Pendikel – 3

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3
Pendikel
Veröffentlicht: Januar 2004
Label & Vertrieb: BluNoise
Albumlänge: 51:44 Min.
Produziert von: Guido Lucas und Pendikel
Genre: Indiepop, Postrock
Formate: CD
Chronologie

1998Phantasievoll (aber unpraktisch)

3

2006Don’t cry, Mondgesicht

"3" ist das dritte Studioalbum der Osnabrücker Band Pendikel sowie das erste nach der zwischenzeitlichen Auflösung der Gruppe in Jahr 1999. Es erschien Anfang 2004 auf BluNoise Records und wurde von Guido Lucas sowie der Band selbst produziert.

Zum Album

"3" war das langerwartete Album von Pendikel nach sechs Jahren Stille, bedingt durch das Auseinanderfallen der Band nach ihrem letzten Release von 1998. Die Osnabrücker waren zum Zeitpunkt der Aufnehmen zum Duo, bestehend aus Carsten Sandkämper und Oliver Klemm, geschrumpft und hatten zwischen Juli 2002 und Oktober 2003 immer wieder einzelne Tracks aufgenommen, bis im Januar 2004 die CD endlich an die Öffentlichkeit kam. Im Vergleich zum Vorgängeralbum "Phantasievoll (aber unpraktisch)" war "3" vor allem ruhiger, reduzierter und leiser und zeigte deutliche Einflüsse aus Indiepop und Postrock. Symptomatisch für die Neuorientierung weg vom Noisecore der alten Tage war das einzige wirklich harte Stück der Platte namens Lauter, das gerade durch seine Lärmigkeit die Zurückgenommenheit der übrigen Albumtracks hervorhob. Ansonsten standen Pendikel 2004 für einen Sound zwischen freundlich-nachdenklichem Indiepop (Sailing von R.S., Klick), elegischen Passagen wie in Stehen oder Nicht so schnell und altbekanntem Progrock (die King Crimson-Reverenz Nächste Ausfahrt). Als programmatisch für die ganze Platte, welche die zukünftige Entwicklung von Pendikel hin zum vielseitigen Prog-Noise-Indie-Pop des gefeierten Nachfolgealbums "Don't cry, Mondgesicht" antizipierte, dürfte der Track Rausgehen, rocken und zerstör'n mit der Zeile "Wir wollen was verändern, wissen nur noch nicht wie" sein.

"3" war auch das erste Pendikel-Album, dessen Artwork wie alle noch folgenden Platten der Band von Carsten Sandkämpers Ehefrau Sabine Sandkämper gestaltet werden sollte; insbesondere gekennzeichnet durch den neuen Bandschriftzug, der im Vergleich zum früheren Bandlogo auf die vormalige verquere Schreibweise "P²:eNdi|Kel" verzichtete und in relativ schlichter Schreibschrift als "Pendikel" daherkam.

Tracklisting

  1. Le petit mort (3:55)
  2. Sailing von R.S. (3:41)
  3. Klick (2:30)
  4. Macey (3:56)
  5. Rausgehen, rocken und zerstör'n (3:19)
  6. Nicht so schnell (4:53)
  7. Stehen (5:18)
  8. Lauter (2:47)
  9. Tranquilo (7:51)
  10. Ehrlich betrübt (5:12)
  11. Nächste Ausfahrt (5:29)
  12. Der Letzte lässt das Licht an (2:47)

Line-Up


Kritiken

Referenzkasten

  • Das Gebell am Anfang des Openers Le petit mort stammt nicht etwa von einem Hund, sondern von Sänger Carsten Sandkämper, da sich kein Hund finden konnte, der hätte bellen wollen.
  • In der zerhackten Nachrichtensendung im Übergang von Klick zu Macey geht es um die tschetschenische Geiselname in dem Moskauer Dubrowka-Musical-Theater, welche am 23. Oktober 2002 begann und am 26. Oktober durch Erstürmung von russischen Spezialeinheiten blutig endete. Laut Carsten Sandkämper war dies ein reiner Zufall beim Sendersuchlauf.
  • Das Stück Der Letzte lässt das Licht an greift auf Fall A vom Vorgängeralbum "Phantasievoll (aber unpraktisch)" zurück, in dem die Textzeile Der Letzte macht das Licht aus vorkommt.