Pink Floyd

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Pink Floyd
Pink Floyd 1969
Pink Floyd 1969
Herkunft: Cambridge, England
Aktiver Zeitraum: 19651995, 2005
Genres: Progrock, Psychedelic Rock
Labels: Harvest, EMI
Homepage: PinkFloyd.co.uk
Line-Up:
Roger Waters (Bass) (19651985)
Syd Barrett (Gitarre, Gesang) (bis 1968)
Richard Wright (Keyboard) (19651979, 19882008)
Nick Mason (Schlagzeug)
David Gilmour (Gitarre) (ab 1968)
Bob Klose (Gitarre) (1965)

Pink Floyd wurde 1965 von Syd Barrett als Psychedelic-Band gegründet und wandelten sich mit Barretts Nachfolger David Gilmour zu einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Progressive Rock-Bands der 1970er.

Bandgeschichte

In den 60ern spielen Roger Waters, Rick Wright und Nick Mason unter der Führung von Syd Barrett zusammen relativ konventionelle Rockmusik. Doch bald beginnen sie mit Feedback und elektronischen Störgeräuschen zu experimentieren, die sie bei ihren Auftritten auch mit einer ungewohnten Lichtshow paaren. 1967 bekommen sie einen Vertrag bei EMI und erreichen mit ihrer Debütsingle Arnold Layne die Top 20, das nachfolgende See Emily Play schafft es gar in die Top 10. Im Laufe des Jahres folgt das Debütalbum "The Piper at the Gates of Dawn", das, dominiert von Barretts Songwriting, als psychedelischer Meilenstein gilt. Doch schon nach diesem Album zeigen sich bei Barrett erste psychische Probleme, welche ihn bei Liveauftritten davon abhielten die Musik so zu spielen, wie sie gedacht war. Zunächst zur Unterstützung wird Dave Gilmour angeheuert, doch schnell wird klar, dass Barretts Verhalten nicht mehr tragbar ist, und so fliegt er 1968 aus der Band.

Ohne ihren einzigen Songwriter und Frontmann ist die Band eigentlich zum Scheitern verurteilt, doch das nächste Album A Saucerful of Secrets wird auch ohne Barrett ein Erfolg, auch wenn es sich musikalisch schon deutlicher vom Debüt entfernte. Es folgen weitere Alben, welche die Band in ihrer neuen Besetzung endgültig etablieren und vor allem in den USA erfolgreich sind. 1973 erscheint dann das Album, das die Band für die Musikgeschichte unvergessen macht: Dark Side of the Moon wird zu einem der meistverkauften Alben aller Zeiten und bleibt über 2 Jahre in den amerikanischen Charts. 1975 folgt das ebenfalls erfolgreiche Album Wish You Were Here, das Syd Barretts tragisches Schicksal zum Inhalt hat, gefolgt 1977 von dem lose an George Orwells dystopischer Fabel "Farm der Tiere" angelehnten Konzeptalbum Animals. Inzwischen ist Roger Waters zum Bandleader und Hauptsongwriter geworden und das Doppelkonzeptalbum The Wall wird 1979 zu einer Art Massenereignis, da die aufwendige Bühnenproduktion für die dazugehörige Tournee neue exzessive Höhen erreicht und gleichzeitig die allererste Floyd-Singleauskopplung Another Brick in the Wall zu einem weltweiten Riesenhit wird.

Doch in 80ern beginnt der Erfolg langsam zu bröckeln, alle Bandmitglieder beschäftigen sich mit Soloprojekten und Waters bestimmt immer mehr das Bandgeschehen. Nach dem von Kritikern enttäuschend bewerteten The Final Cut, das 1983 erscheint, löst sich die Band zunächst auf. 1986 verklagt Waters dann Gilmour und Mason, um die Band endgültig aufzulösen, doch er verliert und 1987 erscheint A Momentary Lapse of Reason – ohne Waters. Trotz dieser offensichtlichen Differenzen bleibt die Band erfolgreich und das 94er Album The Division Bell wird von der Kritik zerrissen, ist aber ein Verkaufs- und Marketingerfolg. Danach wird es ruhig, nur eine Wiedervereinigung von Gilmour, Mason, Wright und Waters beim Live 8-Auftritt 2005 erregt Aufsehen, von einer weiteren musikalischen Zusammenarbeit ist jedoch nie die Rede. Das Thema "Floyd-Reunion im Original-Lineup" hat sich dann spätestens 2008 erledigt, als Keyboarder Rick Wright an Krebs stirbt.

Diskographie

Alben

Singles/EPs

  • 1967 Arnold Layne
  • 1967 See Emily Play
  • 1973 Money
  • 1975 Have a Cigar/Welcome to the Machine
  • 1975 Wish You Were Here
  • 1979 Another Brick in the Wall
  • 1980 Run Like Hell
  • 1980 Comfortably Numb
  • 1982 When the Tigers Broke Free
  • 1983 Not Now John
  • 1987 Learning to Fly
  • 1987 On the Turning Away
  • 1988 One Slip
  • 1994 Take It Back
  • 1994 High Hopes

Live

Compilations

Bücher

  • 2005 Nick Mason – INSIDE OUT, Mein persönliches Porträt von Pink Floyd

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH S F NOR FIN NZ
1967 The Pipers at the Gates of Dawn - 6 131 - - - - - - -
1968 A Saucerful of Secrets - 9 - - - - - - - -
1969 More - 9 169 - - - - - - -
1969 Ummagumma 25 5 74 - - - - - - -
1970 Atom Heart Mother 8
1
55 - - - - 13 - -
1971 Relics - 32 153 - - - - - - -
1971 Meddle 11 3 - - - - - - - -
1972 Obscured by Clouds 19 6 46 - - - - - - -
1973 Dark Side of the Moon 3 2
1
1
- - - 2 - -
1973 A Nice Pair - 21 36 - - - - 8 - -
1975 Wish You Were Here 6
1
1
2 - 14 - 2 - -
1977 Animals
1
2 3 2 - 3 - 2 - -
1979 The Wall
1
3
1
1
-
1
-
1
- -
1981 A Collection of Great Dance Songs 36 37 31 18 - - - 5 - -
1983 The Final Cut
1
1
6 3 -
1
-
1
- -
1987 A Momentary Lapse of Reason 2 3 3 3 2 3 - 2 - -
1988 Delicate Sound of Thunder 9 11 11 15 4 - - 2 - -
1994 The Division Bell
1
1
1
1
1
1
-
1
- -
1995 P*U*L*S*E 2
1
1
1
1
2 -
1
11 -
2000 Is There Anybody Out There? The Wall Live 3 15 19 3 3 50 8 2 - 4
2001 Echoes: The Best of Pink Floyd
1
2 2 2 3 3 - 2 16
1
2006 P*U*L*S*E (DVD)
1
- - - 5 - - - - -
2007 The Pipers at the Gates of Dawn (Deluxe Edition) 48 22 - - 87 43 - 10 - -
Singles
1967 Arnold Layne - 20 - - - - - - - -
1967 See Emily Play 25 6 134 - - - - - - -
1973 Money 49 - 13 10 - - - - - -
1980 Another Brick in the Wall
1
1
1
1
1
1
-
1
- -
1980 Run Like Hell 46 - - - - 18 - - - -
1982 When the Tigers Broke Free - 39 - - - - - - - -
1983 Not Now John - 30 - - - - - - - -
1987 Learning to Fly 71 - - - - - - - - -
1994 Take It Back 75 23 - - - - 50 - - -
1994 High Hopes - 26 - - - - 4 - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Leser Charts
Musikexpress
1987 The Division Bell 5

All-Time-Charts

The Piper at the Gates of Dawn
Ummagumma
Meddle
Dark Side of the Moon
Wish You Were Here
Animals
The Wall


See Emily Play (Song/Single)
Astronomy Domine


Referenzkasten

  • Shine On You Crazy Diamond: handelt vom früheren Mitglied Syd Barrett

Referenzen anderer...

  • Fountains of WayneSupercollider: "I heard it backwards / Hidden in a Pink Floyd song"
  • MotorpsychoThe Other Fool: "I'm so tired / Kick off in the void / Let's get some weed and chill out to Pink Floyd"

Trivia

  • Der Bandname ist an die Vornamen zweier Bluesmusiker, Pink Anderson und Floyd Council, angelehnt.
  • In den 90er Jahren wurde eine Sonderedition „Pink Floyd“ des VW Golf auf den Markt gebracht.
  • Der Song "The Wall" enthält im Refrain einen Kinderchor, der angeblich singt "Hol ihn unters Dach!" Ein Mythos behauptet, dass ein Mitglied der Pink Floyd-Crew Hausmeister an einer Schule war und dort auf dem Dachboden Kinder missbrauchte. Bei der Aufnahme von "The Wall" will er dann diesen unheimlichen Kinderchor gehört haben, was dazu führte, dass er sich auf dem Dachboden eben jener Grundschule erhängte.
  • Als bekannt wurde, dass sich Musical-Komponist Andrew Lloyd Webber für die Titelmusik zu Phantom of the Opera bei Pink Floyds Song Echoes bedient hat, lautete Roger Waters' Reaktion in einem Interview lediglich: "Life's too long to bother with suing fucking Lloyd Webber." Dennoch baute er später folgende Textzeile in seinen Song It's a Miracle ein: "Lloyd Webber's awful stuff/Runs for years and years/An earthquake hits the theatre/But the operetta lingers/Then the piano lid comes down/And breaks his fucking fingers."[1]

Referenzbands

Coverversionen

Pink Floyd werden gecovert von...

Videoclips

Weblinks

  1. http://www.cracked.com/article_18500_the-5-most-famous-musicians-who-are-thieving-bastards_p2.html