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Selbst meine Großmutter väterlicherseits hat sich geweigert, vom Krieg zu erzählen. Aber einmal hat sie mir eine Mark gegeben, eine DDR-Mark, geprägt im Jahre meiner Geburt. Verwandte im Osten hatten wir keine. Musikstaat DDR ... und der Schießbefehl die Snare [https://www.youtube.com/watch?v=qzUgbXtNkPM] ''All my dreams are dead'', bei ''Youtube''. Dann fünfundzwanzig, sechsundzwanzig Jahre spielraumfrei in der Geschichte eingepasst, von ab der Gründung des Labels 1993 / 94 bis heute? Die Minimalszene. Ich bin eben kein 68er, sondern ein Kind der 68er. Das ist ein Unterschied. Positiv denken? Geschichte würde doch immer schöner, je schöner man sie finde? Nein, das ist verboten! Abgesehen davon bin ich Schönheitsakosmologe, ausgehend von Max Weber, von dem ich einmal gelesen habe, dass er sich als „Liebesakosmologen“ bezeichnete, worauf ich sofort ohne weitere Einschränkungen zugestimmt habe.
 
Selbst meine Großmutter väterlicherseits hat sich geweigert, vom Krieg zu erzählen. Aber einmal hat sie mir eine Mark gegeben, eine DDR-Mark, geprägt im Jahre meiner Geburt. Verwandte im Osten hatten wir keine. Musikstaat DDR ... und der Schießbefehl die Snare [https://www.youtube.com/watch?v=qzUgbXtNkPM] ''All my dreams are dead'', bei ''Youtube''. Dann fünfundzwanzig, sechsundzwanzig Jahre spielraumfrei in der Geschichte eingepasst, von ab der Gründung des Labels 1993 / 94 bis heute? Die Minimalszene. Ich bin eben kein 68er, sondern ein Kind der 68er. Das ist ein Unterschied. Positiv denken? Geschichte würde doch immer schöner, je schöner man sie finde? Nein, das ist verboten! Abgesehen davon bin ich Schönheitsakosmologe, ausgehend von Max Weber, von dem ich einmal gelesen habe, dass er sich als „Liebesakosmologen“ bezeichnete, worauf ich sofort ohne weitere Einschränkungen zugestimmt habe.
  
Diskussion zum Copyrighturteil 2016 [https://www.youtube.com/watch?v=wKVHsE8luLk] bei ''Youtube''
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Diskussion zum Copyrighturteil 2016 [https://www.youtube.com/watch?v=wKVHsE8luLk] bei ''Youtube''. Vielleicht sollte es eine [[Musikerplattform]] geben, wo man Stücke hochladen könnte und mit jedem Abspielen würden automatisch 0,1 Cent oder wieviel auf ein Konto überwiesen, das für die Musiker problemlos zum Abheben zugänglich wäre. Das ließe sich sicher organisieren. Aber zuerst müssten sich die Plattformen selbst finanzieren können und dann noch den entsprechenden Idealismus aufbringen. Die nach oben offene Richterskala des Geldverdienens müsste von den Agierenden selbst für sich begrenzt werden. Ein Ding der Unmöglichkeit, dem unbegrenzten Wachstum eine Absage zu erteilen? Gerade in einem derart vergeistigten Bereich, wie der Musik. Geist will immer mehr Erkenntnis, wer wollte dem widersprechen?
  
 
== Phase 1 ==
 
== Phase 1 ==

Version vom 25. Mai 2019, 20:17 Uhr

Dieser Artikel befindet sich im Projektstadium. Jedes Kind weiß, dass der Kapitalismus hässlich ist. Das sage ich aus Erfahrung. Wenn man nur die wahren Eltern des Sozialismus finden könnte. Wenn man doch mal jemanden mitnehmen könnte, aber alle bleiben zurück ... Nur das Schwein löffelt von unten her, was von oben gegeben ist. Guck mal, guck mal, guck mal, das ist noch ungelöst, noch ungelöst. Ich selber hab auch keine Lust mehr auf Radikale. Sondern eine Politik der Zärtlichkeit. Der Marxismus-Leninismus war der letzte große Traum der Menschheit, haben wir ein Glück gehabt, dass nicht der Hitlerismus das gewesen ist. Heute gibt es kaum noch Träume und wenn, dann sind sie privat. Das hat uns der letzte große Traum der Menschheit gelehrt. Bloß nicht träumen, jeder Traum ist ein Albtraum, nur der klare Verstand zählt. An sich liebe ich nicht so sehr die Politik, sondern mehr die Roland TR-808. Ich kann auch „ich“ sagen und Dich meinen, so kann ich einen Text ansprechen. Das nennt sich Ästhetik. Die Anderen sollen derart die Eigenen sein. Von Morgen aus sehe ich, was ich heute tue. Und wenn ihr heut auch nicht versteht, was Liebe daran ist, dann glaubt ihrs eben morgen. Die Einschwingzeit ist von Bedeutung. Die Fußsohlen spüren und die Zehenzwischenräume, die Handinnenflächen. Den Atem sammeln, eineinhalb Fingerbreit unterhalb des Bauchnabels. "You got to be all mine, all mine.“

Seit ich weiß, dass ihr mir am Ende aller Tage alles verzeiht, bin ich mutiger geworden. Eine große Sehnsucht erfüllt mich – nach was? Was soll das sein? Ein Mensch, Menschen sind es nicht.

100 Records – Deserted Islands, Empty Horizons

Kommentar von Mitzi zu Peter Weiss' Die Ermittlung von 1965 [1]: „Zwischen dem Faschismus und dem Kapitalismus ist kein großer Unterschied. Das Denken ist doch ähnlich. So auch Hans-Jürgen Syberberg, die ‚Demokratie‘ einmal als Täuschung verstanden. Eigentlich will ich nur noch Ketchup essen. Jean Baudrillards Ketchup, die Geschichtslosigkeit ist mitunter schwerer zu ertragen, als selbst der Faschismus, scheints. Gibs mir, dass ichs euch zeigen kann! Jenseits der Geschichte und Körperlichkeit ist der Körper obsolet. Ob da allerdings die Ewigkeit lauert? Immerhin ist jede Ewigkeit jenseits des historischen Materialismus täglich vom Schlaf gestört. In Richtung Jenseits der Körperlichkeit denken die Körper. Gibt es denn hier niemanden, der sagt: Nein, mach das nochmal anders. Wie soll ich zappeln, dass das weggeschieht, dass was Neues kommt. Nicht mehr dieses affirmative Erstarren, die Electro-, Elektro- oder Minimalszene, das ist zuende, vorbei. Das hat seine Zeit gehabt. Wie soll die Bewegung, die gefragt ist, aussehen? Wie eine Streubombe fällt irgendwann die Liebe. Dass ich das nicht mit euch machen kann – das hab ich gelernt [2]. Wie sie abtun und abtun und abtun, sie könnens nicht ertragen ... ein Sturm im Wasserglas, mehr soll das doch nicht sein. Ihr seid vielleicht Liebende, da komm ich in hunderttausend Jahren doch nicht hin ... Was ist, wenn ich einmal nicht mehr sein werde, wirds das geben? Wer fragt? Warum fragt mich keiner, dass ich Musik machen soll? Das wäre nur die Kathedrale dessen, was sowieso ist ... Wie bei New Order, was für eine enttäuschende Gesangsline. Enttäuschung repräsentieren, ohne dass ein Stück baden geht, ist eine Sache für sich.

Sehr unterhaltsam, Adornos Kritik an derartiger Unterhaltung berücksichtigt. Oder ist das historische Information? Eine Art Doku? Der Widerstand entsteht mit der Geburt, das mal vorausgesetzt. Sieh an, sieh an: Die Hauptrolle spielt der Zynismus – Zy-klon B. Überwinde oder mach anders? Nicht, dass das nicht so wäre. 'Arbre', Arbitrarität, Ferdinand de Saussure: Warum passen die Namen auf die Körper? Warum die Körper auf die Namen? De Saussure, das ist schon Widerstand, ist meine Antwort. Humor ist auch eine Form von Widerstand, besonders wo er nicht erwartet wird. Völlig inhaltsleer kommt der Zynismus daher, einfach nur als Unterdrückung. Heute werden Produkte und Artefakte zwischen die Gedanken und Konzepte gestopft, dass die Menschen nebeneinander gehen können. Und das nennt sich in der Systemtheorie Ausdifferenzierung. Dagegenatmen. Dass die Differenz dabei der Differenz gegenübersteht, das sollte bedacht sein. Doppelte Kontingenz ist eine Steigerung der Benjaminschen Forderung nach Wertfreiheit. Aber eine Ästhetik des Widerstands ist auch eine Ästhetik der Geschichte und Geschichten, nicht nur der ästhetischen Einzelheiten. Vom Widerstand aus geht es derart woanders hin, dass wir keine Motherfucker sind. Bedacht werden soll, wie teuer die Ordnung inklusive der ganzen Geschichte, der Geschichte aller, ist. Ahnungsweise inklusive der Geschichten aller. Der Musikzug bleibt übrig, komponiert das Denkmal. Die Black Boxes bleiben zum größten Teil geschlossen [3].“

Massensteuerung. Was ist das!? Wie kommt jemand auf so einen Gedanken? Die Nischenkultur des angehenden 21. Jahrhunderts kann das bewusst machen. Historische Prozesse können Bewusstheit schaffen. Heute ist nichts wichtiger, als den Widerstand auf einen neuen intellektuellen Level, auf ein neues intellektuelles Level zu hieven. Wer aufgibt, hat verloren, darüber sollte sich jeder im Klaren sein. Die Verlierer werden leiden, bis sie das sein lassen. Das Nichtwissen (nescience, Unwissenheit) macht den größten Teil des Menschlichen aus. Speichern oder nichtspeichern? Oder halb speichern? Das Halbdomestizierte. Was ist das!? Liebe ich vielleicht das!? Das ist eben Verve, ob es sich dafür lohnt, zu leben? Ich glaube nicht. Da war doch nichts. Oder willst Du was erwähnen? Es sind nicht die Triebe, also ist es wohl die Liebe. Und mit ihr kommen die, die davor warnen. Mu – so nicht ... sondern die Herzen rühren [4]. Dass die Gegenüber endlich einmal aus ihrem Figursein, ihrem Avatarsein, heraustreten und dass sie Menschen sind. Aber Deine lange Zufriedenheit macht mich skeptisch, der Verweis auf das Unmittelbare beruhigt mich nicht. Um die eigene Geschichte aufzulösen und zu beenden, sollen alle Charaktere, alle Dämonen sich zufrieden zeigen. Es wollen Möglichkeiten dahin aufgezeigt werden, wo das nicht möglich scheint. Ach, hätt ich doch nur eine Chance, zärtlich zu sein. Dafür gibt es den Textbezug. Ich will nichts essen, bis ich nicht Hunger hab, nur noch im Fieber arbeiten. Das ist Politik. Und die Schönheit und die Freude und die Vernunft, und die Kraft zur Schönheit und Freude und Vernunft, und zu nichts Anderem, nichts Anderem, nichts Anderem ... der Strom aber bewegt und ist bewegt. Am Ende ist der Orgasmus Routine oder was? Das kann so nicht hingenommen werden! Sags nicht! Du hast alle Waffen in der Hand, mich umzubringen, sags nicht. Tus nicht. Ich stehe im gleißenden Sonnenlicht ... wie hier Tetsuo, der Bullet Man [5] bei Youtube. Wie man die Wut überwindet: Alex Harvey – St. Anthony (1972) [6] bei Youtube. Keiner liest meine Texte, keiner hört meine Musik. Und wenn, dann weiß ich doch nicht, wie es ist. Eine umgekehrte Hologrammshow vielleicht. Kommentar von Mitzi zu Tetsuo: „St. Anthony. Und das Ende? Siehst Du, so geht das nämlich. ‚Ich krieg die Wut‘ hat meine Großmutter mütterlicherseits noch gesagt und ‚Ich bin ein Meister im Verdrängen‘ meine Mutter – oder ‚Was schmerzt, das heilt‘? Sie gehört zur sogenannten ‚Verdrängungsgeneration‘. ‚Was mich nicht umbringt, macht mich nur härter‘, ‚Was sich liebt, das neckt sich‘ etcetera pp. Die war oder ist das Erbe des Faschismus. Könnt ihr ruhig glauben. Ich selbst habe mich durch Lernen und Lernprozesse aus dieser Stagnation, der zunehmenden Degeneration einer Geschichte und Gesellschaft, herausgedeutet und zum Kind der 68er deklariert, der Generation, die die Dinge beim Namen genannt und Geschichte hinterfragt hat. Meine Geschwister, die älter sind als ich, dagegen sind noch Kinder der Verdrängungsgeneration. Wie gehts mir denn? Bildunganstalten schließen!!! Bildungsanstalten schließen!!! Bildungsanstalten schließen!!! Erst mit der Punk- und Technoszene, in denen sich die Generationen für spielraumlos in die Geschichte eingefügt erklärten, hat sich danach für wenige Jahrzehnte eine Art affirmative Erstarrung eingestellt, die seit Beginn des Millenniums in der Nischenkultur aufgegangen ist.“ Keiner steht am Ende der Geschichte vor seinem Schöpfer. Keiner, nichts, will für die Geschichte verantwortlich gewesen sein. „Es gibt weder Augen, Ohren, Nasen, Zunge, Körper oder Geist. Es gibt nichts zu sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen oder denken.“ Dumm gelaufen. Nichts wird mehr oder weniger oder auch nur anders im Anschein. Die Beleidigungen durch die Angehörigen der Generationen, zu denen man nicht gehören will, sind unzählig und abgrundtief und – so kommt es mir manchmal vor, das ist schon ein Zugeständnis – in der Geschichte und durch die Geschichte so oder als solche angelegt. „Und wird versammelt zu den Ahnen“? Ausreißen und von da aus woanders hin.

Selbst meine Großmutter väterlicherseits hat sich geweigert, vom Krieg zu erzählen. Aber einmal hat sie mir eine Mark gegeben, eine DDR-Mark, geprägt im Jahre meiner Geburt. Verwandte im Osten hatten wir keine. Musikstaat DDR ... und der Schießbefehl die Snare [7] All my dreams are dead, bei Youtube. Dann fünfundzwanzig, sechsundzwanzig Jahre spielraumfrei in der Geschichte eingepasst, von ab der Gründung des Labels 1993 / 94 bis heute? Die Minimalszene. Ich bin eben kein 68er, sondern ein Kind der 68er. Das ist ein Unterschied. Positiv denken? Geschichte würde doch immer schöner, je schöner man sie finde? Nein, das ist verboten! Abgesehen davon bin ich Schönheitsakosmologe, ausgehend von Max Weber, von dem ich einmal gelesen habe, dass er sich als „Liebesakosmologen“ bezeichnete, worauf ich sofort ohne weitere Einschränkungen zugestimmt habe.

Diskussion zum Copyrighturteil 2016 [8] bei Youtube. Vielleicht sollte es eine Musikerplattform geben, wo man Stücke hochladen könnte und mit jedem Abspielen würden automatisch 0,1 Cent oder wieviel auf ein Konto überwiesen, das für die Musiker problemlos zum Abheben zugänglich wäre. Das ließe sich sicher organisieren. Aber zuerst müssten sich die Plattformen selbst finanzieren können und dann noch den entsprechenden Idealismus aufbringen. Die nach oben offene Richterskala des Geldverdienens müsste von den Agierenden selbst für sich begrenzt werden. Ein Ding der Unmöglichkeit, dem unbegrenzten Wachstum eine Absage zu erteilen? Gerade in einem derart vergeistigten Bereich, wie der Musik. Geist will immer mehr Erkenntnis, wer wollte dem widersprechen?

Phase 1

Brainstorming, Quellen suchen, Zitate zusammensammeln, strukturieren ...

  • Wie steht die Jugend / Musik / Indiekultur, bzw. wie stehen ausgewählte Personen zu bestimmten Politischen Themen (Stchwörter: Beatniks, Hippies, Skinheads, Punks, Black Metal, HipHop).
  • Wie reagiert die Politik / Gesellschaft / Öffentlichkeit) auf Jugendkultur (Stichworte: Mai 68, Demostatus der Loveparade, Tekknivals)?

Quellen

Aus der Wikipeida:

Was mir grad so einfällt:

  • Es lohnt sich, zur Wahl zu gehenThe Roots zu Obama.
  • Das Buch gegen Nazis von der Zeit und der Bundeszentrale für Politische Bildung, bzw. www.netz-gegen-nazis.de herausgegeben. In bezug auf die Musikkultur aber nur begrenzt zu gebrauchen.

Interessante Themenbereiche

  • Hip Hop (Deutschland) – also irgendwo zwischen Freundeskreis und „Schwarz Rot Gold, Hart und Stolz“.
  • Böhse Onkelz – Leute die die Meinung wechseln, oder doch nicht?
  • Sexismus im Rock, Feminismus im Punk.
  • Techno – unpolitisch oder doch nicht? Hedonismus auf der einen Seite, soziales Bewusstsein auf der anderen Seite (UR, 430 West, Detroit Techno Millita).
  • Christentum, Satanismus, Heidentum, Religion und Philosophie in der Musikkultur (Metal, Marilyn Manson, Christian Contemporary Music).
  • Straight Edge.
  • Gewalt und Jugendkultur – Steine gegen Staatsgewalt, Bandenkriege usw.

Brainstorming

Jugendkultur und Politk ist ein Thema, das so alt ist wie die Jugend und die Politik. Stets nahmen Jugendliche als Subkultur eine Haltung gegenüber Politik und Gesellschaftlichen Themen ein, und ebenso stets bezogen Politiker und andere alte Stellung gegenüber den Jugendsubkulturen. Dabei gingen und gehen die Meinungen und Haltungen jeweils sehr weit auseinander.

Ich bin dagegen, denn – ihr seid dafür

In der Jugend ist man meist irgendwie einfach und prinzipiell dagegen. Gegen die Eltern, die von den ehemligen Fixsternen des Kindsuniversums zu normalsterblichen Menschen werden, gegen den etablierten Kulturbetrieb, der nie genau das bietet, was man eigentlich jetzt und gerade in dem Augenblick will (und auf das man, natürlich, auch ein Anrecht hat), gegen die Polizei, die, wie es scheint, nichts lieber macht, als den Jugendlichen den Spaß zu verderben, gegen die etablierten Politiker, die scheinbar auch nichts auf die Reihe kriegen und eigentlich sowieso gegen alle, die älter als dreißig sind. Diese Protesthaltung der Jugend, die schon auf einem altägptischen Papyrus 2500 vor Christus festgehalten wurde, führt zu verschiedenartigen Verhalten und Meinungen, auch Politischer Natur.

Zitate

I can´t get no satisfaction

Da die Gesellschaft den Jugendlichen oft öde, spießig und spaßfeindlich erscheint, ist vieles natürlich gegen den Mief der Spießer gerichtet, was politische Einstellung und Äußerungen der Jugendkulturen anbelangt. Ein Beispiel dafür sind z. B. Drogen, allen Drogen voran natürlich die Volksdroge Nummer zwei der Jugendkultur: Hanf. So gibt es einen großen Konsens unter der Jugendkultur, die über Szenegrenzen hinausgeht, was die Legalisierung von Hanf als Genuss-, Heil- und Rauschmittel anbelangt, auch auf politischer und gesellschaftlicher Ebene. Dieses Anliegen äußert sich in Smoke-ins (in den Sechzigerjahren), in Demonstrationen, Volksbegehren, zivilem Ungehorsam usw.

Ein anderes Politikum, dass Jugendkulturen immer mal wieder bewegt, sind Räume, in denen sie ihre Kultur leben können, selbstgestaltet, ohne Bevormundung durch Erwachsene Körperschaften. Ein Beispiel für die Erkämpfung solcher Räume ist die Rote Fabrik in Zürich. 1980, als sich die Jugendlichen durch die Stadt übergangen fühlten, führte dieses Bedürfniss nach selbsverwalteten Räumen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Staatsgewalt und führte schlussendlich dazu, dass die Regierung nachgab und die Rote Fabrik seitdem selbstverwaltet wird.

Zitate

This land is your land and this land is my land ...

Spätestens seit mit dem Punk und der Skinheadkultur auch Migranten und deren Erzfeinde, Nazis in die musikalische Öffentlichkeit drängen, ist in der Jugendkultur die Welt nicht mehr ohne Weiteres zu übersehen. Aus dem provokanten tragen eines Hakenkreuzes, dass die ersten Punks noch als Provo zelebrierten, ist tödlicher Ernst geworden, seit das Blood & Honour Netzwerk begann, rechtsgerichtete Bands und Fans weltweit zu koordinieren und so eine rechtsextreme Musik-Jugendkultur erst etablieren konnte. Gleichzeitig rückte die Punkszene, am Anfang eher unpolitisch, zumindest nicht plakativ politisch immer weiter nach links und bezog lautstark und oft auch fauststark Stellung gegen Rassismus. In den Medien etablierte sich, wenn auch völlig versimpliziert, das Bild des linksextremen Punks und des rechtsextremen Skinheads, ein Bild, das der Skinheadkultur nachhaltig geschadet hat, da doch das Gros der Skinbewegung mit Rechtsextremismus genau so wenig am Hut hat, wie mit dem Linksextremismus. Jedenfalls, seit spätestens Mitte der 80iger Jahre ist der Rassismusdiskurs aus der Jugendkultur nicht mehr hinwegzudenken, und verknüpfte die Jugendkultur wieder verstärkt mit politischen Netzwerken.

Every time you drop the bomb you kill the god your child has born

Immer gab es Krieg auf der Welt, und immer bezog auch die Jugend Stellung dazu. Aber erst mit der Massenbewegung der Hippies bekam die Jugend eine öffentliche Plattform, um ihre Meinung über den Krieg in die Öffentlichkeit zu tragen. Dabei spielte es sicher eine Rolle, dass die in den Vietnamkrieg hineingewachsene Generation keinen Sinn im Vietnamkrieg sah, da dieser Krieg zu offensichtlich nur dazu diente, die geopolitische Vormachtstellung der USA zu schützen. Zudem wurden die Gräueltaten des Vietnamkrieges zu offen in den Medien publiziert, als dass Kritik hätte ausbleiben können... Kommt noch die Neuentdeckung Psychedelischer Drogen hinzu, die dem Drogenuser die Lust am Morden oder das Bedürfnis, sich als Held der Nation zu profilieren, nahm und ihnen dafür ein Harmonie- und Friedensbewusstsein eingab. Wie so Vieles, was die Hippies getan haben, bildete diese Antikriegshaltung das Fundament, auf dem sich spätere Jugendkulturen einnisteten, so dass die Antikriegshaltung mehrheitlicher Standard unter den Jugendlichen ist, die in eine Subkultur eingebunden sind.

Ein Gegenpol bildete sich erst in der Metalszene aus, in der Krieg oder der Krieger nicht als schlecht per se angesehen wurden. Weitere Subgenres des Metal gehen bis zu einer reiner Glorifizierung des Krieges, sei es aus einer heroischen Weltsicht heraus oder aus einer nihilistischen. Allerdings ist es fraglich, wieweit diese Glorifizierung des Krieges und des Kampfes bloße Attitüde oder wirklich ernst gemeint war. Einzig im rechtsextremen Flügel der mit dem Metal verknüpfen Musikrichtungen hat sich eine regelrechte Kriegstheologie herausgebildet, die in nichts den nationalsozialistischen oder faschistischen Welteroberungsphantasien zu unterscheiden sind, aus deren „Philosophie“ sie ihre Weltsicht übernahmen,

Plucked her eyebrows on the way shaved her legs and then he was a she

Sex, Gender ...

Den Regler auf zehn am Gleichschaltmodul und die aktuellen Updates vom Medienmogul

Individualität / Konformität ...

Jesus died for somebody's sins but not mine

Religion / Religionspolitik ...

Zu Rammstein:

Warum wird Rammstein so oft mit Rechtsrock-Attitüden assoziiert!?

Zur Beantwortung dieser Frage muss man viele Aspekte der rammsteinschen Kunst betrachten:

Musikalische Aspekte

  • stampfende Beats
  • harte, elektrisch verzerrte Riffs
  • Singstil von Sänger Till Lindemann (tiefer Basston, der auch bei Sängern von rechten Bands zu finden ist, sowie rrrrrrrrrollendes R)

Texte

  • Texte meist sehr emotonial
  • „Morgenrot oh Morgenrot“ – !? Huldigung von eher veralteten Begriffen..?

Live-Inszenierungen

Leider habe ich Rammstein noch nie live gesehen, daher beziehen sich sämtliche Angaben, die ich jetzt mache, nur auf ein paar wenige Ausschnitte, die mal bei MTV gezeigt wurden (war es ein MTV Masters zur Band..!?)

Vielleicht wollen ja der eine oder andere mal ein solches Konzert schildern...

  • Wertlegung auf aufwändige Inszenierungen mit Feuer
  • teils groteske Darstellungen von Sexualität und Machtausübung

Gegenmaßnahmen von Rammstein

  • Rammstein beteiligt sich jährlich an einer Vielzahl von Festivals oder Konzerten gegen rechts
  • Aussage von Sänger Till Lindemann hier!
Hm, ich denk, das liegt an einer bewussten Inszenierung von "teutonischer" Härte und weil es Rammstein immer wieder unterlassen, in ihrer Musik klare politische Statements unterzubringen. Ich für meinen Teil z. B. emfpinde Rammstein keine Sekunde als rechts oder auch nur rechtsgerichtet. Vieleicht liegt es einfach am bewussten Reflektieren von deutscher Kultur, was Rammstein immer wieder in die rechte Ecke drängt und e.v. auch von Rechten Kreisen so aufgefasst wird. --FIST 00:24, 8. Mai. 2008 (CEST)

In-A-Gadda-Da-Vida‎

Tippfehler, Tippfehler, Tippfehler vermeiden, das ist das A und O, und dann kann man sagen, was man will. Ich nenn das Denken ab jetzt Schreiben. Tolles Stück – bin nicht immersiert, hat mich immersiert.