puddle of Mudd

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Puddle of Mudd
Puddle of Mudd
Puddle of Mudd
Herkunft: Kansas City, Missouri, USA
Aktiver Zeitraum: 19921999, seit 2000
Genres: Post-Grunge
Labels: Mudd Dog, Hardknocks, Universal, Geffen, Flawless, Arms Division
Homepage: PuddleofMudd.com
Line-Up:
Wes Scantlin: Gesang, Gitarre (1992-1999, seit 2000)
Matt Fuller: Gitarre (2012, seit 2014)
Michael John Adams: Bass, Gesang (seit 2014)
Dave Moreno: Schlagzeug, Gesang (2005, seit 2014)
Ehemalige Mitglieder:
Paul Phillips: Gitarre (2000–2005, 2009-2014)
Dizzi Devereux: Gitarre (2011-2014)
Doug Ardito: Bass, Gesang (2000–2010, 2011-2014)
Shannon Boone: Schlagzeug (seit 2011)

Puddle of Mudd sind eine Post-Grunge-Band aus Missouri, die vor allem mit ihrem Majordebüt "Come Clean" von 2001 sehr erfolgreich war, heute aber eher über die Eskapaden ihres Frontmannes und einzigen konstanten Bandmitglieds Wes Scantlin Schlagzeilen macht.

Bandgeschichte

Wenn Creed Ende der Neunziger die Post-Grunge-Version von Pearl Jam und Alice in Chains darstellten, dann waren sie die Kreuzung aus Nirvana und Ugly Kid Joe, auf die die Welt im Jahr 2000 offensichtlich gerade noch gewartet hatte: Puddle of Mudd, 1992 in Kansas City gegründet, verfügten mit Sänger, Gitarrist und einzigem heute verbliebenen Gründungsmitglied Wes Scantlin über einen ähnlich talentierten Kurt Cobain-Soundalike wie Bush oder die kanadischen Corporate-Grunger Nickelback. Zwar hatte man schon früh den angesagten Grunge-Seattle-Sound adaptiert, doch mussten sich Rollmütze Scantlin und Konsorten noch lange Jahre durch Bandwettbewerbe kämpfen und durch Provinzkäffer tingeln, bis man 1999 gar schon einmal alles für eine Weile hinschmiss und Scantlin ganz alleine da stand. 2000 hatte das Schicksal in Form des Limp Bizkit-Oberkellners Fred Durst allerdings dann doch noch ein Nachsehen, da Durst ein Tape mit Scantlins Songs in die Hände fiel. Daraufhin holte der New Metal-Zampano Scantlin nach Kalifornien und half ihm, eine neue Band zusammenzustellen sowie den Kontakt zu Geffen herzustellen. Mit neuer "Backing-Band" sowie Major-Verstärkung im Rücken veröffentlichten die runderneuerten Puddle of Mudd 2001 das Majordebüt "Come Clean" samt Hitsingles Control, Blurry und She Hates Me. MTV schloss die Truppe in die Arme und ließ die LP zu Fünffachplatin emporschießen, so dass Puddle of Mudd ein Platz zwischen den genannten Post-Grunge-Großverdienern sicher schien, auch wenn der üble Nachgeschmack einer "Alternative-Castingband von Fred Dursts Gnaden" nie so ganz vom Ruf der "Schlammpfützen" weichen wollte.

Bereits mit dem Nachfolger "Life on Display" von 2003 schienen die Heydays der Truppe allerdings schon wieder vorbei, denn nicht nur blieb die LP weit hinter den Verkaufserwartungen zurück, sondern Drummer Greg Upchurch sagte auch noch in Richtung Konkurrenz in Form von 3 Doors Down adieu. Zudem verkrachten sich Scantlin und Durst, da vor allem Scantlin davon genervt war, dass jedermann ihn als Durst-Marionette zu sehen schien. 2007 folgte "Famous", das mit dem Titeltrack und Psycho zwar zwei recht erfolgreiche Singles hervorbrachte, doch abermals nur noch die Hälfte der Einheiten des Vorgängers verkaufte, und "Vol.4 Songs in the Key of Love and Hate" setzte 2009 die Talfahrt fort (wobei wir aber immer noch über über 100.000 verkaufte Einheiten sprechen). Vor lauter Ratlosigkeit und endlosen Lineup-Wechseln brachten Puddle of Mudd dann erst einmal eine "Best Of" namens "Icon" heraus und legten 2011 – noch origineller – ein Coveralbum mit Songs von u.a. Led Zeppelin, Bad Company und AC/DC nach. Seit 2011 wird mittlerweile das nächste Studioalbum angekündigt, und da sich inzwischen selbst Roll- und Rotmütze wieder vertragen hatten und gemeinsam auf Tour gehen wollten, konnte dem Erfolg eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

De facto ist bis auf die iTunes-Single Piece of the Action (mit aufrüttelnden Zeilen wie "Come on, come on, come on, come on everybody dance with me (yeah)/Come on, come on along you know that I enjoy your company (yeah)"), welche im September 2014 ohne große Vorankündigung (und ohne größeren Effekt) veröffentlicht wurde, allerdings nichts aus dem Longplayer geworden. Wes Scantlin macht(e) unterdessen deutlich eher durch seltsame Interviews, Live-Gesangsplayback-Skandale und "on-stage meltdowns" auf sich aufmerksam, von denen jener in Dallas im Jahr 2014 unter anderem des Frontmanns tätliche Angriffe auf Publikum und Bandmitglieder beinhaltete. Da Scantlin aber offensichtlich als Überzeugungstäter (!) einzuordnen ist, sind Puddle of Mudd – seit 2014 sogar mit leidlich gefestigtem Lineup – auch im Jahr 2017 immer noch auf allerlei internationalen Bühnen zu finden.

Diskographie

Alben
Singles/EPs
Sonstige

Referenzbands

Coverversionen

Puddle of Mudd covern …

auf "re(disc)overed" (2011)

Weblinks