Powell

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Oscar Powell, der eine Dissertation zu Andy Warhol angefertigt hat und als Powell auftritt, ist DJ und Musiker im Bereich der Elektronischen Tanzmusik aus London.

Hintergrund

2011 gründet er zusammen mit Jaime Williams in London sein eigenes Label, Diagonal Records, auf dem als zweites Album nach Sport (XL Recordings, 2016) New Beta Vol. 1 als Mini-Album erscheint (2017). Veröffentlicht hat er auf Diagonal, XL Recordings und Mute.

Musik

Powells Arrangements zwischen D.I.Y. und Clubkultur knarzen, wie es seit etwa Beginn der 10er Jahre in der experimentellen Elektronischen Tanzmusik des öfteren zu hören ist. Auf eine Weise sehr straight angelegt, auf die andere sind die Frequenzabstände einigermaßen rough und teils schwer zu hören – unharmonische Obertonverhältnisse, die stark in dominante Geräuschanteile reichen und kaum mittels Hall beschönigt werden. Im Gitarrenbereich ist in der Tat an Big Blacks Steve Albini zu denken – ein kaltes Kratzen in kaltem kurzen Hall (als wäre da eine kleine private Garage, eine extrasystolische Bürste), ist vielerorts zu bemerken. Viele seiner Einflüsse kommen aus dem Post-Punk, von Sonic Youth bis Big Black, der No Wave und aus der EBM. Acid, Techno, Computermusik, Punk und spätneunziger Techstep.[1] Merzbow, Suicide, Butthole Surfers.[2] Die Musik wird auch des öfteren in Beziehung zum Electroclash zu Beginn des Millenniums gesetzt. Sprachsamples stehen bei den Arbeiten oft im Mittelpunkt. Eine aufwändige Konstruktion von Themen und Motiven, die sukzessive entwickelt werden. Die Stücke sind oft durch eine gewisse Catchyness festgelegt, die sie als Brand umgibt. Sie wird zum Teil von einem didaktischen oder diskursiven Wissenskontext begleitet, wodurch möglicherweise auch ein Authentizitätsproblem entstehen kann.

2014 2015, klingt wie Big Black 30 Jahre vorher.

Zum Album Sport von 2016[3]: "I was focusing a lot more on higher frequencies – the fizziness. I just got really bored of bass. If you look at Lorenzo Senni, even PC Music, what I’m excited about is the mid-range, the high-definition sound. I like the contrast between this plastic high-end and then the older drums, it’s just the weird juxtapostion."[4]

Diskografie

Profil [5] bei Discogs

Einzelnachweise

  1. Biography [1] bei Resident Advisor
  2. FACT Mix 390: Powell [2] Einflüsse im DJ-Set beim FACT Magazine
  3. Powell – Frankie (ft. Frankie) (2016) [3] bei Youtube
  4. Scott Wilson – Racket sport: Powell unleashes chaos on his pop culture-skewering debut album (2016) [4] zum Branding (hier besonders dem Drumherum um die Musik) und zur Musik selbst beim Fact Mag

Weblinks

  • Homepage [6] bei diagonal-records.com

Links im November 2018.