Popkomm

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
Popkomm
Zeitraum: 19892012
Stadt, Bundesland: Berlin
Fassungsvermögen: 15.000
Bühnen: ca. 35 Klubs
Genre: Mainstream

Die Popkomm war eine der drei größten Musikfachveranstaltungen weltweit.

Info

Die Popkomm wurde 1989 in Düsseldorf im ZAKK ins Leben gerufen. Danach fand sie bis 2003 jedes Jahr im August in Köln statt, zeitgleich mit dem traditionellen Kölner Ringfest. Seit 2004 wurde die Popkomm in Berlin veranstaltet.

Die Popkomm war eine internationale Businessplattform für die Musik- & Livebranche. Außer aus dem Musik-Kernmarkt waren Teilnehmer aus musikaffinen Branchen wie Mobile Entertainment, Consumer Electronics, Games, TV, Mode, Markenartikeln und Werbung vertreten. Die Ausrichtung der Popkomm war primär international. Über 75% der Aussteller kamen aus dem Ausland, vor allem Europa und Nordamerika, aber auch Brasilien, Australien, Japan, Korea... Jährlich bekam ein Partnerland die Chance, seine nationalen Künstler und seinen Markt zu präsentieren (2004 Frankreich, 2005 Spanien, 2006 Brasilien)

Die Popkomm bestand aus drei Bereichen – der Ausstellung auf dem Messegelände (ca. 800 Austeller), dem internationalen Kongress und dem Musikfestival in etwa 35 Klubs in Berlin. Ausstellung und Kongress waren nur für Fachpublikum. Das Festival richtete sich zwar ebenfalls primär an Booker und Promoter, war aber auch für Publikum offen.

Im Kongress diskutierten prominente Vertreter der Musik- und Entertainmentbranche in internationalen Foren, Workshops und Panels über aktuelle Themen. Im Rahmen des Kongresses wurde der Popkomm-IMEA (Innovation in Music and Entertainment Award) verliehen, der die besten und innovativsten Geschäftsideen für die Branche auszeichnete. Begleitend zum Kongressprogramm fanden zum Zeitraum der Popkomm Satellitenmeetings statt, etwa Mitgliederversammlungen von Verbänden, Empfänge und Tagungen branchenrelevanter Institutionen.

Labelcamp

Seit 2003 versuchte die Popkomm, auch Indielabels auf die Messe zu locken. Hierfür wurde das Labelcamp installiert, bei dem in der letzten Halle günstige Stände zu mieten waren. Im Labelcamp befanden sich auch einige Stände für Fanzines, die kostenlos auf die Messe eingeladen wurden, sofern sie über die Popkomm berichteten.

Ende der Popkomm

Wie nahezu alle Beteiligten am Musikbusiness litt auch die Popkomm zunehmend unter der krisenhaften Umstrukturierung des Musikmarkts in Web 2.0-Zeiten. 2009 fiel die Veranstaltung gar komplett aus, und stattdessen fand das erste BerMuDa-Festival statt, das sich seitdem zu einem eigenständigen Erfolg etablieren konnte. Zur 23. Popkomm 2012 gaben die Veranstalter schließlich bekannt, dass dies die letzte Austragung des Festivals sein werde. Für Experten kam dies nicht unerwartet, da die Zukunft solcher Veranstaltungen weniger in zentralisierten als in organisch-dezentralen Ansätzen wie etwa beim Reeperbahn-Festival oder den besagten Berlin Music Days gesehen wird.[1]

Weblinks

Quellen

  1. "Popkomm Calls It Quits" bei residentadvisor.com, 26. Juli 2012