Procol Harum

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Procol Harum wurden 1967 in London gegründet und sind – nach einer zwischenzeitlichen Auflösung 1977 – seit 1991 wieder aktiv. Sie erlangten weltweite Berühmtheit durch ihren ersten und größten Hit A Whiter Shade of Pale.

Genre

Progressive Rock

Line-Up

Das klassische Lineup:

Bandgeschichte

Die 1967 gegründeten Procol Harum hatten zwar auch nach ihrem Trademark-Song noch einige weitere Hits im Gepäck, doch werden sie wohl auf ewig mit dem Stück A Whiter Shade of Pale identifiziert werden. Diese Komposition, die sich durch die Kombination von Bach-ähnlichen Orgelklängen und einem extrem kryptischen Text (geschrieben von Keith Reid und gesungen von Gary Brooker) mit Rock-Versatzstücken auszeichnete, wurde als erste Single der Gruppe veröffentlicht und schoss sofort auf Platz 1 der britischen Charts. Das Lied gilt als eins der Pionierwerke des Classic Rock, jener Progressive-Spielart, die aus der Fusion von klassischer und Rockmusik hervorging.

Die anderen Auskopplungen und Platten von Procol Harum konnten den Erfolg des Debüts nicht wiederholen, wenngleich Stücke wie A Salty Dog, Conquistador oder Homburg mitunter auch noch die oberen Regionen der Charts berühren konnten. Das "Pale"-Lineup hielt lediglich bis 1971, wonach mit dem Abgang von Rockgitarrist Robin Trower der Klassiksound von Brooker und Reid endgültig dominierte. Gleichwohl war 1977 nach anhaltender Erfolglosigkeit zunächst Schluss mit Procol Harum. Erst 1991 reformierte sich die Gruppe mit leicht verändertem Lineup, konnte mit dem neuen Album "The Prodigal Stranger" jedoch nicht an vergangene Erfolge anknüpfen.

Seitdem ist vom Ur-Lineup nur noch Sänger Gary Brooker übrig. Wie sehr das Schicksal von Procol Harum nach wie vor mit A Whiter Shade of Pale verknüpft ist, zeigt sich allein schon daran, dass zum dreißigjährigen Jubiläum der Veröffentlichung des Songs 1997 eine Internet-Faninitiative gestartet wurde, die – 2007 erneut aufgelegt – zu einer der Finanzierungsgrundlagen der Gruppe geworden ist. Zudem strengte Organist Matthew Fisher einen Rechtsstreit um die Tantiemen des Songs an, der für ihn jedoch keinerlei Geldgewinn einbrachte.

Diskographie

Alben
  • 1967 Procol Harum (LP, Regal Zonophone Records)
  • 1968 Shine on Brightly (LP, Regal Zonophone Records/A&M)
  • 1969 A Salty Dog (LP, Regal Zonophone Records/A&M)
  • 1970 Home (LP, Regal Zonophone Records/A&M)
  • 1971 Broken Barricades (LP, Chrysalis Records/A&M)
  • 1973 Grand Hotel (LP, Chrysalis Records)
  • 1974 Exotic Birds and Fruit (LP, Chrysalis Records)
  • 1975 Procol's Ninth (LP, Chrysalis Records)
  • 1977 Something Magic (LP, Chrysalis Records)
  • 1991 The Prodigal Stranger (LP/CD, Zoo)
  • 2003 The Well's on Fire (CD, Eagle)
Sonstige
  • 1972 Procol Harum Live with the Edmonton Symphony Orchestra (Live-LP, Chrysalis Records/A&M)
  • 1999 One More Time - Live in Utrecht 1992 (Live-CD)
  • 2007 Secrets of the Hive (Best Of-CD, Union)

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH S F NOR FIN NZ
1967 Procol Harum - - 47 - - - - 20 - -
1968 Shine On Brightly - - 24 - - - - - - -
1969 A Salty Dog - 27 32 - - - - 19 - -
1970 Home - - 34 - - - - - - -
1971 Broken Barricades - - 32 - - - - - - -
1972 A Whiter Shade of Pale/A Salty Dog - 26 - - - - - - - -
1972 Live in Concert - - 5 - - - - 23 - -
1973 The Best of Procol Harum - - 131 - - - - - - -
1973 Grand Hotel - - - 6 - - - 8 - -
1974 Exotic Birds and Fruit - - - - - - - 12 - -
1975 Procol's Ninth - - 52 - - - - 11 - -
1977 Something Magic - - 147 - - 23 - 19 - -
Singles
1967 A White Shade of Pale
1
1
5 - - - - 3 - -
1967 Homburg 15 6 34 - - - - - - -
1968 Quite Rightly So 33 50 - - - - - - - -
1969 A Salty Dog - 44 - - - - - - - -
1972 Conquistador - 22 16 - - - - - - -
1975 Pandora's Box - 16 - - - - - - - -

All-Time-Charts

Shine On Brightly

A Whiter Shade of Pale (Song)

Referenzkasten

  • Der Bandname entstand aus einer fehlerhaften Übersetzung des Ausdrucks "jenseits dieser Dinge" ins Lateinische, was aber eigentlich "procul his" hätte lauten müssen.

Referenzbands

Coverversionen

A Whiter Shade of Pale gehört zu den meistgecoverten Songs der Pophistorie, von dem bislang über 800 Versionen bekannt sind. Unter anderem versuchten sich bislang Annie Lennox, Eric Clapton, Gov't Mule, Zakk Wylde, Yo La Tengo, Erdmöbel und Helge Schneider an dem Stück.

Weblinks