Nick Cave

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Nick Cave
Nick Cave auf dem Summercase-Festival in Barcelona 2008
Nick Cave auf dem Summercase-Festival in Barcelona 2008
Geboren: am 22. September 1957
(60 Jahre)
in Warracknabeal (Australien)
Aktiver Zeitraum: seit 1978
Genres: Post-Punk, Indierock
Instrumente: Gesang, Klavier
Labels: Mute Records
Homepage: NickCaveAndTheBadSeeds.Com
Bands:
The Boys Next Door (bis 1980)
The Birthday Party (1980 bis 1982)
Nick Cave & The Bad Seeds (seit 1983)
Grinderman (seit 2006)

Nicholas Edward Cave wurde am 22. September 1957 in Warracknabeal (Australien) geboren und lebt seit einigen Jahren in England. Neben der Arbeit mit seiner Band Nick Cave and The Bad Seeds, für die er komponiert und textet, ist er außerdem Schauspieler und Schriftsteller. Cave ist seit 1999 mit dem englischen Model Susie Bick verheiratet und lebt momentan in Brighton.

Geschichte

Schon zu seiner High-School Zeit gründete Nick Cave seine erste Band The Boys Next Door zusammen mit seinem Freund Mick Harvey. 1978 wurde die erste Single These Boots Are Made For Walking veröffentlicht, worauf im folgenden Jahr das erste Album der Band mit dem Namen Door, Door erschien.

Das zweite Album von The Boys Next Door erschien 1980 und trug den Titel The Birthday Party. Aber die Band siedelte nach London über und legte den alten Namen ab, um unter dem Namen The Birthday Party Furore in der englischen Rock-Szene zu machen. Ihre Musik war wilder, expressiver Blues und ein Gegenstück zum Pop der 80er. Es existieren von diesem Album erste Pressungen, die noch den Titel "The Birthday Party from The Boys Next Door" enthalten, später wurde es aber als erstes Birthday Party Album verkauft.

1983, nachdem die Birthday Party drei Alben und zwei EPs veröffentlicht hatte und nach West-Berlin umgezogen war, fiel die Band auseinander. Nick Cave gründete mit Mick Harvey und einigen anderen Mitgliedern der Birthday Party sowie dem Einstürzende Neubauten-Frontmann Blixa Bargeld seine neue Band Nick Cave & The Bad Seeds.

Im gleichen Jahr ging er für kurze Zeit nach Los Angeles und schrieb das Drehbuch für einen Spielfilm, der später als "Ghosts ... Of The Civil Dead" von John Hillcoat und Evan English verfilmt wurde. Nick Cave spielt in diesem Film die Rolle eines irren Häftlings in einem Hochsicherheitsgefängnis.

Kurz nachdem Nick Cave wieder nach Berlin zurückgekehrt war, begann er mit der Arbeit an seinem ersten Buch. And The Ass Saw The Angel (dt: Und die Eselin sah den Engel) erzählt die Geschichte von dem Jungen Eucrid Eucrow, der in einem verlassenen, von Zuckerrohr und einer Sekte beherrschten Tal der Südstaaten lebt. Es ist eine düstere, in der Sprache gewollt alttesttamentarische Geschichte, deren einzelne Zutaten in Nick Caves Liedern immer wieder zu hören sind. Als eine Art Soundtrack zum Buch ist das im gleichen Jahr entstandene Album The First Born Is Dead von Nick Cave & The Bad Seeds zu sehen und hier vor allem das Lied Tupelo, das auf einem John Lee Hooker Song beruht.

In den folgenden Jahren stand die Arbeit mit den Bad Seeds im Vordergrund, bis Nick Cave 1999 allein oder mit den Dirty Three einige Konzerte gab. Ebenfalls ging er mit dem bereits erschienen "And The Ass Saw The Angel" auf Lesereise.

Für den Film The Proposition, der wieder von John Hillcoat gedreht wurde, schrieb Nick Cave das Drehbuch und veröffentlichte den Soundtrack im Jahre 2006 zusammen mit Warren Ellis.

Im März 2007 erschien das erste Album mit seiner neuen Band Grinderman – einem Bad Seeds-Ableger mit Warren Ellis, Martyn P. Casey und Jim Sclavunos.

2008 wurde bekannt, dass ein neuer Roman von Cave mit dem Titel Death of Bunny Munro im September 2009 erscheinen soll. Darin soll es gehen um ein Vater-Sohn-Gespann, das nach dem Tod der Ehefrau-Mutter durch den Süden Englands reist. [1]

Nach Beendigung der Grinderman-Tour zu deren 2. Album hat Cave für 2011 ein neues Album mit den Bad Seeds angekündigt.[2]

Kollaborationen

Veröffentlichungen

Bücher von Nick Cave:

Bücher über Nick Cave:

Filme Als Schauspieler:

  • The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford (2007; Kurzauftritt als Saloon Singer)
  • Jonas at the Ocean (2001)
  • Rhinoceros Hunting In Budapest (1996)
  • Jonas in the Desert (1994)
  • Johnny Suede (1991)
  • Road to God Knows Where, The (1990)
  • Ghosts... of the Civil Dead (1988)
  • Himmel über Berlin, Der (1987)
  • Dandy (1987)

Diskographie

Film- und Theaterscores

mit Warren Ellis
  • White Lunar (2009)
  • The Road (2009)
  • The Death of Bunny Munro (2009)
  • The English Surgeon (2007)
  • The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford (2007)
  • The Proposition (2006)
  • Woyzeck (2005)
  • The Road (2012)
mit anderen oder alleine
  • To Have and to Hold (1996, mit Mick Harvey & Blixa Bargeld)
  • Rhinoceros Hunting In Budapest (1996)
  • Jonas in the Desert (1994)
  • Just Visiting This Planet (1990)
  • Road to God Knows Where, The (1990)
  • Ghosts... of the Civil Dead (1988, mit Mick Harvey & Blixa Bargeld)
  • Stadt, Die (1983)

Compilations

Weblinks

Referenzkasten

  • von der britischen Band WU LYF existiert ein Song namens "Nic Cave"

Referenzen

  1. thedeathofbunnymunro.com
  2. http://www.visions.de/news/13595/Nick-Cave-Vorsaetze-fuer-2011