Otis Redding

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Otis Redding
Otis Redding
Otis Redding
Herkunft: Dawson, Georgia, USA
Geboren: 9. September 1941
Gestorben: 10. Dezember 1967 (26 Jahre)
Aktiver Zeitraum: 19601967
Genres: Soul, Rhythm and Blues
Instrumente: Gesang
Labels: Stax, Atco, Rhino Records
Homepage: OtisRedding.com

Otis Redding war einer der einflussreichsten Soul-Sänger der 1960er Jahre und darüber hinaus. Er trat unter anderem auf dem Monterey Pop Festival 1967 auf und schrieb Hits wie Try a Little Tenderness und (Sittin' On) The Dock of the Bay, bevor er im Dezember 1967 im Alter von nur 26 Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.

Biographie

Otis Redding zählt zu den größten Stars in der Geschichte der Soulmusik, andererseits aber auch zu einem ihrer tragischsten Verluste. Der junge Otis wuchs wie viele seiner Zeitgenossen in einem musikalischen Elternhaus auf und erlebte als Teenager die ersten großen Stars von Soul und Rock'n'Roll, von denen insbesondere Piano-Maniac Little Richard und Soul-Legende Sam Cooke bleibenden Eindruck auf den jungen Redding aus. Bereits mit sechzehn Jahren stach er mit seiner extrem ausdrucksstarken Stimme sämtliche Mitbewerber bei Talentwettbewerben in seinem Heimatstaat Georgia aus, mit neunzehn schrieb er mit These Arms of Mine eine Ballade, die später zu seinen ersten großen Hit werden sollte. Über die Bekanntschaft zu Musikern der legendären Instrumental-Rhythm and Blues-Gruppe Booker T. & the M.G.'s geriet Redding in Kontakt zum Soul-Label Stax, deren Hausband die Gruppe war. 1964 erschien bei dem Stax-Sublabel Volt Reddings Debütalbum "Pain in My Heart", das bereits sehr erfolgreich wurde und auch These Arms of Mine als Singleauskopplung hervorbrachte, die sich über 800.000 Mal verkaufte. Nicht nur die R'n'B-Musikwelt wurde dadurch auf den jungen Sänger (und das ihn veröffentlichende Label) aufmerksam, der in jedes Lied sein ganzes Herzblut zu stecken schien, sondern auch die erste Garde der Popmusik von Bob Dylan bis zu den Beatles. 1965 folgte das zweite Album "Otis Blue: Otis Redding Sings Soul", das den von ihm selbst geschriebenen Song Respect enthielt, welches 1967 in der Interpretation von Aretha Franklin ebenfalls zu einem Klassiker des Soul werden sollte. 1966 kam das vergleichsweise schlicht betitelte "The Soul Album" heraus, auf dem sich Redding wieder von Booker T. & the M.G.'s begleiten ließ. Touren in den USA und Europa – wo Redding und andere Rhythm and Blues-Acts dank der Coverversionen der Beatles populär geworden waren – wurden absolviert, und Redding revanchierte sich auf seinem 1967 erschienenen Album "Complete & Unbelievable: The Otis Redding Dictionary of Soul" bei den Pilzköpfen, indem er ihren Song Day Tripper coverte. Die LP enthielt zudem den Song Try a Little Tenderness, der zum Trademark-Stück des Sängers werden sollte. Im selben Jahr trat Redding neben u.a. Jimi Hendrix und Janis Joplin (die den Soul-Sänger als einen ihrer größten Einflüsse bezeichnete) beim Monterey Pop Festival auf, schrieb weitere Hits wie Sweet Soul Music und duettierte mit der damals ebenfalls sehr populären Sängerin Carla Thomas auf dem Album "King & Queen".

Im Dezember 1967 nahm Otis Redding einen letzten Song mit dem Titel (Sittin' On) The Dock of the Bay auf, bevor er sich mit seinem eigenen Flugzeug, einer Propellermaschine, sowie Mitgliedern seiner Begleitband The Bar-Kays auf eine kleine Konzertreise machte. Auf dem Weg von Cleveland zu Madison in Wisconsin geriet die Maschine in ein Unwetter und stürzte in einen vor Madison gelegenen See, wobei alle Insassen bis auf Bar-Kays-Trompeter Ben Cauley in den eisigen Fluten starben. Otis Redding, der zum Zeitpunkt seines Todes gerade 26 Jahre alt war, wurde auf seiner Ranch in Georgia begraben. Im Januar 1968 wurde (Sittin' On) The Dock of the Bay posthum als Single veröffentlicht und wurde Reddings einziger Nummer-Eins-Singlehit, der sich weltweit über vier Millionen Mal verkaufte.

Nach seinem Tod wurde Otis Redding der erste Pop-Künstler, dessen Werk noch posthum extreme Weiterverwertung erfahren sollte. Bis 1970 wurden allein vier weitere Alben mit unveröffentlichtem Studiomaterial des Sängers veröffentlicht, von Livealben und Best Ofs ganz zu schweigen. Reddings Name und seine Songs tauchten in diversen Bestenlisten der Popgeschichte auf, und er wird generell als einer der größten und einflussreichsten Soul-Sänger aller Zeiten bezeichnet. Die Reverenzen an Redding wurden und werden weiterhin von so unterschiedlichen Acts wie seinen Rhythm and Blues-Erben Al Green, Aretha Franklin oder Janis Joplin, Folk- und Country-Künstlern wie Bob Dylan und Willie Nelson, Rock-Klassikern von The Grateful Dead, Lynyrd Skynyrd und The Doors bis zu The Black Crowes und Pearl Jam bis hin zu Stars der 2000er-Popmusik à la Christina Aguileira, Kelly Clarkson und Kanye West hochgehalten.

Solo-Diskographie

Alben
nach seinem Tod veröffentlichte Alben
  • 1968 The Dock of the Bay
  • 1968 The Immortal Otis Redding
  • 1969 Love Man
  • 1970 Tell the Truth
Singles
  • 1961 Shout Bamalama
  • 1961 Gettin' Hip
  • 1962 These Arms of Mine
  • 1963 That's What My Heart Needs
  • 1964 Come to Me / Don't Leave Me This Way
  • 1964 Security"
  • 1964 Chained and Bound
  • 1964 Mr. Pitiful
  • 1964 That's How Strong My Love Is
  • 1964 Stand by Me
  • 1964 Things Go Better With Coke... (A Man And A Woman)
  • 1965 I've Been Loving You Too Long / I'm Depending On You
  • 1965 Respect
  • 1965 Just One More Day
  • 1965 I Can't Turn You Loose
  • 1965 My Girl
  • 1965 A Change Is Gonna Come
  • 1966 (I Can't Get No) Satisfaction
  • 1966 My Lover's Prayer
  • 1966 Fa-Fa-Fa-Fa-Fa (Sad Song)
  • 1967 Try a Little Tenderness
  • 1967 Day Tripper
  • 1967 I Love You More Than Words Can Say
  • 1967 Let Me Come on Home
  • 1967 Shake (Live)
  • 1967 Glory of Love
  • 1967 Tramp (with Carla Thomas)
  • 1967 Knock on Wood (with Carla Thomas)

Kollaborationen

All-Time-Charts

Otis Redding

Alben

Otis Blue: Otis Redding Sings Soul
The Dock of the Bay
Otis! The Definitive Otis Redding
Dreams to Remember - The Otis Redding Anthology
The Otis Redding Dictionary of Soul
Live in Europe

Songs

Try a little Tenderness
(Sittin' On) The Dock Of The Bay
I've Been Loving You Too Long (To Stop Now)

Referenzkünstler

Weblinks