Op

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Op war ein Musik-Fanzine, das von 1979 bis 1984 in Olympia erschien. Es gilt als wegweisend für die Independent-Subkultur im US-Bundesstaat Washington.

Zum Fanzine

Die Gründung des Op-Fanzines geht auf den 1975 aus Connecticut nach Olympia ausgewanderten John Foster zurück. Dieser, bereits in den mittleren Siebzigerjahren ein ausgewiesener Kenner und fanatischer Sammler jeglicher Informationen über den damals noch schwach vernetzten internationalen Punk- und Independent-Underground, wurde am liberalen und den schönen Künsten geneigten "Evergreen State College" rasch eine zentrale Figur der dortigen Campusszene. Er wurde DJ beim Collegesender KAOS und sorgte dafür, dass dort zu 80% Independent-Produktionen gespielt wurden und die College-Bücherei solche Musik anschaffte. Grundlage dafür waren seine umfangreichen Recherchen, die in einer Art Musik-Datenbank namens "Lost Music Network" mit über tausend Indie-Bands, Künstlern, Labels und Fanzines mündeten. Als es darum ging, diese Musik auch in gedruckter Form bekannt zu machen, entstand 1979 die Idee für das "Op".Um die damals schon hohen Genrebarrieren zu umgehen, ersann Foster samt seinen Mitstreitern George Romansic (ebenfalls KAOS-DJ sowie Schlagzeuger bei The Beakers und Little Bears from Bangkok), Toni Holm, Dana Squires (später Fosters Ehefrau) und David Rauh den ebenso einfachen wie visionären Plan, die Ausgaben alphabetisch zu thematisieren. Folglich wurden in Op #1 ausschließlich Acts rezensiert, die mit dem Buchstaben A begannen. (Der Titel OP schloss ebenfalls alphabetisch an das "Lost Music Network" – abgekürzt LMN – an.) Ebenso revolutionär war der entsprechende Plan, das Magazin nach der dem Buchstaben Z gewidmeten Ausgabe 26 einzustellen, was 1984 auch geschah. Danach gingen die Ressourcen des Magazins an zwei Nachfolgepublikationen über: David Ciaffardini brachte bis 1992 "Sound Choice" heraus, während Scott Becker und Richie Unterberger (schrieb u.a. auch für Rolling Stone und Allmusic) das Zine "Option" bis 1998 verantworteten.

Zu den bekanntesten Autoren für Op gehörten unter anderem Bruce Pavitt (der unter dem Eindruck von Op sein eigenes Fanzine Subterranean Pop, aus dem schließlich das Grunge-Label Sub Pop schlechthin hervorgehen sollte), Calvin Johnson (K Records, Beat Happening) und Steve Fisk (Produzent und Musiker).