Pendikel – Pendikeland

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Pendikeland
Pendikel
Veröffentlicht: 15. April 2011
Label & Vertrieb: BluNoise / Alive
Albumlänge: 53:16 Min.
Produziert von: Guido Lucas
Genre: Indierock
Chronologie

2006Don't cry, Mondgesicht

Pendikeland

Andere:
2007Reise ins Gewisse

"Pendikeland" ist das fünfte Studioalbum der Band Pendikel. Es erscheint im April 2011 auf BluNoise Records und wurde von Guido Lucas produziert.

Zum Album

Vier Jahre nach der Outtakes- und Raritätensammlung "Reise ins Gewisse" und fast fünf Jahre nach dem letzten, von der Kritik gefeierten Studioalbum "Don't cry, Mondgesicht" von 2006 erschien nach monate- bis jahrelanger Verzögerung im Frühjahr 2011 endlich der fünfte Longplayer der Osnabrücker Indie-Prog-Pop-Formation Pendikel. Von Sänger und Multiinstrumentalist Carsten Sandkämper wahlweise als "prätentiöser Scheiß oder berechtigtes Statement" und explizit als Konzeptalbum angekündigt, wartete "Pendikeland" mit einer stark Progressive-artigen Aufteilung in drei "Aufzüge" und ein "Finale" auf. Den Bogen spannte dabei die Andeutung einer unter den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes eingeschlossenen Person im Opener Hunde und Helfer, deren Faden im letzten Stück des dritten Aufzugs namens Lift streikt wieder aufgenommen wird. Dazwischen befasste sich die im Studio erstmals nicht nur zu zweit agierende Band – neben dem Songwriting-Kernduo Sandkämper und Oliver Klemm waren nun auch die Live-Rhythmussektion bestehend aus Tobias Neumann und Lutz Möllmann sowie die für Streicher und Fagott zuständigen Andreas Müller und Rene Fauck beteiligt – mit schon auf den vorigen Platten aufgenommenen Themen wie Konsumkritik (Trag die alten Sachen auf), Rückblicken auf die eigene Vergangenheit (Generation Memory) und verschärften Selbstzweifeln (Heulsuse, Abo auf Pech, Der mit dem Hammer). Musikalisch wies "Pendikeland" ein um orchestrale Elemente erweitertes Spektrum auf, hatte aber auch klassisch-hektisch-frickelige Songs wie Metaphern im Repertoire und gab sich der Thematik entsprechend tendenziell melancholisch. Mit Zäune knüpften Pendikel gar an die Zeiten ihres 1996er Debüts an, indem sie die Geschichte des "Erdjohann" aus dem gleichnamigen "fu ruft uta"-Song wieder aufnahmen (siehe Referenzkasten).

"Pendikeland" war nach vierzehn Jahren Bandmitgliedschaft das letzte Pendikel-Album, an dem Gitarrist Oliver Klemm beteiligt war, dessen Ausstieg im Dezember 2011 bekanntgegeben wurde. Mit der Auflösung der Gruppe im Oktober 2014 blieb es auch das letzte Pendikel-Album überhaupt, da das sechste Studioalbum nicht mehr aufgenommen wurde.

Tracklisting

  1. Hunde und Helfer (4:14)
  2. Generation Memory (4:30)
  3. Heulsuse (4:21)
  4. Trag die alten Sachen auf (3:34)
  5. Dieser Moment (3:13)
  6. Abo auf Pech (4:26)
  7. Metaphern (1:44)
  8. Der mit dem Hammer (5:25)
  9. Achter de Welt (4:11)
  10. Reprise (3:26)
  11. Zäune (4:54)
  12. Lift streikt (3:26)
  13. In Pendikeland (4:54)

Line-Up


Referenzkasten

  • In Zäune heißt es: "Seine Mutter schalt ihn Erdjohann / Die Kinder schrien "Schalt ihn an!"" und "Was davon kommt, wenn man Scheiße frisst". Dies bezieht sich einerseits auf das Stück Erdjohann vom Debütalbum "fu ruft uta", in dem unter anderem die Textzeile "Erdjohann formt gerne Kügelchen aus Kot / schlagt ihn tot!" vorkommt, sowie auf den Song Dermaßen voll vom zweiten Album "Phantasievoll (aber unpraktisch)", in dem die Worte "Schalt mich ein, schalt mich aus" zu finden sind.

Weblinks