Nik Kershaw

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nik Kershaw
Nik Kershaw mit Band auf der "No Frills"-Tour 2010
Nik Kershaw mit Band auf der "No Frills"-Tour 2010
Herkunft: Bristol, England
Geboren: 1. März 1958 (59 Jahre)
Aktiver Zeitraum: Solokarriere seit 1984
Genres: Pop, Synthiepop, Singer-Songwriter
Instrumente: Gesang, Gitarre, Tasteninstrumente, Elektronik
Homepage: NikKershaw.net

Nicholas David Kershaw war eins der New Wave/Synthiepop-Wunderkinder der 80er, der nach dem Ende dieser (musikalischen) Ära rasch an öffentlicher Präsenz und Charterfolg verlor.

Biographie

Nik Kershaw spielte in den 1970er Jahren zunächst in diversen Glamrock-beeinflussten Bands, von denen die letzte namens Fusion sich 1982 auflöste. Danach startete Kershaw eine Solokarriere. Sein Ruhm gründete sich auf den 1983 erschienenen Singles Wouldn't It Be Good und I Won't Let the Sun Go Down On Me, das zugehörige Album "Human Racing" von 1984 wurde ebenfalls ein Welterfolg. Sein zweiter Longplayer "The Riddle" erschien noch im selben Jahr und konnte mit den Singles Wide Boy, Don Quixote und vor allem dem Titeltrack ebenfalls die Top 10 in Großbritannien knacken. Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte Nik Kershaw dann 1985 als Teilnehmer von Bob Geldofs Afrika-Hilfsspektakel Live Aid. Danach allerdings ging sein Abstieg in der Publikumsgunst ziemlich rasch vonstatten: Kershaws drittes Album "Radio Musicola", eine Art Konzeptalbum über die Fiesheiten der Boulevardpresse und der Paparazzi, wurde von der Kritik zwar wegen seines gereiften Songwritings gelobt, fand aber bei weitem nicht mehr die Resonanz in den Verkaufscharts. "The Works" von 1989 setzte die Abwärtskurve fort, woraufhin Nik Kershaw für die folgende Dekade als Solo-Performer abtauchte und sich auf das Schreiben von Songs für andere Künstler verlegte. Dabei gelangen ihm unter anderem Hits für den Teenie-Star Chesney Hawkes mit The One and Only sowie für The Hollies mit The Woman I Love.

1999 erschien dann – vielleicht beflügelt durch das beginnende 80er-Revival – ein neues Nik Kershaw-Album namens "15 Minutes", auf dem der Sänger und Multiinstrumentalist sich deutlich mehr in der Gitarrenpop-Ecke à la The Rembrandts präsentierte, ebenso auf dem 2001 veröffentlichten "To Be Frank". Beide Alben brachten jedoch nicht den erhofften Erfolg, obwohl Kershaws Hit The Riddle durch die Dance-Neubearbeitung von Gigi D'Agostino wieder in aller Munde bzw. Charts war. 2005 kam mit "Then and Now" dann eine Karriererückschau heraus, auf der Nik Kershaw alte Hits nebst einigen neuen Songs sang. Sein siebtes Album "You've Got to Laugh" war 2006 den Zeichen der Zeit entsprechend nur noch über die Website des Künstlers oder iTunes zu erwerben. Dass Kershaw auch weiterhin mehr der Vergangenheit verhaftet scheint, zeigt sein 2010 veröffentlichtes Album "No Frills", auf dem er nur mit Stimme und Akustikgitarre seine alten Hits ebenso wie neue Songs interpretiert.

Nik Kershaws Achtziger-Hits sind gerne und auch von Indie- und sogar Metal-Bands gecovert worden, u.a. von Soulwax, Dark Angel und den Swoons. 1999 kam auf dem kleinen Indielabel Dhyana Records eine Tribute-LP mit dem Namen "We Don't Care About the Haircut! – A Tribute to Nik K." heraus, auf dem sich mehr oder weniger obskure Bands und Künstler wie Pit Przygodda (Go Plus), Inox Kapell, F.S.: Blumm oder YACØPSÆ auf verschiedenste Weise der Stücke des New Wave-Stars annehmen.

Solo-Diskographie

Alben
Sonstige
  • 1991 The Collection (Best Of)
  • 1991 Wouldn't It Be Good (Best Of)
  • 1993 The Best of Nik Kershaw (Best Of)
  • 2000 The Essential (Best Of)
  • 2005 Then and Now (Best Of plus vier neue Sücke)
  • 2010 No Frills (Akustik-Versionen alter Stücke sowie neues Material)

Kollaborationen

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH SV F NOR AUS
1984 Human Racing 8 5 70 12 38  ? 7 35
1984 The Riddle 12 8 113 23 11 5 39
1986 Radio Musicola 47 92
Singles
1984 Wouldn't It Be Good 2 4 46 12 3 35 6 5
1984 Dancing Girls 21 13
1984 I Won't Let the Sun Go Down On Me 12 2 6 17
1984 Human Racing 19
1984 The Riddle 8 3 15 5 18 5 6
1985 Wide Boy 25 9 7
1985 Don Quixote 39 10 83
1985 When a Heart Beats 55 27 92
1986 Nobody Knows 44 73
1986 Radio Musicola 44
1989 One Step Ahead 55
1991 I Wanna Change the Score (mit Tony Banks) 55
1999 Somebody Loves You 70
1999 Sometimes (Les Rythmes Digitales feat. Nik Kershaw) 56

Referenzbands

Nik Kershaw wird gecovert von...

Videoclips

Weblinks